WTCC

Zanardi siegt in Istanbul

Foto: BMW

BMW-Pilot Alessandro Zanardi hat sein zweites Rennen seit seinem schweren Unfall vor fünf Jahren gewonnen. Der 39-Jährige aus Bologna entschied am Sonntag (24.9.) bei der drittletzten Veranstaltung der Tourenwagen-Weltmeisterschaft in Istanbul den ersten Lauf für sich.

Der ehemalige Formel-1-Pilot, der seit seinem verheerenden Crash in einem Rennen der CART-Serie 2001 auf dem Lausitzring mit zwei Beinprothesen lebt, landete am Bosporus einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Seinen ersten Tourenwagen-Erfolg seit dem Unfall hatte er im August 2005 in Oschersleben geholt.

"Dieser Erfolg ist zwar nicht so emotional wie mein erster", meinte Zanardi. "Aber auf der anderen Seite ist er sportlich wertvoller. Denn in Oschersleben gewann ich Lauf 2, nachdem ich im ersten Durchgang Achter geworden und mir damit reglementsgemäß die Pole fürs zweite Rennen geholt hatte." In Istanbul habe er sich den zweiten Startplatz in der Qualifikation aus eigener Kraft geholt und in den Sieg ummünzen können.

In Istanbul spielte Zanardi am Start seine Routine aus und überholte auf den ersten Metern vom zweiten Startplatz aus kommend den Trainingsschnellsten Rickard Rydell im Seat. In den zehn Runden behielt er den schwedischen Seat-Werksfahrer unter Kontrolle und gewann nach 21:19,910 Minuten mit 1,002 Sekunden Vorsprung vor Rydell. "Ich wusste, dass ich beim Start gegenüber dem Seat einen Vorteil haben würde. Den musste ich nur umsetzen und danach ein Rennen ohne Fehler fahren, denn sonst wäre Rydell sofort da gewesen", meinte Zanardi.

Der Schwede Rydell war trotz des verpassten Sieges der große Gewinner. Er katapultierte sich mit seinem zweiten Rang an die zweite Stelle der Gesamtwertung. Tabellenführer Andy Priaulx und dessen direkter Verfolger James Thompson gingen nach einer unverschuldeten Doppel-Kollision mit Luca Rangoni leer aus. BMW-Werksfahrer Dirk Müller aus Burbach holte als Vierter wertvolle Punkte. Doch sein Schnitzer-Teamkollege Jörg Müller aus Hückelhoven verschenkte die Chance, Boden gutzumachen. Bei einem Rammstoß gegen Seat-Piloten Yvan Muller zerstörte er sich die Vorderradaufhängung an seinem BMW und fiel aus.

Zehn Minuten vor dem Start des zweiten Rennens begann ein heftiger Platzregen, der die Strecke und die Auslaufzonen millimeterhoch unter Wasser setzte. Der eigentlich für 15.00 Uhr vorgesehene Start wurde zunächst um zehn Minuten, dann um 45 Minuten und schließlich wegen immer heftiger werdenden Regens auf unbestimmte Zeit verschoben.

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