Toyota präsentiert TF 108

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Toyota hat am Mittwochvormittag (10.1.) in seiner Teamzentrale in Köln-Marsdorf sein neues Formel 1-Fahrzeug vorgestellt.

Die Fahrer sind der Italiener Jarno Trulli, der in seine vierte Formel 1-Saison mit Toyota startet, sowie Teamneuling Timo Glock. Der 25 Jahre alte Odenwälder und GP2-Champion startet in seine erste volle Formel 1-Saison, nachdem er bereits 2004 vier Rennen absolviert hatte. Der Japaner Kamui Kobayashi, im Vorjahr Vierter in der Formel 3-Euroserie, dient als Testfahrer.

"War der letztjährige TF 107 noch eher eine Evolution des TF 106, haben wir mit unserem neuer TF 108 ein völlig neues Konzept verfolgt", meinte Toyota Technikchef Pascal Vasselon. Das neue Modell verfügt zum einen über einen längeren Radstand. "Die Entscheidung dazu fiel bereits im Dezember 2006", erläuterte Vasselon. "Die Nachteile eines längeren Radstands sind zwar ein Mehr an Gewicht und ein gewisser Verlust von Steifigkeit. Doch wenn man das Thema richtig angeht, wird man damit Erfolg haben." In der vergangenen Saison bauten beim Toyota die Reifen an der Hinterachse zu schnell ab. Dies soll der längere Radstand nun kompensieren.

Gänzlich neu ist das aerodynamische Konzept. Angefangen vom zweilagigen Frontflügel über die innerhalb der Frontaufhängung installierten Leitbleche , über die so genannten Bargeboards bis hin zum Seitenkasten wurden alle Elemente neu gestaltet. Der Rückspiegel bildet ein signifikantes Detail, da er oben am Vorflügel montiert ist. "Dies ist jedoch wirklich nur ein Detail", meint Chassischef Vasselon, "man muss das ganze Konzept im Blick haben. Unser Fokus lag nicht nur auf einer Optimierung der aerodynamischen Effizienz, sondern auch auf aerodynamischer Kontinuität und aerodynamischer Balance." Hier hatte Toyota bislang Defizite.

Zudem legte Vasselon Wert auf eine größere Steifigkeit - und dies obwohl das Auto reglementbedingt "rund fünf Kilogramm schwerer gebaut werden musste", wie Vasselon verrät. "Das Mehr an Gewicht kommt durch ein stärkeres Getriebe zustande, das nun vier Rennen lang halten muss. Sowohl die Innereien wie auch die das Gehäuse musste stärker dimensioniert werden, ebenso die Antriebswellen und weitere Details im Antriebsstrang", so Vasselon. Das Gewicht wurde an anderer Stelle wieder eingespart. "Auch dies war eines unserer Ziele: Mit weniger Gewicht eine bessere Steifigkeit erzielen."

Seine Jungfernfahrt erlebt der TF 108 am kommenden Sonntag (13.1.) im spanischen Jerez. "Aber bereits zum ersten Rennen in Melbourne Mitte März werden wir ein Aerodynamik-Update am Auto haben", verriet Vasselon.

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