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Ergebnis VLN, 4. Lauf

Zweiter Streich für Frikadelli - unter Vorbehalt

VLN 4 - Nürburgring - 7. Juli 2018 Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink 75 Bilder

Zum zweiten Mal hintereinander sicherte sich Frikadelli mit dem Porsche 911 GT3 R den Sieg vor den beiden Ferrari 488 GT3 vom Team Wochenspiegel Monschau. Es steht aber noch eine Untersuchung der Sportkommissare aus.

07.07.2018 Bianca Leppert Powered by

Beim Buletten-Team läuft es derzeit wie geschmiert. Nach drei Jahren Durststrecke hat die Mannschaft rund um Klaus Abbelen nun schon zum zweiten Mal hintereinander den Gesamtsieg eingefahren. Lance-David Arnold jubelte innerhalb von zwei Wochen doppelt auf dem Podium. Dieses Mal war aber nicht Felipe Fernandez Laser an seiner Seite, sondern Norbert Siedler, der sein Comeback mit dem Team nach dem 24h-Rennen feierte und bereits seit mehreren Jahren zur Stammbesetzung gehört, aber noch nie ganz oben mit Frikadelli auf dem Treppchen stehen durfte.

Frikadelli-Sieg unter Vorbehalt

Allerdings ist das Ergebnis noch nicht in Stein gemeißelt. Die Sportkommissare untersuchen noch einen Vorfall, bei dem der Frikadelli Porsche 911 GT3 R und weitere Autos auf der Döttinger Höhe an einem unter Gelb fahrenden langsamen Pulk vorbeizogen. „Die Sportkommissare des DMSB werden die Geschehnisse, bei denen auch Fahrzeuge aus der Spitzengruppe involviert waren, aufarbeiten und das Resultat erst dann finalisieren“, sagt Michael Bork, Leiter Sport der VLN.

„Heute hat definitiv alles gepasst”, meinte Siedler. “Das Auto war super, das Team super und es ist toll, dass wir nun auch den zweiten Sieg bestätigen konnten.” Teamkollege Arnold ergänzt: „Wir haben einen Weg gefunden, das Auto konstant zu bewegen. Unsere Stärke ist, dass der Reifen nicht wegbricht, wir können von Runde 1 bis 8 fast den gleichen Speed gehen. Das ist der Schlüssel momentan.”

Der Frikadelli-Porsche mit der Nummer #31 drückte dem Rennen über vier Stunden den Stempel auf. Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt wirklich in Gefahr. Die Basis schuf man mit der Pole-Position, die man sich mit einer Rundenzeit von 7.56,644 Minuten sicherte.

Vater-Sohn-Gespanne bei Wochenspiegel

Auf den Plätzen zwei und drei jubelte die Besatzung der beiden Wochenspiegel-Ferrari, die in ganz besonderer Konstellation antraten. Christian Menzel und sein Sohn Nico kamen gemeinsam mit Leonhard Weiss, dem Sohn von Georg, 1.29,174 Minuten hinter dem Frikadelli-Porsche ins Ziel. Vater Weiss folgte dahinter mit seinen Stammkollegen Oliver Kainz und Jochen Krumbach, der sich im Training noch einen kleinen Ausrutscher erlaubte und die Rinaldi-Mechaniker eifrig schrauben ließ.

Christian Menzel, der unter anderem Sohn Nico und Leonhard Weiss mit seiner Erfahrung and er Seite stand, meinte: “Die Coaching-Arbeit hat sich ausgezahlt. Leonhard hat sich wirklich mega gesteigert. Ich habe die meiste Zeit die Jungs fahren lassen. Die ganze Mannschaft war gut. Überhaupt fand ich die letzten beiden Rennen unheimlich schön. Wir hatten keine Werksteams dabei, sind unter uns. Hier herrscht eine ganz andere Stimmung und die ist gut. Es wäre schön, wenn es immer so wäre.”

Hirschi verliert Nordschleifen-Permit

Der Kampf um Platz vier war enorm spannend. Der Phoenix-Audi R8 und der zweite Frikadelli-Porsche mit der Startnummer #30 (Laser/Schmitz/Abbelen) gaben sich Saures. Zunächst presste sich Felipe Fernandez Laser neun Minuten vor Schluss auf der Grand-Prix-Strecke mit zwei Rädern auf dem Grünstreifen am R8 vorbei, doch in der letzten Runde holten sich Frank Stippler/Vincent Kolb die Position wieder zurück und kamen gerade mal mit 0,130 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Der sechste Rang ging an den AutoArena-Mercedes von Christian Hohenadel und Patrick Assenheimer vor dem Renault R.S.01 von Hammel/Schmidtmann. Walkenhorst Motorsport beendet den verkorksten Tag mit Rang acht für Rudi Adams/Andreas Ziegler/David Pittard auf dem BMW M6 GT3 noch versöhnlich. Das Schwesterauto erzielte mit Jonathan Hirschi im Training zwar den zweiten Platz, die Zeit von 7.58,878 Minuten fuhr Hirschi aber während einer Gelbphase auf der Strecke. Dem Schweizer wurde mit sofortiger Wirkung die Nordschleifen-Permit entzogen, der BMW mit der Startnummer #35 musste nachstarten und bekam eine Strafe von 180 Sekunden. Damit handelten die Sportkommissare des DMSB anders als beim 24h-Rennen, wo immer das komplette Auto disqualifiziert wurde. Offenbar wird das Prozedere nach viel Kritik momentan überdacht.

100. Klassensieg für Ralf Schall

Als Neunte wurden Böckmann/Jans/Gerhard im GetSpeed-Porsche 911 GT3 R abgewinkt. Sie landeten damit vor ihren Teamkollegen aus der Cup-Klasse (Hamprecht/Lauck/Schiller), die den Gesamtsieg in der Klasse einfuhren, jedoch ein hartes Duell mit dem Mühlner-Porsche vortrugen. Auf der Döttinger Höhe stupste der GetSpeed-Porsche das Heck des Mühlner-Autos an (Hoppe/Kranz/Scheerbarth) und schob sich später vorbei.

Ein ganz besonderes Jubiläum feierte Ralf Schall, der mit Christopher Gerhard und seinem Porsche 997 GT3 Cup in der H4 seinen 100. Klassensieg in der VLN feierte und auf Gesamtrang zwölf einlief. Die Meisterschaftsführung haben nun Daniel Zils, Christian Konnerth und Norbert Fischer dank ihres Klassensiegs in der V5 inne.

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