Toro Rosso kämpft um WM-Punkt

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Es geht um eine siebenstellige Millionensumme. Das ist der Unterschied zwischen dem neunten und zehnten Platz in Bernie Ecclestones Auszahlungssystem. Für Teams wie Toro Rosso und Spyker ist das viel Geld. 

Deshalb könnte die 25-Sekunden-Strafe für Vitantonio Liuzzi beim GP Japan am vergangenen Wochenende seinen Rennstall Toro Rosso teuer zu stehen gekommen. Liuzzi gab durch die Zurückstufung den achten Platz und damit einen WM-Punkt an Spyker-Pilot Adrian Sutil ab. Spyker ist dadurch im Konstrukteurspokal an Toro Rosso vorbeigezogen.

Unklare Gelb-Situation

Anlass für die Strafe war ein Überholmanöver in der 65. Runde. Liuzzi hatte Sutil angeblich unter gelber Flagge überholt. ToroRosso hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt und Teamchef Franz Tost glaubt: "Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, müssen wir den Rekurs gewinnen." Die Berufung von Toro Rosso fußt auf vier Punkten:

1) Liuzzi hat Sutil reglementskonform überholt. Die gelbe Flagge wurde an Posten 17 nach einem Drittel der Zielgeraden gezeigt, weil dort der havarierte SuperAguri von Takuma Sato stand. Liuzzi überholte einen Kilometer später ausgangs der ersten Kurve bei Posten 3. Die Tatsache, dass dazwischen keine grüne Flagge gezeigt wurde, bedeutet nichts. "Dann hätte ja auf dem ganzen Rest der Runde keiner überholen dürfen", erklärte selbst ein Mitglied der FIA.

2) Das Team wurde während des Rennens nie von der Rennleitung über den Fehler informiert. Toro Rosso wurde 40 Minuten nach Rennende von Spyker verpfiffen.

3) Das GPS-System der Rennleitung zeigte eindeutig, dass bei Posten 3, wo das Überholmanöver stattfand, keine gelbe Flagge geschwenkt wurde.

4) Es kann nicht sein, dass der Fahrer dafür bestraft wird, wenn ein Streckenposten vergisst, die grüne Flagge zu zeigen.

Spyker feiert Party

Spyker setzte am Donnerstagabend um 17.30 Uhr eine Cocktailparty im Fahrerlager in Shanghai an, um den ersten WM-Punkt des Teams zu feiern. Toro Rosso-Chef Tost meinte grimmig: "Vielleicht feiern sie zu früh. Tost hofft, dass es am Wochenende erneut regnet. Dann könnte sich Sebastian Vettel für das Missgeschick von Fuji rehabilitieren. "Sebastian kann im Regen auch vom letzten Startplatz in die Punkte fahren. Er ist ein exzellenter Regenpilot", glaubt Tost. Vettel wird als Strafe für "eine vermeidbare Kollision mit Mark Webber in der Safety-Car-Phase" um zehn Startplätze zurückgestuft.

Der Regen wird bereits für das Training am Samstag erwartet. Für Sonntag ist der Wetterbericht noch schlimmer. "Unsere Prognosen sprechen von einem Taifun", erzählte Frank Williams. Wenn der Wirbelsturm nicht nördlich an Shanghai vorbeizieht, gibt es vielleicht gar kein Rennen. Mit Taifunen hat die Formel 1 Erfahrung. 2004 wurde das komplette Samstagsprogramm in Suzuka abgesagt, weil sich ein Taifun angekündigt hatte. Er zog dann im letzten Moment nach Tokio. Doch am Samstag bewegte sich in Suzuka kein Rad.

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