Rallye Spanien

Loeb muss kämpfen

Foto: McKlein

Bei wechselhaften Bedingungen konnte Sebastien Loeb auf der letzten WP des ersten Tages der Rallye Catalunya die Führung übernehmen. Der Weltmeister liegt aktuell 11,3 Sekunden vor seinem Citroen-Teamkollegen Dani Sordo.

So hatte sich das Citroen-Sportchef Guy Frequelin sicher nicht gedacht. Anstatt sich zwischen Loeb und WM-Leader Marcus Grönholm zu schieben, stand der Spanier Dani Sordo nach der vierten WP plötzlich direkt vor seinem Teamkollegen an der Spitze. Doch auf der Schluss-WP rückte der Weltmeister das teaminterne Kräfteverhältnis wieder zurecht und ging mit 11,3 Sekunden in Führung. Hinter den beiden C4-Werksfahrern liegt Grönholm mit 50,6 Sekunden Rückstand abgeschlagen auf Rang drei.

Grönholm verpokert sich

Fast eine halbe Minute verlor Grönholm alleine auf den Wertungsprüfungen drei und vier zur Mitte des Tages. Der Finne erwartete feuchte Straßen, die sich zu seinem Entsetzen allerdings in staubtrockenem Zustand befanden. Mit zu stark nachgeschnitzten Gummis war Grönholm chancenlos: "Alles war zu weich - die Reifen, das Set-Up und sogar der Fahrer", gab Bosse in seiner gewohnt trockenen Art zu Protokoll.

Bei leicht feuchten Pisten am Morgen konnte Grönholm noch mit den beiden Citroen mithalten, die erste WP sogar gewinnen. Nach dem Zeitverlust zur Mittagszeit pokerte Grönholm mit einem reinen Trocken-Set-Up für den Nachmittag. Auf WP 5 zahlte sich das Risiko noch aus und er holte zehn Sekunden auf die Citroen auf. Doch auf der Schluss-WP machte ihm das Wetter erneut einen Strich durch die Rechnung und der Finne verlor im strömenden Regen 33,8 Sekunden.

Ford chancenlos im Regen

Damit kann Grönholm den Rallye-Sieg schon so gut wie abschreiben. Auch für seinen Teamkollegen Mikko Hivonen lief es nicht gut. Mit einer ähnlichen Reifentaktik wie Grönholm konnte der Focus-Pilot die fünfte Etappe zwar gewinnen, liegt nach dem Ford-Desaster zum Ende des Tages allerdings noch 2,6 Sekunden hinter seinem Teamkollegen auf Rang vier.

Hinter dem Ford-Duo liegt Asphalt-Spezialist Francois Duval im Xsara aussichtslos mit fast anderthalb Minuten Rückstand auf Rang fünf. Auch für Subaru lief es alles anderes als nach Plan. Mit den Plätzen sechs und acht liegen Petter Solberg und Chris Atkinson zwar aktuell in den Punkten. Mit Abständen von 1:35 Minuten und 2:20 Minuten auf die Spitze ist man allerdings zu weit von den anderen Werksteams entfernt.

Stohl mit Glück im Unglück

Spektakulär verabschiedete sich das österreichische Duo Manfred Stohl und Ilka Minor. Der Xsara-Pilot rutschte auf dem dreckigen Asphalt der dritten WP aus und verabschiedete sich mit mehreren Überschlägen in einen fünf Meter tiefen Graben. Stohl und Minor blieben glücklicherweise unverletzt.

Zeitentabelle nach Tag 1:

1. Sebastien Loeb - 1:22:16.5
2. Dani Sordo + 11.3
3. Marcus Grönholm + 50.6
4. Mikko Hirvonen + 53.2
5. Francois Duval + 1:25.8
6. Petter Solberg + 1:35.4
7. Jari Matti Latvala + 2:09.2
8. Chris Atkinson + 2:20.2
9. Xavier Pons + 3:18.3
10. Henning Solberg + 5:43.3

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