Toyota

Trulli ist Glocks Problem

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Die Erfahrung, die bereits Ralf Schumacher in den vergangenen Jahren machen musste, macht nun auch Timo Glock: Jarno Trulli ist ein unangenehmer Teamkollege. Gegen den Italiener kann man eigentlich nur schlecht aussehen. 

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Trulli gilt in der Szene als schnell, aber dem Mann aus Pescara fehlt das Superstar-Gen. Eine Niederlage gegen Fernando Alonso ist erlaubt. Wer gegen Trulli verliert, muss sich immer rechtfertigen. Damit muss auch Timo Glock kämpfen. Die Bilanz von Glock gegen Trulli steht 2:7 im Training und 5:20 nach Punkten. "Jarno wird unterschätzt. Das haben mir auch seine Ex-Teamkollegen erzählt", sagt Glock.

Unorthodoxer Fahrstil

Trulli behauptet von sich selbst: "Ich fahre in der Form meines Lebens." Und Toyota-Berater Frank Dernie lobt: "Ich habe in meinen 32 Jahren Formel 1 selten einen mit einer derartigen Fahrzeugbeherrschung erlebt." Glocks Problem ist, dass die Charakteristik des Toyota TF108 besser zum unorthodoxen Fahrstil von Trulli passt. "Sein Fahrstil kaschiert bestimmte Schwächen des Autos", umschreibt Glock das Problem. 

Tendenziell untersteuert der Toyota. Trulli unterdrückt diese Tendenz durch ruckartiges Einlenken. Er stimmt das Auto so ab, dass dabei das Heck auf der Straße klebt, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Deshalb driften die Setups zwischen Trulli und Glock oft weit auseinander.

Unterschiedliche Flügelwahl

Manchmal nehmen sie sogar wie in Silverstone unterschiedliche Heckflügel. Trulli wählte das Modell "Monte Carlo" für maximalen Anpressdruck. Glock nahm sich die Magny-Cours-Variante aus dem Regal. Damit war er am Renntag im Regen zwangsläufig schlechter ausgerüstet. Der Grund für die unterschiedlichen Flügelkonfigurationen liegt nach Ansicht von Dernie auch in der Behandlung der Reifen. "Wenn Timo hinten mit weniger Abtrieb fährt, untersteuert das Auto weniger. Damit kann er das Körnen der Vorderreifen besser kontrollieren".

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