Saison 2008

Änderungen im Reifenreglement?

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Seit Saisonstart müssen alle Formel 1-Teams zwei unterschiedliche Reifen pro Rennen einsetzen. Nach Überlegungen einiger Teams soll die Härtedifferenz der beiden Pflicht-Gummis im kommenden Jahr noch stärker auseinandergehen.

Formel 1-Reifenlieferant Bridgestone liefert zu jedem Rennen zwei verschiedene Trockenpneus. Die Teams erhalten eine härtere Mischung und eine etwas weichere. Im Angebot waren bislang "super soft", "soft", "medium" und "hart". Da die beiden zum Rennen gelieferten Härtegrade direkt beieinander liegen, hat der etwas schlechtere Reifen je nach Strecke nur geringe Nachteile gegenüber dem Besseren.

Zusätzliches taktisches Element

Einige Teams haben jetzt bei Bridgestone angefragt, ob es nicht möglich sei, die beiden Härtegrade noch eine Stufe weiter zu spreizen. Statt wie bisher "soft" und "medium" müssten die Fahrer in Zukunft zum Beispiel mit "soft" und "hart" zurechtkommen. Die Vorteile einer solchen Regelung liegen auf der Hand. Neben einem guten Reifen gebe es künftig auch immer eine deutlich schlechtere Mischung. Somit entstünde ein zusätzliches taktisches Element, was die Rennen zumindest aus Sicht der Fans spannender machen könnte.

Die Teams müssten sich dann noch genauer überlegen, wann und für wie lange sie den langsameren Reifen einsetzen. Der schlechtere Gummi würde einen größeren Zeitverlust pro Runde als bisher bedeuten, was im Idealfall sogar zu Überholmanövern auf der Strecke führen könnte.

Zusatzkosten für Bridgestone

Für Bridgestone-Entwicklungschef Kees van de Grint ist die Idee allerdings nicht so einfach umsetzbar. "Wenn es so kommen würde, dass eine weitere Spreizung beschlossen wird, dann müssten wir uns etwas einfallen lassen. Das könnte zum Beispiel eine fünfte Mischung sein." Ein zusätzlicher Härtegrad würde für den japanischen Reifenlieferant allerdings wieder mit zusätzlichen Kosten verbunden sein.

Die FIA hat zu der Diskussion bislang noch nicht geäußert. Ins Gespräch gebracht wurde das Thema vor allem von den kleineren Teams. Sie erhoffen sich mit größeren Reifenunterschieden mehr taktische Möglichkeiten. Die Topteams wollen da nicht so einfach mitspielen. Sie würden am liebsten nur noch ein Reifenmischung im Qualifying und im Rennen einsetzen. Für Bridgestone wäre das aber auch keine optimale Lösung. Sie müssten viele Reifen an die Rennstrecke bringen, die am Ende gar nicht benutzt werden.

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