Option macht Fisichella wieder schnell

Foto: dpa

Giancarlo Fisichella gab beim GP Ungarn erstmals seit Monaten wieder ein Lebenszeichen von sich. Sein Team hat eine einfach Erklärung für das Ende des Abwärtsrends.

Es war ein gutes Wochenende für Fisico: Der Römer stand in Ungarn vor Stallrivale Adrian Sutil in der Startaufstellung und kam nach einem starken Rennen auf Rang 15 ins Ziel. Seine schnellste Rennrunde von 1:15.641 Minuten bedeutete in der Rangliste 15. Damit lag er vor David Coulthard, Sebastien Bourdais oder Kazuki Nakajima.

Teaminterne Achterbahnfahrt

Eigentlich war Fisichella grandios in diese Saison gestartet. Der dreifache GP-Sieger prophezeite: "Mein Ziel sind ein paar WM-Punkte." Zunächst sah der um elf Jahre jüngere Sutil kein Land gegen den erfahrenen Neuzugang bei Force India. Nach vier Rennen stand es im Trainingsduell zwischen Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil 4:0 für den Italiener.

Doch dann drehte sich das Bild. Bis zum GP Deutschland hatte Sutil auf 5:5 ausgeglichen. Zuvor hatte Fisichella gegen seinen deutschen Kollegen kein Land mehr gesehen. Erst beim GP Ungarn beendete der 35-jährige Römer den Abwärtstrend. "Ende des Monats läuft seine Option aus. Da gibt Giancarlo plötzlich wieder Gas", spotten sie im Team.

Gehaltsaufbesserung in Sicht

Wenn Force India die Option aufnimmt, bleibt Fisichella ein weiteres Jahr im Team. Dann allerdings für ein bekömmliches Salär. Angeblich 1,5 Millionen Dollar. Zur Zeit fährt der Veteran praktisch zum Nulltarif. Darüber, warum der 205-fache GP-Teilnehmer zwischenzeitlich in eine Krise geschlittert war, gibt es unterschiedliche Aussagen. Sicher ist, dass Sutil seine anfänglichen Probleme mit der Anpassung seines Fahrstils an das Fehlen von Motorbremse und Traktionskontrolle abgestellt hat.

Bei Fisichella gab es aber wohl auch ein mentales Problem. "Nachdem Giancarlo auf seinen Paradestrecken Monte Carlo und Montreal gegen Sutil verloren hatte, hat er aufgegeben. Das war schon zu früheren Jordan-Zeiten seine Schwäche. Giancarlo lässt sich zu leicht durch Schwierigkeiten aus dem Konzept bringen", urteilen Teammitglieder, die den Fußballfan noch aus alten Jordan-Tagen kennen.

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