Toyota TS050 - 24h Le Mans 2017 xpb
Sarrazin - Kobayashi - Conway - Toyota TS050 Hybrid - Startnummer #7 - 24h-Rennen Le Mans 2017 - Qualifying
Sarrazin - Kobayashi - Conway - Toyota TS050 Hybrid - Startnummer #7 - 24h-Rennen Le Mans 2017 - Qualifying
Toyota TS050 Hybrid - Startnummer #7 - 24h-Rennen Le Mans 2017 - Qualifying
Toyota TS050 Hybrid - Startnummer #7 - 24h-Rennen Le Mans 2017 - Qualifying 20 Bilder

Technik-Ärger bei Porsche und Toyota

Motor-Probleme bei Le Mans-Favoriten?

Der letzte Trainingstag in Le Mans lief für Porsche und Toyota nicht nach Plan. Beide Teams mussten jeweils ein Auto wegen Motorproblemen stoppen. Die Teamchefs geben aber Entwarnung.

Zuerst erwischte es Toyota. Das 8er Auto rollte langsam um den Kurs und kam dann im Bereich der Hunaudières-Geraden zum Stillstand. Das Team hatte Sebastien Buemi angewiesen, sofort den Motor abzuschalten. Der Schweizer brachte dann seinen Toyota TS050H mit dem Elektromotor an die Boxen zurück.

Grund für den Zwangsstopp war ein plötzlicher Abfall des Öldrucks. „Nur ganz kurz, aber da es ein Rennmotor war, konnten wir kein Risiko eingehen. Deshalb haben wir dem Fahrer gesagt, er soll sofort den Motor abstellen“, erklärte Toyota-Technikchef Pascal Vasselon. Grund zur Sorge? Vasselon verneint: „Es war nur eine kleine Öldruck-Spitze nach unten. Mit einem Trainingsmotor wären wir weitergefahren.“

Das Triebwerk wird jetzt nach Japan zum Check zurückgeflogen. „An der Strecke konnten wir feststellen, dass der Motor keinen Schaden genommen hat. Ein genauere Untersuchung ohne das Brechen der Siegel ist aber nur in Japan möglich“, erklärte Vasselon. Offenbar stört es Toyota nicht, dass man die Ursache der Panne vor dem Rennen nicht mehr eruieren kann.

Porsche-Motor hatte 6.700 Kilometer auf der Uhr

Auch Porsche hatte seine Schrecksekunde. Im dritten Training rollte das 2er Auto im Bereich der Indianapolis-Kurve aus. Am Steuer saß Brendon Hartley. Auch hier hatte sinkender Öldruck Alarm geschlagen. „Der Motor hatte 6.700 Kilometer auf der Uhr. Da darf so etwas passieren. Er wäre sowieso gegen den Rennmotor ausgetauscht worden“, verrät Porsche LMP1-Chef Fritz Enzinger.

Auch die 18-fachen Le Mans-Sieger lassen sich wegen des Motorproblems keine grauen Haare wachsen. Die V4-Aggregate mit den zwei Elektromaschinen wurden in vier 30 Stunden-Tests auf ihre Aufgabe vorbereitet. Auf den Antrieb kann sich Porsche verlassen. Und vor dem Faktor Zufall ist keiner sicher.

Bei den Vortests hatte Porsche einen Motor durch einen sogenannten „dummen Defekt“ verloren. An einer Zündkerze war die Halterung für den Fingerhut abgefallen, den man für die Vorkammerzündung braucht. Die Porsche-Ingenieure konnten noch rechtzeitig vor dem Rennwochenende Maßnahmen ergreifen, damit sich der Schaden nicht wiederholt.

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