Rallye Dresden-Dakar-Banjul

Über den Atlas

Foto: Breitengrad e.V.

Nach der Verschnaufpause in Marrakesch überquert die verrückteste Rallye des Jahres auf übelstem Geläuf das Atlas-Gebirge. Mit einem Aufhängungsbruch und einem Plattfuß kommt das Starterfeld jedoch glimpflich davon.

Zwei Routen in Richtung Agadir standen zur Wahl: Einmal die Küstenstraße über den westlichen Ausläufer des Atlas oder – für die Unerschrockenen – die von französischen Fremdenlegionären in den Fels gehauene Serpentinenstraße am 4.167 Meter hohen Toubkal vorbei – auf üblem Schotter, versteht sich. Gerade haben die Teams die ersten Kamele gesehen, nun hat sie der Winter wieder. Auf 3.000 Metern erreichen sie die Schneegrenze. Nach der Passüberquerung bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Westsahara.

Dem Team „Die Lady mit den zwei Herren“ auf Mercedes platz ein Reifen und dem „Gastroteam der Festung Königstein“ bricht beim Befahren der engen abschüssigen Pisten trotz aller Vorsicht die Aufhängung, und der Bolide setzt auf hartem Felsgestein auf. Die Insassen erfasst ein leichtes Schaudern. Hunderte Meter tiefer liegen bereits Dutzende Autowracks.

100 Kilometer südlich von Agadir erreicht die Karawane nach 500 Kilometern ansonsten unbeschadet bei Tiznit wieder das Meer. Nach dem Mittelmeeraufenthalt baden die Teilnehmer nun im Atlantik.

auto motor und sport.de berichtet regelmäßig, wie sich die verrückteste Rallye des Jahres mit ihren Uraltgebrauchtwagen für einen guten Zweck durch Afrika kämpft.

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