Vorschau GP Malaysia

Heißer Dreikampf

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Nur sieben Tage nach dem spektakulären F1-Auftakt in Melbourne schalten am Sonntag (23.3.) die Start-Ampeln im malaysischen Sepang erneut auf grün. Dank ähnlicher Hitze verspricht auch das zweite Saisonrennen zur Materialschacht zu werden.

Der Siegerchampagner war noch nicht aufgewischt, da begannen die ersten Teams schon mit dem Zusammenpacken. In nur fünf Tagen musste das Equipment von Melbourne nach Malaysia verfrachtet werden, um rechtzeitig zum Freien Training am Freitag (21.3.) einsatzbereit zu sein. Nach dem verlustreichen Auftaktrennen bedeutete das für die meistern Rennställe viel Arbeit und Stress.

McLaren mit Vorsprung

Das einzige Team, das mit beiden Autos alle 58 Rennrunden in Australien beenden konnte, war McLaren-Mercedes. Nach der dominanten Performance scheinen die Silberpfeile aber nicht nur bei der Zuverlässigkeit einen kleinen Vorsprung vor der italienischen Konkurrenz zu haben. Auch die Rundenzeiten von Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen lagen eine halbe Sekunde vor den Ferrari. Überbewerten darf man das freilich nicht, Australien ist als halber Stadtkurs kein guter Gradmesser.

Bei Ferrari macht man sich auch weniger Sorgen über den Speed als mehr über die anfälligen Motoren. Die beiden defekten Triebwerke wurden direkt nach dem Rennen zur Fehlersuche nach Maranello geflogen. Der Fehler soll mittlerweile gefunden sein, was man für Ferrari auch nur hoffen kann. Einfachere äußere Bedingungen als in Melbourne gibt es in Sepang nicht. Sowohl der Vollgasanteil (60 Prozent) wie auch die Temperaturen von weit über 30°C Grad sind für die V8-Aggregate ähnlich anspruchsvoll.

BMW greift Spitze an

Nach der starken Vorstellung von Nick Heidfeld im BMW-Sauber ist der Zweikampf an der Spitze in dieser Saison zu einem echten Dreikampf erwachsen. Nach Ansicht von BMW-Technikchef Willy Rampf können Aussagen über das Kräfteverhältnis allerdings erst nach dem anspruchsvollen Malaysia GP getroffen werden. "Wegen der Vielfalt an unterschiedlichen Kurven stellt Sepang hohe Anforderungen an die Abstimmung der Autos. Die langsamen Passagen verlangen gute Traktion, während insbesondere in den zahlreichen schnellen Kurven eine hohe Stabilität wichtig ist."

Auch bei Williams sind die Erwartungen nach dem Podiumsplatz beim Auftakt in Australien hoch. Für Malaysia rechnet sich Nico Rosberg sogar noch größere Chancen aus: "Sepang ist eine meiner Lieblingsstrecken. Wir sollten hier noch stärker auftreten als in Melbourne." Einen erneuten Platz auf dem Treppchen will der Wiesbadener zwar nicht prognostizieren, aber "ein solider Platz in den Punkten" sollte es schon sein.

Sutil hofft auf Regen

Von den anderen drei Deutschen dürfte Sebastian Vettel die besten Chancen auf Punkte besitzen. Den guten Speed des Toro Rosso bewies der Youngster zuletzt im Qualifying. Teamkollege Sebastien Bourdais konnte dagegen im Rennen glänzen, bis das Getriebe seinen Geist aufgab. Ein Konkurrent der Bullen dürfte erneut Toyota sein. Nach dem spektakulären Abflug in Melbourne muss sich Timo Glock mit seiner gestauchten Hand durchbeißen. Für den Kölner geht es dabei auch darum, den Rückstand auf den Teamkollegen Jarno Trulli weiter zu verringern.

Force India muss mit Adrian Sutil dagegen kleinere Brötchen backen. Ein Überstehen der ersten Runde des Qualifyings wäre schon ein Riesen-Erfolg. Für Sutil gilt das gleiche wie für Glock: Aktuell ist Teamkollege Fisichella schneller. Mit Super Aguri haben die Inder nur einen echten Konkurrenten. Alle anderen Teams, darunter auch Toyota, Honda und Toro Rosso waren in Australien deutlich schneller unterwegs und damit außer Reichweite. Helfen würde Sutil wohl nur ein Platzregen, wie er in Sepang nicht ungewöhnlich ist.

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