Race of Champions

Schumacher und Vettel vorne

Foto: IMP 41 Bilder

Renn-Renter Michael Schumacher hat beim Race of Champions groß aufgetrumpft. Der Formel-1-Rekordweltmeister gewann bei dem traditionellen Saisonabschluss am Sonntag (16.12.) mit Toro-Rosso-Pilot Sebastian Vettel den Nationen-Cup.

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Danach verpasste der 38 Jahre alte ehemalige Ferrari-Fahrer im umfunktionierten Londoner Wembley-Stadion in der Einzelkonkurrenz gegen Titelverteidiger Mattias Ekström nur knapp den zweiten Tageserfolg. "Es hat Riesenspaß gemacht. Das war ein tolles Wochenende. Ich würde nächstes Jahr gerne wieder kommen", sagte Schumacher, der vor einem Jahr seine einmalige Karriere mit sieben WM-Titeln beendet hatte.

Schumi hat nichts verlernt

Schumacher bewies vor 35.000 Zuschauern in der Fußballarena, dass er von seinem Können nichts eingebüßt hat. Mal im Tourenwagen, mal im Rallye-Auto oder Buggy-Einsitzer bot der einstige Super-Star seinen aktiven Konkurrenten Paroli. In der Einzelkonkurrenz schaltete er auf dem anspruchsvollen kurvenreichen Kurs der Reihe nach den norwegischen Rallye-Spezialisten Hennig Solberg, Honda-Formel-1-Pilot Jenson Button und im Halbfinale den vierfachen ChampCar-Champion Sebastien Bourdais aus.

Erst im Endlauf fand Schumacher in Ekström seinen Meister. Der Schwede, der in diesem Jahr beim Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) im Audi den Titel geholt hat, setzte sich allerdings erst nach einem "shoot out" durch. Schumacher unterlag im ersten Duell im Tourenwagen dem Spezialisten deutlich, drehte aber danach im Buggy den Spieß um. Den entscheidenden dritten Durchgang erneut im Tourenwagen entschied Ekström zu seinen Gunsten. "Ich habe mich im Buggy wohler gefühlt. Ich muss die Räder sehen. In anderen Autos bin ich nicht so schnell", sagte Schumacher. Vettel war bereits in der ersten Runde am finnischen McLaren-Mercedes-Neuzugang Heikki Kovalainen gescheitert.

Finalsieg gegen Finnland

Zuvor hatte Deutschland im Nationencup Finnland 2:1 bezwungen. "Es waren zwar kein Ball und keine Tore da, aber Wembley scheint für Deutschland ein guter Platz zu sein", sagte Schumacher in Anspielung auf die deutschen Erfolge in der weltberühmten Arena. Vettel jubelte: "Ich bin total glücklich, dass ich mit Michael diesen Erfolg feiern darf."

Schumacher kassierte dabei über vier Runden in einem Fiat Grande Punto Super 2000 eine klare Niederlage gegen Kovalainen. Er hatte am Start den Motor abgewürgt. "So was kann passieren", entschuldigte sich Schumacher. Er habe dann auf den auf der gegenüberliegenden Seite losgefahrenen Kovalainen gewartet, um den Fans ein spannenden Zweikampf zu bieten. Jungspund Vettel glückte ebenfalls in einem Rallye-Auto Ford Focus WRC überraschend ein knapper Sieg gegen den zweimaligen Rallye-Weltmeister Marcus Grönholm.

Lob für Vettel

Im entscheidenden dritten Lauf in Buggy-Einsitzern behielt der 20-Jährige die Nerven und schlug auch Kovalainen. "Ich kenne Sebastian von klein auf und weiß, dass er ein Super-Talent ist", sagte Schumacher über Vettel. Für Schumacher gab es indes ein großes Lob vom Präsidenten des Internationalen Automobil-Verbandes FIA. "Es ist besonders mutig, dass er sich als Ruheständler den aktiven Rennfahrern stellt", sagte Max Mosley.

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