Vorschau Rallye Deutschland

Alle gegen Loeb

Foto: ADAC 50 Bilder

Nach sechs Siegen in Folge bei der Rallye-Deutschland gilt Sebastien Loeb auch in diesem Jahr als der haushohe Favorit. Doch Hauptrivale Ford hat vor dem Showdown an der Mosel kräftig aufgerüstet.

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Die Focus-Männer wurden pünktlich zur Asphalt-Hatz mit neuem Material ausgestattet. Optimierte Balance, geändertes Setup und eine verbesserte Leistungsbeute dank neuem Turbo kennzeichnen die Evolutionsstufe, mit der es endlich gelingen soll, den französischen Dauersieger vom Thron zu stoßen.

So gibt sich Tabellenführer Mikko Hirvonen vor der Rallye Deutschland zuversichtlich. Der erste Startplatz ist auf dem schmalen Asphaltband ausnahmsweise mal kein Nachteil. Ganz im Gegenteil: "Die ersten Autos schaufeln Dreck auf die Piste, was es für die Nachfolger schwieriger macht", beschreibt der Finne seine gute Ausgangsposition.

Alle Teams absolvierten kurz vor der Rallye noch Testfahrten in der Eifel. Die wechselnden Asphaltbeschaffenheiten mit unterschiedlichem Grip-Niveau sowie Dreck und Schotter auf der Piste stellt die Piloten auch in diesem Jahr vor große Herausforderungen. "Wenn das Wetter trocken bleibt, ist es eine angenehme Veranstaltung mit fließenden Prüfungen", gibt Hirvonen zu Protokoll.

Furcht vor Regen

Angst haben die Piloten nur, wenn das unbeständige Eifelwetter mit Regen droht. Ausgerechnet für den abschließenden Sonntag haben die Wetterfrösche Niederschläge angekündigt. "Dann werden die Straßen regelrecht heimtückisch", befürchtet Hirvonen.

Sebastien Loeb hingegen lässt sich auch durch wechselnde Bedingungen nicht aus dem Konzept bringen. Der Asphaltspezialist fährt auf seinem Lieblingsbelag so ruhig und souverän wie kein anderer. Und dann profitiert er noch von der Unterstützung aus seiner nur wenige Kilometer entfernten Heimat: "Viele Freunde und Familienmitglieder kommen immer an die Strecke. Das gibt mir immer ein gutes Gefühl, wenn ich hier an den Start gehe", freut sich Loeb.

Starke Ford-Konkurrenz

In diesem Jahr muss sich der Elsässer allerdings mit einem weiteren Konkurrenten rumschlagen. Francois Duval ist als Spezialist für den festen Straßenbelag zum Ford-Lager gewechselt und geht in Deutschland für das Stobart-Team auf Punktejagd. "Ich hatte hier in der Vergangenheit schon einige gute Ergebnisse und jetzt sitze ich im Auto, dass die Hersteller-WM gewonnen hat. Ich hoffe also, dass ich die Serie ausbauen kann", so der optimistische Belgier.

Auch bei Subaru gibt man sich gewohnt angriffslustig. Der neue Impreza WRC wird zwischen Weinreben und Hinkelsteinen seine Asphaltpremiere feiern. "Deutschland ist schnell, verzeiht aber keine Fehler", so die Analyse von Ex-Weltmeister Petter Solberg. Im vergangenen Jahr konnten die Blauen immerhin drei Prüfungen gewinnen. "Wir waren schnell hier, aber jetzt sind wir mit neuem Material da und müssen erst einmal sehen, wo wir stehen", warnt Teamkollege Chris Atkinson.

Auch Suzuki hat erst kürzlich eine Entwicklungsstufe seines SX 4 präsentiert. In Finnland blieb der Erfolg noch aus, obwohl Toni Gardemeister immerhin einen WM-Punkt abstaubte. Auf Asphalt besitzt das Team jedoch ungleich weniger Erfahrung. Auch die beiden Piloten sind nicht gerade als Spezialisten für den Belag bekannt. So wäre für die Japaner am Ende alles zählbare auf dem Punktekonto als Erfolg zu verbuchen.

Weitere Informationen:

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