Schumi

"Titel-Verlust wäre Überraschung"

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Formel-1-Rentner Michael Schumacher glaubt nicht an den WM-Titel-Verlust seines Ferrari-Nachfolgers Kimi Räikkönen vor Gericht.

"Ich wäre sehr überrascht, wenn er ihn verlieren würde. Ich habe gehört, dass Max Mosley bereits gesagt hat, dass es keine Notwendigkeit gibt, die Klassifikation zu verändern, selbst wenn man ein paar Autos disqualifiziert", erklärte der Rekordweltmeister während seiner Testfahrten für das Ferrari-Team in Barcelona.

Entscheidung am Freitag

Ob der gewöhnlich gut informierte Schumacher Recht hat, wird sich wohl erst an diesem Freitag zeigen: Einen Tag nach der Sportgerichtsverhandlung in London vor dem Berufungsgericht wegen der "Benzin-Affäre von Brasilien" will der Automobil-Weltverband FIA das Urteil in schriftlicher Form veröffentlichen.

Die letzte Runde im Titelkampf einer von zahlreichen Skandalen und Affären gekennzeichneten Saison begann am Donnerstag in der Londoner Basinghall Street sehr zäh. Vor den vier Sportrichtern stellte der Anwalt von McLaren-Mercedes, Ian Mill, ausführlich dar, warum die Berufung sowohl zulässig als auch begründet sei.

McLaren will Klarheit

Die zu kalte Benzintemperatur sei ein klarer Regelverstoß gewesen, die der Technische Delegierte der FIA, Jo Bauer, unbestritten festgestellt habe. "Es darf keine Unsicherheit geben. Alle Teams müssen stets demonstrieren, dass sie sich an die Regeln halten", sagte Mill. Die Folge von Regelverstößen sei in allen Präzedenzfällen Disqualifikation und Annullierung der Punkte sowohl für Fahrer wie Teams gewesen.

In Sao Paulo war im Williams des Wiesbadeners Nico Rosberg, der beim letzten Grand Prix des Jahres Vierter geworden war, und den hinter ihm auf den Plätzen fünf und sechs rangierenden BMW-Sauber mit dem Polen Robert Kubica und dem Mönchengladbacher Nick Heidfeld zu kaltes Benzin gemessen worden. Wegen möglicher Mess-Schwankungen hatten die Rennkommissare aber auf eine Strafe verzichtet. Dagegen hatte McLaren Einspruch eingelegt.

Neuer Champion am Grünen Tisch?

Der in der WM-Wertung bis dahin führende Hamilton war in Brasilien Siebter geworden und hatte deshalb den Titel um zwei Zähler verpasst. Platz fünf hätte ihm gereicht, um als jüngster Fahrer und erster Neuling auf Anhieb Weltmeister zu werden. Bei einer nachträglichen Disqualifikation der drei vor ihm liegenden Fahrer könnte Hamilton nach vorn gesetzt werden und in der Gesamtwertung doch noch an dem Finnen Räikkönen vorbeiziehen. Doch auch bei einer nachträglichen Disqualifikation der betroffenen Fahrer ist es nicht zwingend, dass die restlichen Fahrer automatisch aufrücken. FIA-Präsident Max Mosely scheint solch ein Urteil zu favorisieren.

Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hatte im Vorfeld stets betont, dass es seinem Team nicht darum ginge, "den WM-Titel am Grünen Tisch zu gewinnen". Vielmehr gehe es "um die Klärung der Basis zur Einhaltung von eindeutigen Reglements und dies sei im Interesse aller Teams".

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