Rallye Deutschland

Sensation durch Duval

Foto: McKlein 50 Bilder

Nicht der als haushoher Favorit geltende Sébastien Loeb, sondern ein fast schon abgeschriebener Belgier führt nach dem ersten Tag (17.8.) bei der Deutschland-Rallye.

Francois Duval, der einen zwei Jahre alten Citroen Xsara fährt, hat nach sechs von 19 Wertungsprüfungen 1,3 Sekunden Vorsprung auf seinem Markengefährten, Weltmeister Loeb im C4 WRC. Auf Platz drei rangiert Tabellenführer Marcus Grönholm. Der Finne im Ford hat 17,4 Sekunden Rückstand und damit durchaus noch Chancen auf den Sieg. Auf Rang vier liegt Mikko Hirvonen (Ford) vor einem weiteren Citroen-Xsara, gefahren vom Finnen Toni Gardemeister. Überraschend auf Rang sechs platzierte sich der Tscheche Jan Kopecky im Skoda Fabia.

Subaru erneut mit Rückstand

Kein Glück hatte erneut Subaru: Der beste der Impreza-Truppe, der Spanier Xavier Pons, findet sich lediglich auf Platz sieben wieder. Petter Solberg fiel mit Lenkungsproblemen auf Platz neun zurück. Chris Atkinson verlor nach einem harmlosen Ausrutscher acht Minuten in einem Straßengraben. Der Australier ließ aber durch eine Bestzeit in der letzten Prüfung des Tages aufhorchen.

Neben den Subaru hatte auch Dani Sordo Pech. Der Spanier schied auf der letzten Wertungsprüfung des Tages mit einem Motorschaden aus. Der Teamkollege von Sebastian Loeb kann Grönhölm somit keine wertvollen Punkte mehr klauen.

Die Verteilung der Bestzeiten zeigt, dass sich Weltmeister Loeb in diesem Jahr bei seiner Parade-Rallye unter Druck steht. Der Franzose, der in Deutschland zwischen 2002 und 2006 fünfmal in Folge gewann, fuhr am Freitag zweimal die schnellste Zeit. Ebenfalls zwei Bestzeiten gelangen Duval, je einmal tauchten Hirvonen und Atkinson ganz oben auf der Zeitenliste auf.

Rückkehr nach achtmonatiger WRC-Pause

Überraschungsmann Duval kam erst in letzter Sekunde zu dem WM-Einsatz auf den Prüfungen rund um Trier. Der 27-Jährige mietete den betagten Xsara beim Kronos-Team. Die Rechnung wurde angeblich vom belgischen Automobilverband beglichen. Duvals Xsara verfügt über aktive Differenziale an Vorder- und Hinterachse, laut Aussage seiner Gegner ein kleiner technischer Vorteil. Die WM-Stammfahrer hingegen müssen seit eineinhalb Jahren mit mechanischen Diffs vorlieb nehmen.

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