VLN Nürburgring - 4. Lauf - 02. Juli 2015 Stefan Baldauf/Robert Kah
VLN Nürburgring - 5. Lauf - 01. August 2015
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VLN Nürburgring - 5. Lauf - 01. August 2015 37 Bilder

Nordschleife wird umgebaut

Keine Tempolimits mehr ab 2016

Die Betreiber der Nürburgring Nordschleife haben einen Maßnahmen-Katalog vorgestellt, um die traditionsreiche Rennstrecke sicherer zu machen. Durch Umbauten an den gefährlichsten Stellen sollen die Tempolimits 2016 wegfallen.

Die Nordschleifen-Fans können aufatmen. Bald herrscht wieder freie Fahrt auf der 20,8 Kilometer langen Berg- und Talbahn. Ein schwerer Unfall beim ersten Saisonlauf zur VLN Langstrecken-Meisterschaft Nürburgring Ende März 2015, bei dem ein Zuschauer ums Leben kam, hatte eine Sicherheitsdebatte ausgelöst, in deren Folge Tempolimits in verschiedenen Bereichen eingeführt wurden.

Damit soll 2016 Schluss sein. Im Rahmen eines Runden Tisches zum Thema "Sicherheit Nordschleife" hat die Capricorn Nürburgring GmbH (CNG) am Montag (17.8.2015) einen umfassenden Maßnahmen-Katalog vorgelegt, der nach Angaben der Betreiber bei Vertretern des DMSB, des ADAC, der Automobil-Industrie, von Veranstaltern, Teams und Fahrern eine breite Zustimmung fand.

Wegfall der Tempolimits an der Nordschleife ab 2016

"Die Sicherheit auf der Nordschleife bei Rennen, aber auch bei Testfahrten der Industrie und bei Touristenfahrten hat für uns höchste Priorität", erklärte Carsten Schumacher, Geschäftsführer der Nürburgring-Betreibergesellschaft CNG. "Gemeinsam mit den Beteiligten haben wir als Konsequenz aus dem Unfall die Situation im Detail analysiert und zielorientierte Maßnahmen erarbeitet, um die aktive sowie passive Sicherheit und vor allem die Sicherheit der Zuschauer entlang der Nordschleife weiter zu erhöhen."

Als erste Maßnahme wurden Pläne für zusätzliche Schutzzäune in mehreren Streckenabschnitten und einer Sperrzone im Bereich Schwedenkreuz vorgestellt. Zur Erhöhung der passiven Sicherheit ist die Optimierung der Schutzlinien durch zusätzliche Leitplanken und FIA-Schutzzäune vorgesehen, beispielsweise entlang der Döttinger Höhe zur besseren Absicherung der angrenzenden Bundesstraße.

Die Erneuerung der Fahrbahn im ersten Schritt im Streckenabschnitt Flugplatz dient der aktiven Sicherheit. "Auf Basis einer detaillierten Vermessung werden wir im Bereich Flugplatz auf etwa 500 Metern die Fahrbahn erneuern und dabei fünf Bodenwellen beseitigen, die im Laufe der Jahre durch die hohe Aus- und Belastung der Nordschleife entstanden sind", erklärte Carsten Schumacher das Vorhaben. Beginnen sollen die Arbeiten im November. Bis zum Start der Saison 2016 sollen 7 der 16 vorgestellten Einzelmaßnahmen fertig sein.

Einzigartigkeit der Nordschleife soll erhalten bleiben

DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck äußerte sich zufrieden über die Renovierung im Dienste der Sicherheit: "Alle Beteiligten wollen die Nordschleife und ihre Einzigartigkeit erhalten. Jedoch ist jedem bewusst, dass wir die Sicherheit erhöhen müssen. Für dieses Ziel hat der Nürburgring als Strecken-Betreiber mit großem Einsatz eine Reihe von wirkungsvollen Maßnahmen detailliert ausgearbeitet, die bei diesem Runden Tisch auf breite Zustimmung gestoßen sind."

Den vorgestellten Maßnahmen-Katalog wird der Nürburgring nun als Antrag beim Deutschen Motorsport-Bund DMSB zur Weiterleitung an die Strecken-Kommission des Automobil-Weltverbandes FIA einreichen. Zum Jahresende muss die turnusmäßig auslaufende Rennstrecken-Lizenz von der FIA verlängert werden.

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