Rallye Norwegen

Dreifachsieg für Ford

Foto: McKlein 42 Bilder

Sébastien Loeb und sein Citroën-Team erlebten beim dritten WM-Lauf (15.bis 18.2.) eine böse Schlappe. Der Weltmeister wurde nur 14., der Sieg ging an Ford-Fahrer Mikko Hirvonen.

Die angekündigte Revanche für die knappe Niederlage in Schweden geriet für Sébastien Loeb zur kompletten Pleite. Der Citroën-Star hatte nicht nur Mühe, dem Ford-Duo Mikko Hirvonen und Marcus Grönholm zu folgen, er leistete sich auf den 18 Wertungsprüfungen auch gleich zwei größere Ausrutscher und steckte insgesamt 18 Minuten in Schneewehen fest. Das Resultat war Rang 14 und keine Punkte, Loeb fiel in der WM-Wertung auf Platz drei zurück.

Die Tabellenführung übernahm Marcus Grönholm im Ford Focus, doch auch der in Schweden so dominante Vize-Weltmeister konnte sich nicht den ersten Norwegen-Sieg in der Rallye-WM-Geschichte sichern. Teamkollege Mikko Hirvonen und Beifahrer Jarmo Lehtinen landeten in Hamar einen Start-Zielsieg. Der 26-jährige Finne holte damit seinen zweiten WM-Sieg, doch er empfand ihn eher wie seinen ersten: "Auch wenn ich letztes Jahr in Australien gewonnen habe, hier habe ich vom ersten Meter an geführt und beide (Loeb und Grönholm) nach einem harten Kampf fair und klar geschlagen. So betrachte ich diese Rallye als meinen ersten richtigen WM-Sieg", sagte Hirvonen, der sich in der Tabelle auf Platz zwei schob.

Nur Bronze für Norwegen

Für die Lokalhelden gab es nur Bronze und den undankbaren vierten Rang. Petter Solberg haderte mit zu kurzen Spikes an seinen Reifen, er musste sich im Subaru am letzten Tag im Kampf um Rang drei geschlagen geben. Die Podiumsplatzierung blieb aber in der Familie, Bruder Henning nahm Rang drei im Stobart-Ford gern entgegen und schenkte Ford Sport-Chef Jost Capito damit den ersten Ford-Dreifachsieg seit 1979. Die Ford-Festspiele um die ehemalige Olympiastadt Hamar machte Jari-Matti Latvala mit Rang fünf komplett.

Auf  den engen Waldprüfungen machte vielen Fahrern heftiger Schneefall und sogar Nebel schwer zu schaffen. Außer Sébastien Loeb verloren auch ToniGardemeister, Xavier Pons, Manfred Stohl und Chris Atkinson alle Chancen auf Punkte durch Ausflüge in den Schnee.

Eine starke Vorstellung bot der erst 17-jährige Andreas Mikkelsen in seinem Vorjahres-Ford Focus. Er wurde am Ende Elfter.

Ergebnis Rallye Norwegen:

1.  Hirvonen/Lehtinen, Ford Focus:   3:28.17,0 h.
2.  Grönholm/Rautiainen, Ford Focus: + 9,5 s.
3.  H. Solberg/Menkerud, Ford Focus: + 3.44,6 min.
4.  P. Solberg/Mills: Subaru Impreza: +  4.01,1 min.
5.  Latvala/Anttila: Ford Focus: + 5.30,7 min.
6.  Galli/Bernacchini: Citroën Xsara: + 7.05,2 min.
7.  Carlsson/Giraudet: Citroën Xsara:  + 9.23,7 min.
8.  Kopecky/Schovanek, Skoda Fabia: + 11.49,9 min.

WM-Stand nach drei Läufen:

1.  Grönholm: 24 P.      
2.  Hirvonen: 20 P.              
3.  Loeb: 18 P.                      
4.  H. Solberg: 11 P.                    
5.  Sordo: 8 P.                     
6.  P. Solberg: 8 P.

Markenwertung:

1. Ford: 44 P.
2. Citroën: 28 P.
3. Stobart-Ford: 16 P.
4. Subaru: 15 P.
5. Kronos-Citroën: 14 P.   

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