Renault

Investition in die Zukunft

Foto: dpa

Das amtierende Weltmeisterteam hat nach dem Abgang von Fernando Alonso viel Boden auf die Konkurrenz verloren. Jetzt will Renault durch Verbesserungen vor allem in puncto Aerodynamik den Abstand nach oben wieder verringern.

Der Titelverteidiger ist angeschlagen. Nach der Saison 2006, dem erfolgreichsten Jahr in der Renault-F1-Geschichte, ist man aktuell nur noch die vierte Kraft. Und der Abstand zu BMW will einfach nicht geringer werden. Um langfristig wieder an die Spitze zurückzukehren greifen die Franzosen nun tief in die Tasche: 50 Millionen US-Dollar investiert Renault in ein neues Technologie-Programm.

Neues Aerodynamik-Zentrum

Die Pläne beinhalten auch den Bau eines sogenannten CFD-Zentrums im englischen Enstone. CFD steht für "Computational Fluid Dynamics", also die Entwicklung von Aerodynamikteilen am Computer. Dass die Franzosen auf diesem Gebiet momentan Probleme haben, zeigt die aktuelle Saison. Mehr als einmal wurden wichtige Karosserieteile am R27 gewechselt.

Zu den Rennen in Bahrain und Barcelona gab es jeweils neue Heckflügel, in Monte Carlo fuhr Renault mit einem neuen Frontflügel und in Magny-Cours kam ein modifizierter Unterboden zum ersten Renneinsatz. Große Verbesserungen in den Rundenzeiten und den Ergebnissen blieben allerdings aus. 

Erste leichte Fortschritte

Zum Rennen am Nürburgring wurde deshalb ein neuer Frontflügel präsentiert. Eigentlich sollte die Nase erst nach ausgiebigen Tests am Hungaroring montiert werden. Die schwachen Ergebnisse zwangen die Briattore-Truppe aber wohl zur Eile. Das nach unten gezogene Mittelteil des neuen Flügels ist breiter als beim Vorgänger, was für mehr Abtrieb an der Vorderachse sorgt. Damit erhält Renault mehr Spielraum bei der Gewichtsverteilung, kann nun mehr Last nach vorne verlagern.

Schon im Training zum Grand Prix von Europa zeigten sich erste Fortschritte als Renault immerhin in die Nähe der BMW-Zeiten kam. Im Rennen verhinderten allerdings stark abbauende Reifen einen echten Zweikampf mit der bayrischen Konkurrenz. Nach den Tests in Jerez sollte Renault aber wissen, wie sich der Flügel auf die Distanz auswirkt. Beim Grand Prix in Ungarn (5.8.) muss nun endlich auch das Ergebnis stimmen.

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