Streckenbegehung

Fuji zu Fuß

Foto: dpa

Der letzte Grand Prix in Fuji fand vor 30 Jahren statt. Da waren die meisten der heutigen Fahrer noch nicht mal geboren. Deshalb ist die 4,563 Kilometer lange Strecke auch für alle 22 Piloten Neuland.

Ein paar Fahrer wie zum Beispiel Ralf Schumacher waren schon mal für ein paar Demonstrationsrunden da, "aber ich könnte nicht behaupten, dass ich jetzt einen Vorteil gegenüber meinen Kollegen hätte."

Laut Ralf Schumacher hat der Tag im Simulator mehr gebracht. Dank der guten Beziehungen von Williams zu seinem Motorenpartner Toyota durfte Ralf bei seinem Ex-Team in Grove den Fahrsimulator nutzen, der eine Art Super-Playstation ist. Auch Nico Rosberg spulte rund 50 Fuji-Runden im Williams-Simulator ab. "Da weißt du schon mal, wo du abbiegen und bremsen musst." Echte Runden im Auto seien aber durch nichts zu ersetzen. "Der Simulator verkürzt nur die Zeit des Kennlernens. Um aber die Referenzpunkte zum Bremsen und Einlenken zu lernen, die Bodenwellen und Randsteine abzuschätzen, musst du im Auto sitzen."

Schwieriger als erwartet

Sebastian Vettel umrundete den Kurs drei Mal - zu Fuss. "Zwei Runden bin ich gejoggt, eine langsam mit meinem Renningenieur gegangen." Sein Fazit: "Die Strecke ist schwieriger, als sie auf dem Zeichnungen aussieht. Mark Webber schließt sich der Meinung an. "Die schnellen Kurven 4 und 5 haben es in sich. Sie führen bergab und machen am Ausgang zu. Entscheidend werden die fünf langsamen Kurven am Ende der Runde sein. Da kannst du die meiste Zeit liegen lassen." Robert Kubica glaubt nach der ersten Streckenbesichtigung: "Es gibt zwei Überholmöglichkeiten. Eine am Ende der Zielgeraden, die andere vor Kurve 10."

Felipe Massa glaubte nach seinem 4,5 Kilometer-Marsch, "dass der Ferrari hier konkurrenzfähig sein wird". Da ist er optimistischer als seine Ingenieure. McLaren-Pilot Fernando Alonso ist von Natur aus Zweckpessimismus: "Ich bin nicht sicher, ob wir hier das bessere Auto haben werden. Ich bin nur sicher, dass Ferrari nicht mehr so überlegen sein wird wie in Spa."

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