Vorschau GP Australien

Die große Spannung

Foto: dpa

Bei jedem Saisonbeginn steigt die Spannung ins Unerträgliche, aber im Jahr eins nach Schumacher ist die Lage vor dem Rennen in Melbourne (18.3.) noch aufregender. Noch nie in der Formel 1-Geschichte lag das Feld so dicht beisammen.

Bei den letzten Tests in Bahrain lagen 17 Autos innerhalb von zweieinhalb Sekunden. Selbst Formel 1-Zwerge wie Toro Rosso oder SuperAguri sind dank des neuen Drehzahllimits und der Einheitsreifen in der Lage, Schwächen der Großen gnadenlos auszunutzen.

Nach ewigen Spekulationen und Einschätzungen des Kräfteverhältnisses kommt die Formel 1 mehrheitlich zu dem Schluss, dass Ferrari und McLaren-Mercedes die großen Saisonfavoriten sind. Renault backt erst einmal kleine Brötchen: "Wir sind sicher nicht in der Situation, in der wir im letzten Jahr waren", erinnert sich Chefingenieur Pat Symonds an den klaren Sieg von Fernando Alonso.

Nick Heidfeld: "Wollen aufs Treppchen"

BMW gilt unter den Werksteams als Geheimfavorit. "Wir wollen aufs Treppchen fahren", sagt ein vor Selbstbewusstsein strotzender Nick Heidfeld. Katzenjammer herrscht dagegen schon vor dem ersten Rennen bei den großen japanischen Teams. "Wir rechnen nicht mit einem Startplatz unter den besten Zehn", lässt die Honda-Führung verlauten. Bei Toyota klammert man sich ebenso wie bei Red Bull-Renault an die Hoffnung, die ein hastig konstruiertes Aerodynamik-Paket erzeugt.

Nach dem Rückzug von Michael Schumacher bleiben mit Nick Heidfeld, Nico Rosberg, Ralf Schumacher und Adrian Sutil immer noch vier deutsche Teilnehmer. Zudem wird in Melbourne Sebastian Vettel in den freien Freitagstrainigns für BMW starten.

Erstes Zusammentreffen

Den größten Teil der freien Trainingszeit werden allerdings die Stammpiloten beanspruchen, denn die haben die Runden bitter nötig. Am Freitag (16.3.) treffen in den zwei 90minütigen Sitzungen erstmals alle elf Teams aufeinander.

Die 5,3 Kilometer lange Strecke ist knifflig. Der glatte Belag bietet deutlich weniger Grip als die im Winter so häufig frequentierten Strecken in Bahrain, Barcelona oder Jerez. Eigentlich ist der Stop and Go-Kurs im Albert Park eine der schnelleren Strecken, sie bietet aber viele Bremszonen und langsame Kurven. So ist einerseits großer Abtrieb gefragt, andererseits guter Topspeed und starke Traktion. Durch die Eigenheiten des australischen Kurses lassen sich auch nach dem Rennen nur bedingt Schlüsse auf das tatsächliche Kräfteverhältnis ziehen.

Ärger für Toro Rosso und Super Aguri?

Für das Super Aguri-Team ist der Saisonauftakt eine besondere Herausforderung: Erst am Mittwoch (14.3.) wird das neue Auto in Melbourne vorgestellt. Es ist noch keinen Kilometer getestet worden. Sollten der neue Super Aguri (eine Kopie des Honda RA107) und der Toro Rosso-Ferrari (Kopie des Red Bull RB3) zu gut abschneiden, droht nochÄrger. Spyker und Williams haben angekündigt, eventuell gegen die Plagiate vor Gericht zu ziehen.

Start um 04.00 Uhr

Qualifikations-Training(17.3.) und Rennen (18.3.) beginnen beide um 14.00 Uhr Ortszeit. Fürdie mitteleuropäischen Fans bedeutet das, den Wecker auf kurz vor vierUhr morgens zu stellen.

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