Schwarzes Jahr für Honda?

Foto: Daniel Reinhard 4 Bilder

Vom WM-Titel spricht beim Honda-Team zur Zeit niemand. Nach mäßigen Testergebnissen ruht die Hoffnung nun auf einem neuen Aerodynamik-Paket.

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Das Team BAR wartete acht Jahre auf den ersten GP-Sieg, der Motorenhersteller sieben. Nachdem dieser Knoten mit dem Erfolg Jenson Buttons im Regen von Budapest 2006 endlich geplatzt war, blies man in Japan 16 Jahre nach dem letzten Formel 1-Gewinn zur Titeljagd.

Doch nach den Tests in Valencia und Jerez ist es ruhig geworden. Glänzte das Team von Nick Fry im vergangenen Winter noch mit Bestzeiten, verstecken sich die bisher in tristem Schwarz lackierten Renner lediglich im Mittelfeld.

Jacky Eeckelaert: "Irreführende Ergebnisse"

Dass der neue RA107 ein Flop ist, weist das Team aber weit von sich. Chefingenieur Jacky Eeckelaert hält die Testergebnisse für wenig aussagekräftig: "Die Ergebnisse sind ein wenig irreführend. Wenn wir uns die Longruns einiger Konkurrenten ansehen, sind sie manchmal eine Sekunde schneller als wir, manchmal eine Sekunde langsamer", sagt Eeckelaert gegenüber "Autosport".

Der Belgier betont, Honda habe sich bei den vergangenen Tests nie auf eine schnelle Rundek onzentriert, man sei aber mit der Testarbeit voll im Plan.

Kritische Balance

Die Fahrer klagen beim neuen Chassis über eine unausgewogene Balance, resultierend aus den Vorjahresflügeln, die mit der Aerodynmik des neuenAutos nur bedingt harmonieren. Besserung ist in Sicht, in der zweiten Testwoche in Bahrain Ende Februar soll ein neues Aero-Paket fertig sein.

Das Problem: Es ist der letzte Test vor der neuen Saison. So bleiben Jenson Button und Rubens Barrichello nur drei Tage, um die endgültige Version des neuen Autos für den Saisonauftakt in Melbourne (18.3.) fit zu machen.


Schneller als Renault?


Abgesehen davon, darf sich das Team aus Brackley auch mit neuen Flügeln nicht in Sicherheit wiegen. Fast alle Topteams bringen vor dem ersten Rennen neue Leitwerkean die Rennstrecke.

Das Selbstvertrauen bei Honda ist groß genug, um sich vor Weltmeister Renault zu wähnen. Doch Jacky Eeckelaert räumt ein: "Wir sind nicht so schnell wie McLaren, Ferrari oder BMW."

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