Spionage-Affäre

Nur Coughlan wusste Bescheid

Foto: dpa 5 Bilder

In der Affäre um den ehemaligen Chefdesigner Mike Coughlan hat McLaren-Mercedes Medienberichte mit Nachdruck zurückgewiesen, wonach auch andere Teammitglieder von den geheimen Ferrari-Unterlagen gewusst haben sollen.

"Nach den eigenen Untersuchungen kann McLaren bestätigen, dass keine Ferrari-Unterlagen oder -Daten im Besitz eines anderen als der von Ferrari angeklagten Person waren oder sind", teilte das Team am Montag (16.7.) mit. Von der Tatsache, dass diese Person die Unterlagen bei sich zu Hause gehabt habe, habe kein anderes Teammitglied vor dem 3. Juli 2007 etwas gewusst.

Spekulationen über Mitwisser

Coughlan war zuvor in italienischen und britischen Medien zitiert worden, dass er die Unterlagen auch anderen Rennstall-Mitgliedern als McLaren-Manager Jonathan Neale gezeigt habe. "Jeder hat auf dieselbe Weise reagiert und mir gesagt, dass ich sie loswerden soll", wurde Coughlan, der die geheimen Informationen von Ex-Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney bekommen haben soll, am Montag (16.7.) in der britischen Zeitung "Daily Mail" zitiert. Öffentlich waren die Spionage- und Sabotage-Vorwürfe um Stepney und Coughlan am 3. Juli geworden.

Der Rennstall brachte seine Besorgnis "über die falschen Spekulationen" zum Ausdruck. Diese seien durch eine "ungenaue und irreführende Bezugnahme auf Inhalte vertrauliche Papiere" zu Stande gekommen.

Aufklärung am 26. Juli

Dabei handelt es sich um die Eidesstattliche Erklärung, die Stepney am Mittwoch bei einer außergerichtlichen Einigung in London Ferrari gegeben hatte. Der Chefmechaniker, der beim Großen Preis von Monaco zudem einen Sabotageversuch an beiden Ferraris mit Düngemittel begangen haben soll und dem eine mehrjährige Haftstrafe unter anderem wegen Industriespionage droht, soll Coughlan die Informationen übermittelt haben. In dessen Haus war ein 780 Seiten umfassendes Dossier gefunden worden.

McLaren erklärte zudem kategorisch, es seien keine Ferrari- Informationen zu irgendeinem Zeitpunkt in die Entwicklung des eigenen Rennwagens eingeflossen. Bei der Verhandlung vor dem World Council des Internationalen Automobilverbandes FIA am 26. Juli in Paris wolle das Team die Gelegenheit nutzen, um ein komplettes und akkurates Bild der Ereignisse wiederzugeben.

Neues Heft
Top Aktuell Mick Schumacher - Formel 3 - 2018 Race of Champions 2019 Schumi Jr. und Vettel bilden Team
Beliebte Artikel Spionage-Affäre Außergerichtliche Einigung Spionage-Fall Auch Honda involviert
Anzeige
Sportwagen Mercedes-AMG GT R PRO Mercedes-AMG GT R Pro (2019) Sonderserie mit Renn-Genen Mansory Lamborgini Aventador S Mansory tunt Aventador S Carbon so weit das Auge reicht
Allrad Ford Bronco Neuer Ford Bronco 2020 Bald Serie, aber nicht mehr Kult Subaru Crosstrek Hybrid (USA) Subaru Crosstrek Hybrid (2019) XV für die USA als Hybrid
Oldtimer & Youngtimer Mercedes 280 SE 3.5 Cabriolet W111 (1970) Wiesenthal Mercedes-Auktion Wiesenthal Familiensammlung unterm Hammer Porsche Carrera GT Werksrestaurierung Porsche Classic Carrera GT 13 Jahre alt, aber jetzt fabrikneu