Toro Rosso

Sato und Buemi dürfen testen

Foto: dpa

Toro Rosso will sich in der Frage der Fahrerbesetzung nicht vor Oktober festlegen. Bis dahin erhalten verschiedene Kandidaten die Gelegenheit, sich bei Testfahrten für einen Platz im Cockpit zu empfehlen.

Toro Rosso präsentierte sich zuletzt in Valencia so stark wie noch nie. Sebastian Vettel zeigte eine überragende Leistung im Qualifying, beide Autos beendeten das Rennen in den Top-Ten, und das große Schwesterteam von Red Bull wurde deutlich auf Distanz gehalten. Trotzdem blicken die beiden Teamchefs Gerhard Berger und Franz Tost sorgenvoll in die Zukunft.

Einer oder zwei Neue?

Vettel wird nach der Saison zum A-Team aufsteigen und muss möglichst adäquat ersetzt werden. Ob auch Sebastien Bourdais seinen Platz räumen muss, steht noch nicht fest. Der Platz des viermaligen Champ-Car-Meisters ist keineswegs sicher. Seitdem der neue STR3 in Monaco sein Debüt feierte, sah der Franzose kein Land mehr im teaminternen Duell gegen Vettel. Das Team wird langsam ungeduldig.

Ob Bourdais 2009 eine zweite Saison bei Toro Rosso fahren darf, hängt auch davon ab, wie sich mögliche Ersatzkandidaten bei den kommenden Testfahrten anstellen. Die Teamleitung würde gerne mit einem erfahrenen Piloten und einem Nachwuchsmann an den Start gehen. Für die Testfahrten in Jerez nach dem Grand Prix-Wochenende in Monza haben die Verantwortlichen gleich zwei neue Piloten eingeladen.

Sato und Buemi erhalten Test-Chance

Wie das Team gegenüber auto motor und sport bestätigte, wird dabei auch der ehemalige Super Aguri-Pilot Takuma Sato eine Chance erhalten. Nach der Pleite seines ehemaligen Rennstalls befindet sich der Japaner momentan in Wartestellung. Für den 31-jährigen Piloten aus Tokio spricht der Faktor Erfahrung: Sato kann bereits 90 Grand Prix-Starts für drei verschiedene Formel 1-Teams vorweisen.

Davon ist der zweite Kandidat noch weit entfernt. Red Bull-Schützling Sebastian Buemi fährt mit 19 Jahren gerade seine zweite GP2-Saison und belegt dort aktuell den fünften Platz im Gesamtklassement. Dass sich die Teamverantwortlichen nicht scheuen, auf die Jugend zu setzen, bewiesen sie im vergangenen Jahr erfolgreich mit Sebastian Vettel. Genau wie Vettel stammt auch der Schweizer Buemi aus der Red Bull-Nachwuchsförderung.

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