Ergebnis VLN, 5. Lauf

Black Falcon gewinnt vor Rowe und Falken

VLN 5 - Nürburgring - 18. August 2018 Foto: Stefan Baldauf 73 Bilder

Black Falcon (Metzger/Piana/Christodoulou/Haupt) sicherte sich den Sieg im ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen mit dem Mercedes AMG GT3 vor den beiden BMW M6 GT3 von Rowe Racing und Falken.

Irgendwie will es einfach nicht klappen: Es stand ganz oben auf der Agenda von Rowe Racing, doch den Sieg beim Saisonhighlight, dem ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, das den eigenen Namen trägt, verpasste man nach mehreren Anläufen erneut. Dabei war viel Pech im Spiel. Den Jubel über den Triumph musste man anderen überlassen. Black Falcon setzte sich mit Manuel Metzger, Gabriele Piana, Adam Christodoulou und Hubert Haupt gegen die Rowe-Mannschaft durch, die die beiden 24h-Spa-Sieger Philipp Eng und Tom Blomqvist aufzubieten hatte, aber wegen eines Reifenschadens strauchelten.

Rowe Racing mit Reifenschaden

Mit der Pole-Position legte Black Falcon bereits den Grundstein zum Erfolg. Adam Christodolou stellte mit 7:55.723 Minuten seinen persönlichen Rekord auf der Nordschleife auf. „Das Auto war unglaublich”, sagte er. Am Start setzte sich der Brite etwas ab und überließ die Kabbeleien dahinter dem Rowe-BMW und dem Wochenspiegel-Ferrari (Krumbach/Weiss/Kainz) sowie den beiden Falken-Autos. Rowe-Pilot Phillipp Eng genoss bei seiner Attacke auf den Black Falcon-Mercedes jeden Kilometer. “Es macht mir extrem viel Spaß hier zu fahren”, sagte der Österreicher. „Die ersten paar Runden kamen mir schon etwas flott vor. Adam ist wohl genauso um sein Leben gefahren wie ich. Ich habe in keiner meiner Wohnungen bisher so viel Zeit verbracht wie im M6.”

VLN 5 - Nürburgring - 18. August 2018 Foto: Stefan Baldauf
Bei Rowe Racing brachte ein Reifenschaden hinten rechts alles durcheinander.

Während Rowe mit dem zweiten Stopp, den man eine Runde früher als Black Falcon absolvierte, zunächst versuchte, etwas antizyklisch zur Konkurrenz zu fahren, war drei Runden später jeglicher Strategie-Kniff Makulatur. Blomqvist verlor bereits beim Einbiegen auf die Nordschleife Druck im hinteren rechten Reifen. Auf der Döttinger Höhe gab der Michelin-Pneu komplett nach. “Das hat uns ungefähr 45 Sekunden auf der Strecke und über eine Minute in der Box gekostet”, schätzte Blomqvist.

Black Falcon mit Stabi-Problem

Durch diesen Zwischenfall kam man aus dem eigentlichen Boxenstopp-Rhythmus, der sonst ähnlich wie der der Startnummer 6 von Black Falcon ausgesehen hätte. Am Ende musste man noch einen zusätzlichen Stopp in Runde 39 einlegen, um es über die gesamte Distanz von 42 Runden zu schaffen. Ohne diesen hätte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen werden können.

Obwohl alles ziemlich problemlos aussah, hatte aber auch der Mercedes mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Stabi war gebrochen, was für Untersteuern über das gesamte Rennen sorgte. Trotzdem schaffte es das Trio mit 1.53,266 Minuten Vorsprung vor dem Rowe-BMW ins Ziel. „Es war nicht einfach, aber wir hatten Glück mit dem Reifenschaden von Rowe”, so Christodoulou. “Das hat es uns erlaubt, uns etwas zu entspannen.”

Falken freut sich über gutes Doppel

Der dritte Rang ging an den Falken-BMW von Alex Imperatori und Stef Dusseldorp. Am Ende holte man noch einmal 13 Sekunden auf den Rowe-BMW auf, doch es stellte sich heraus, dass die Konkurrenz kein Problem hatte, sondern nur mehr auf Sicherheit fuhr. Wie immer testete der Reifenhersteller bereits neue Reifenvarianten in Vorbereitung für das nächstjährige 24h-Rennen. „Das hat uns keine Konstanz über den Stint gekostet, aber hier und da mal ein bis zwei Sekunden, wenn wir etwas ausprobiert haben. Aber das 24h-Rennen ist schließlich das große Ziel”, sagte Imperatori.

Das Schwesterauto, der Porsche 911 GT3 R von Sven Müller und Dirk Werner, komplettierte das gute Ergebnis für das Team mit Platz vier. Dahinter reihten sich Kern/Klohs/Ragginger im Porsche von Manthey Racing, der Wochenspiegel-Ferrari und der BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport ein. Für Frikadelli (Müller/Siedler/Arnold) blieb dieses Mal nur der achte Rang, nachdem man bereits wegen eines Gelbvergehens aus der Boxengasse starten musste. Platz neun sicherte sich das beste SP7-Auto von Alzen Automotive mit Hamprecht/Stursberg vor dem Cup2-Porsche von Hoppe/Kranz/Scheerbarth.

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Fabian Vettel, jüngerer Bruder von Sebastian, gab sein Nordschleifen-Debüt.

Vettel gibt Nordschleifen-Debüt

Die neue Generation des Porsche 911 GT3 R mit Seefried/Kern/Makowiecki am Steuer absolvierte wie geplant einen Testeinsatz in der SP-X-Klasse und befand sich deshalb auch immer wieder für längere Zeit in der Box. Damit war der von Manthey eingesetzte Elfer nicht in der Spitzengruppe involviert. Das Nordschleifen-Debüt von Fabian Vettel, der gemeinsam mit Georg Bellof und André Duve in einem BMW M235i Racing Cup am Start war, wurde aufgrund eines Unfalls bei dem Teamkollege Duvé im Auto saß, vorzeitig beendet.

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