VLN 5 - Nürburgring-Nordschleife - 3. August 2019 Stefan Baldauf
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VLN 2019, Ergebnis 5. Lauf

Mercedes-Doppelsieg für Black Falcon

Mit gleich zwei Autos aus dem Team Black Falcon sicherte sich Mercedes einen Doppelsieg im 6h-Rennen. Engel/Assenheimer kreuzten als Erste die Ziellinie. Phoenix komplettiert das Podium mit dem Audi R8 LMS.

Mercedes drückte dem VLN-Saisonhöhepunkt einen Stempel auf. Genauer gesagt das Team Black Falcon. Mit zwei Mercedes-AMG GT3 holte man sich einen Doppelsieg im Rowe 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen. Patrick Assenheimer und Maro Engel kamen nach 40 Runden und sechs Stunden als Erste mit 35,804 Sekunden Vorsprung vor den Teamkollegen Adam Christodoulou, Hubert Haupt und Luca Stolz ins Ziel.

Assenheimer holt zweiten Sieg in Folge

Für Assenheimer war es der zweite VLN-Sieg in Folge, zuletzt triumphierte er beim vierten VLN-Lauf mit Manuel Metzger. Der dritte Rang ging an Vincent Kolb und Frank Stippler im Audi R8 LMS von Phoenix Racing, der dieses Mal mit Michelin-Reifen statt wie bisher Dunlop am Start war.

Das Rennen startete bei nassen Bedingungen, nach drei Runden trocknete es ab und die meisten Teams wechselten auf Slicks. Engel setzte seine Pole-Position in eine Führung um und lieferte sich nach dem ersten Boxenhalt wilde Kämpfe mit Black Falcon-Teamkollege Christodoulou im Schwesterauto und Stippler im Phoenix-Audi.

Undercut bei Black Falcon

In Runde 10 trennte sich die Spreu vom Weizen. Während man mit der Startnummer 16 nach nur 7 Runden zum Service kam und damit einen Undercut versuchte, blieb Engel eine Runde länger draußen. „Da haben wir das Rennen verloren, weil ich nach Adams Stint auf meinen ersten beiden Runden danach in eine Code 60-Phase reinkam”, sagte Stolz. “Das hat über eine Minute gekostet.”

Zwar übernahm Stolz später die Führung und Haupt legte ebenfalls eine gute Vorstellung in Führung liegend hin, doch am Ende konnte die #6 von Engel und Assenheimer davon profitieren, dass man zuletzt stoppen musste und damit eine kürzere Standzeit hatte. Lediglich auf den letzten Meter wurde es noch einmal brenzlig für Engel. Im Bereich Tiergarten wurden gelbe Flaggen gezeigt, er fuhr an einem langsameren Fahrzeug vorbei, ließ sich aber sofort wieder zurückfallen.

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Stefan Baldauf
Johannes Scheid drehte eine Demorunde im 2009er BMW M3 GTR S.

Aufregung kurz vor Schluss

„Der andere hatte gebremst, links geblinkt und ist zur Seite gefahren. Da konnte ich nicht viel machen”, meinet Engel. “Ich habe dann auch wieder gebremst, um auf Nummer sicher zu gehen. Ich war nicht sicher, ob es kurz vor der gelben Flagge war oder nicht. Ich hatte aber den Eindruck, dass ich knapp vorher vorbeigefahren war.” Der Vorfall wurde anschließend auch nicht von den Sportkommissaren untersucht.

Dem Phoenix-Audi fehlte es am Ende an Speed, obwohl man auf der Döttinger Höhe immer wieder Überholmanöver zum Besten gab. Mit dem privat eingesetzten R8 LMS #5 war man zum ersten Mal mit Michelin-Bereifung unterwegs.

Rowe schrammt am Podium vorbei

Auf dem vierten Platz beendete die Startnummer 99 von Rowe Racing (Catsburg/Eng) das Rennen, bei dem man Titelsponsor ist. Im Gegensatz zur Konkurrenz war man mit den Drying-Wet-Reifen von Michelin und nicht mit Regenreifen losgefahren und stoppte daher eine Runde später. Zwischenzeitlich versuchte man mit einem Fünf-Runden-Stint Track Position zu gewinnen, die Taktik ging aber nicht ganz auf. Am Ende kam noch eine Strafe von 35 Sekunden wegen Überholen bei Gelb dazu, die aber nichts an der Platzierung änderte.

Direkt dahinter folgte der Walkenhorst-BMW (Krognes/Pittard/Fannin). Im Gegensatz zur Performance vor dem 24h-Rennen konnte man auch mit den Yokohama-Slicks nicht ganz mithalten. Der Falken-Porsche (Bachler/Ragginger) und der Falken-BMW (Dusseldorp/Klingmann) nahmen die Ränge sechs und sieben ein. Auf Platz acht folgt mit dem Phoenix-Audi R8 #9 (Moller-Madsen/Jans/Beretta) das beste Pro-Am Auto vor dem GetSpeed-Mercedes (Shoffner/Hill/Schiller) und dem Lamborghini Huracan von Schmidtmann/Hammel/Perera.

Für großen Jubel schon vor dem Start sorgte Johannes Scheid. Er drehte in der 2009er Eifelblitz-Version eine Demorunde. „Das war herrlich“, meinte der VLN-Kultpilot.

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