Vorschau Rallye Mexiko

Rückkehr der Roten?

Foto: McKlein

Nach zwei klaren Schlappen bei den Winter-Rallyes in Schweden und Norwegen holt Weltmeister Sébastien Loeb mit Citroën zum Gegenschlag aus. Den Beginn der Schotter-Saison will aber auch Subaru zum großen Konter nutzen.

Sébastien Loeb flog schon eine Woche vor dem vierten WM-Lauf nach Mexiko, um sich an die Zeitverschiebung von sieben Stunden zu gewöhnen und ein bisschen Sonne zu tanken. Nachdem der Citroën-Star zuletzt zwei Mal Dresche bezog, hat er ausnahmsweise eine Sorge weniger.

"Weil wir nicht in der WM führen, brauchen wir auch nicht als Erste auf die Strecke", frohlockt Sportchef Guy Fréquelin. "Es hat lange nicht geregnet, daher sind die Strecken sehr staubig und rutschig", sagte Loeb nach der ersten Streckenbesichtigung.

Für den Citroën C4 ist die Rallye Mexiko das Debüt auf Schotter. Loeb hofft, dass er mit seiner Abstimmung nicht daneben liegt. Sportchef Fréquelin strotzt vor Zuversicht und hält auch  Teamkollege Daniel Sordo für einen potenziellen Siegkandidaten.

Mikko Hirvonen: "Ich bin heiß"

Weltmeister Ford denkt dagegen gar nicht daran, die aktuelle Siegesserie abreißen zu lassen. Zwar räumt Norwegen-Triumphator Mikko Hirvonen ein, dass er sich erst einmal von Schnee auf Schotter umstellen müssen, Zweifel an seiner Konkurrenzfähigkeit kommen dabei aber nicht auf: "Ich bin schon ganz heiß drauf, dass es weitergeht," sagt der Finne.

Dass diebeiden Ford dank der Tabellenführung am Freitagmorgen zunächst dieStraßenkehrer für den folgenden Loeb spielen müssen, irritiertTabellenführer Marcus Grönholm wenig: "Die Prüfungen am Nachmittag sindbereits Wiederholungen, das dürfte also kein Problem sein."

Petter Solberg: "In vielen Bereichen besser"

Beiallen Debatten über Citroën und Ford sollte Subaru nicht vergessenwerden. Nach mühsamem Kampf mit dem 2006er Impreza debütiert PetterSolberg mit der neuen Evolutionsstufe des Subaru. Vom Siegen mag manangesichts eines völlig neuen Autos (und mit BF Goodrich auch neuenReifen) noch nicht reden, aber zumindest ein ermutigendes Resultatsollte machbar sein. "Ich habe das Gefühl, dass wir in vielen Bereicheneinen Schritt vorwärts gemacht haben," sagt Solberg.

Das Dach der Rallye-WM

Die Rallye Mexiko ist bei den meisten Aktiven äußerst beliebt. Abgesehen vom Sonnenschein lockt die Rallye mit guter Organisation und freundlichem Empfang eines begeisterten Publikums. Die Prüfungen im mexikanischen Hochland sind die höchsten im WM-Zirkus. Die zweite Prüfung führt über einen 2737 Meter hohen Pass.

Mexiko hat einen weiteren Rekord zu verbuchen: Mit 850 Kilometern ist es der kürzeste WM-Lauf der Saison. Die Schotterstraßen rund um das 400 Kilometer nördlich von Mexico City gelegene Rallye-Zentrum Leon sind flüssig und für Mensch und Maschinen angenehm zu fahren, haben aber ihre Tücken: "Während der Streckenbesichtigung wirken die Pisten schön eben und glatt, ohne grobe Steine oder fiese Bodenwellen. Doch wenn du dann im Rallye-Tempo angeflogen kommst, kann die Welt plötzlich völlig anders aussehen,"sagt Mikko Hirvonen.

Die Rallye Mexiko beginnt am Donnerstagabend (8.3.) mit dem zeremoniellen Start und endet am Sonntagmittag (11.3.) um 13.00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MEZ) in Leon. Bis dahin sind 20 Prüfungen mit einer Länge von insgesamt 366 Kilometern zu absolvieren.

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