Williams

Neuer Flügel bringt zwei Zehntel

Foto: XPB

Williams geht optimistisch in den vierten WM-Lauf dieser Saison. Der britische Rennstall, der mit zehn WM-Punkten derzeit auf Platz vier im Gesamtklassement rangiert, will beim GP Spanien am kommenden Wochenende sein Punktekonto ausbauen.

Ein Aerodynamik-Facelift soll die Position an der Spitze des Verfolgerfeldes hinter den drei Topteams festigen. Der Williams FW30 tritt in Barcelona mit neuen Flügeln vorne und hinten an. Auch der Unterboden wurde modifiziert. Die Ingenieure schätzen den Fortschritt auf zwei Zehntelsekunden. Das ist dringend nötig, denn auch die Konkurrenz hat zugelegt. Renault, Honda und Red Bull werden mit großen aerodynamischen Änderungen in Barcelona aufkreuzen. Und das sind die direkten Gegner im Kampf um Platz vier.

Williams nutzt Reglement-Grenzen

Der neue Frontflügel von Williams ist eine Kreuzung zwischen dem BMW- und dem Renault-Flügel. Die Mulde in der Mitte ist auf maximale Breite von 50 Zentimetern ausgedehnt worden. Das Profil fällt deshalb ziemlich eckig aus. Nur im Zentrum des Autos darf der Flügel abgesenkt werden. Generell gilt: Je näher der Flügel der Straße ist, umso mehr Anpressdruck erzeugt er. Williams wendet aber noch einen zweiten Trick an, Abtrieb zu erzeugen.

"Wir hängen den Flügel am mittleren der drei Elemente auf und nicht mehr am vorderen", erklärt Technikdirektor Sam Michael. "Das gibt uns mehr Freiheiten beim Hauptblatt, weil es keine tragende Funktion mehr erfüllen muss." Der Trick mit der Flügelaufhängung ist von McLaren abgekupfert. Weil durch die Verlegung der Pylonen auf das mittlere Element, also den ersten der beiden Flaps, auch der Ansatz an der Nase verändert werden musste, wurde auch ein neuer Crashtest nötig. "Den haben wir vor zwei Wochen schon bestanden", verrät Michael.

Weiterentwicklung des FW30

Nico Rosberg spulte vergangene Woche 168 Runden in Barcelona ab und gewann einen guten Eindruck von seinem modifizierten Auto. "Unser Auto ging schon während der Wintertests in Barcelona sehr gut. Auch letzte Woche hatte ich einen positiven Eindruck." Teamkollege Kazuki Nakajima ergänzte: "Wir haben gute Fortschritte gemacht."

Die erste Zwischenbilanz von Williams kann sich sehen lassen. Nicht nur, dass bereits drei Punkteplatzierungen und ein Podestplatz auf dem Konto sind, erfreut die Teamleitung. Zwei Jahre nach der enttäuschendsten Saison der Firmengeschichte sind die blauweißen Autos wieder ein Muster an Zuverlässigkeit. Mit 337 von 342 möglichen Rennrunden liegt Williams-Toyota auf Platz zwei der Zuverlässigkeits-Hitliste. Nur McLaren-Mercedes steht mit 341 absolvierten Rennrunden besser da. Williams brachte in allen drei Rennen beide Fahrzeuge ins Ziel. Die Differenz zur Maximaldistanz erklärt sich durch Überrundungen.

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