Presseschau GP Ungarn

Ferrari lässt Massa im Stich

Foto: dpa 48 Bilder

Das kaum fassbare Pech, das Felipe Massa als Führenden kurz vor Rennende befiel, war ebenso Thema im internationalen Blätterwald wie der Reifenschaden von Lewis Hamilton, der Premierensieg von Heikki Kovalainen sowie das erste Podium von Timo Glock.

Italien:

La Gazzetta dello Sport: Was für ein Pech, Felipe. Massa vollbringt ein Meisterwerk, flieht auf und davon, aber bleibt drei Runden vor Schluss stehen. Ein Super-Schlag für Super-Massa. Kovalainen ist der Nutznießer.

Tuttosport: Massa ist super, aber der Ferrari-Motor geht kaputt.

Corriere dello Sport: Ferrari lässt den unglaublichen Massa drei Runden vor dem Triumph im Stich.

Großbritannien:

Sun: Großbritanniens Formel-1-Sensation musste erleben, wie seine Träume von einem Sieges-Hattrick in Fetzen flogen - zusammen mit dem linken Vorderrad seines McLaren.

Times: Massas Unglück half Hamilton, aber Ferrari erhöht im Machtkampf den Einsatz. Hamilton hatte vielleicht Pech, doch unabhängig davon war Ferrari so schnell, dass dies vielleicht dem wachsenden Selbstbewusstsein von McLaren-Mercedes einen Dämpfer verpasst.

Daily Mail: Auf der Pole Position zu starten und dann Fünfter zu werden, das nennt man nicht gerade einen zufriedenstellenden Nachmittagsjob.

Spanien:

El País: Der Finne Kovalainen reiht sich in den Club der Grand-Prix-Sieger ein. Der McLaren-Rennfahrer profitierte von den Missgeschicken seiner Rivalen und wurde so zum Formel-1-Sieger Nummer 100.

ABC: Für Kovalainen fällt ein göttliches Geschenk vom Himmel.

El Periódico: Massa fährt seinen Motor kaputt und schenkt McLaren damit den Triumph auf dem Silbertablett.

Frankreich:

L’Equipe: Ungarischer Walzer. Der Große Preis von Ungarn hat alle Vorhersagen zunichte gemacht. Er hat sich doch als eine Serie außergewöhnlicher Ereignisse erwiesen. Ferrari hat bestätigt, was Felipe Massa am Vortag sagte: Ferrari schenkt seinen Gegnern nichts. Man glaubte Lewis Hamilton als unumstrittenen Sieger. Gewonnen hat jedoch zum ersten Mal in seiner Karriere Heikki Kovalainen - mit etwas Glück.

Le Figaro: Der Große Preis von Ungarn hat oft für Überraschungen gesorgt. Man muss nur an Jenson Button denken, der mit seinem bescheidenen Honda 2006 siegte. 2008 sah man in Hamilton den Sieger und dann musste Massa an die Box fahren. Der Große Preis bleibt seinem Ruf treu.

Brasilien:

Folha de Sao Paulo: Der Motor kaputt und Massa weint.

O Globo: Nach einem spektakulären Start, bei dem er zunächst Heikki Kovalainen und nach der ersten Kurve auch Lewis Hamilton hinter sich ließ und die Führung übernahm, sah der Brasilianer Felipe Massa seinen sicher geglaubten Triumph beim Großen Preis von Ungarn kurz vor Schluss zwischen den Fingern verrinnen.

O Estado de S.Paulo: Massa lieferte eine Show ab, aber am Ende wurde er vorzeitig zum Fußgänger.

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