Peugeot zeigt Le Mans-Auto

Foto: Peugeot 49 Bilder

Auf dem Auto Salon in Paris zeigt Peugeot erstmals den Diesel-Prototypen, der bei den 24 Stunden von Le Mans Audi schlagen soll. Der 700 PS starke Prototyp, der auf den Namen 908 hört, gibt sein Debüt im kommenden Jahr.

Nur drei Monate benötigte die Anfang 2006 frisch gegründete Aerodynamik-Abteilung, um ein Windkanal-fähiges Auto auf die Beine zu stellen. Auch die jüngste Regeländerung, die eine Rückkehr zum geschlossenen Prototypen mit festem Dach fordert, arbeiteten die Peugeot-Konstrukeure in ihren Entwurf ein.

Heraus kam der Typ 908, der nach 1992 und 93 (mit dem 905) den dritten Le Mans-Sieg für die Marke mit dem Löwen einfahren soll. Der aus Karbon gefertigte Renner wurde nach den Statuten des LMP1-Reglements (Le Mans Prototype) entwickelt und wiegt 925 Kilogramm.

Maximales Volumen

Wie Konkurrent Audi setzen die Franzosen bei der Motorisierung aus Marketinggründen auf einen Dieselantrieb. Wie Audi entschied man sich für einen V12 mit 5,5 Liter Hubraum, das maximale Volumen, das das Reglement für aufgeladene Motoren zulässt. Trotz Luftmassengegrenzer liefert das Aggregat beeindruckende Daten: Die Leistung soll bei 700 PS liegen, das maximale Drehmoment gar bei 1.200 Newtonmetern.

Die Entscheidung fiel trotz der großen Baulänge für einen V12, weil die Bohrung aus Erfahrungsgründen so nah wie möglich an der der Serienmotoren liegen sollte. Zudem verspricht ein V12 einen guten Massenausgleich und geringe Vibrationen. Schwarze Wolken sind für den Deiselrenner kein Thema hinter den Garrett-Turboladern sind in den zwei Auspuffrohren Partikelfilter eingesetzt.

Entgegen dem klassischen Zylinderbankwinkel von 90 Grad entschied sich Peugeot für einen 100-Grad-Motor. Die größere Öffnung verringert die Torsionssteifigkeit kaum, senkt aber den Schwerpunkt des Aggregats ab. Die Kraftübertragung übernimmt ein sequenzielles Getriebe mit maximal sechs Gängen. Die Peugeot-Technikabteilung ist allerdings dafür berühmt, bei drehmomentstarken Motoren aus Platz und Gewichtsgründen gern auf eine oder sogar zwei Fahrstufen zu verzichten.

Für den Einsatz im Rallyesport entwickelte die Mannschaft von Michel Nandan bereits ein Getriebe, das ohne Zugkraftunterbrechung schaltet. Die Schaltung erfolgt im 908 in jedem Fall elektro-pneumatisch.

Audi war schneller

Am Karbon-Chassis sind die 19-Zoll-Räder über doppelte Dreieckslenker mit Pushrod-Federung angelenkt. Besonders stolz sind die Ingenieure auf die Elektronik. Gerade die Erfahrungen mit computergesteuerten Differenzialen aus dem Rallyesport half bei der Entwicklung des Antriebs. Mittels einer Traktionskontrolle sollen die Reifen vor den mächtigen Antriebskräften geschont werden.

2007 wird der 908 den ersten Angriff auf das berühmteste Langstreckenrennen der Welt nehmen. Den ersten Sieg eines Dieselprototypen an der Sarthe können die Löwen allerdings nicht mehr erringen, das gelang schon Audi in diesem Jahr.

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