Zandvoort

Duell in den Dünen

Foto: DTM 37 Bilder

Zum siebten Saisonlauf ist die DTM am Sonntag (29.7.) zu Gast im niederländischen Zandvoort. Auch wenn die Strecke nur wenige Kilometer von der Nordseeküste entfernt liegt, wird bei den Fahrern wohl nur wenig Urlaubsstimmung aufkommen.

In der Tabelle ist die Spitzengruppe nach dem Rennen in Mugello noch einmal zusammengerückt. Mit seinem spektakulären Sieg in Italien hat sich Mika Häkkinen im Klassement auf Rang fünf vorgeschoben und damit im Titelrennen wieder zurückgemeldet. Mattias Ekström konnte durch seinen zweiten Platz die Tabellenführung für Audi zurückerobern. 6,5 Punkte Vorsprung auf Bernd Schneider sind aber alles andere als ein komfortables Polster.

Eine rutschige Angelegenheit

Bei noch vier verbleibenden Läufen spitzt sich die Situation so langsam zu. Einen Ausfall kann sich keiner der Titelaspiranten mehr erlauben. Dabei ist ein Ausrutscher auf der Strecke in Zandvoort schnell passiert. Der Kurs liegt nahe der Küste fast schon idyllisch zwischen den Stranddünen. Immer wieder weht der Wind den feinen Sand auf die Ideallinie, weshalb die Fahrer ständig mit einem Wechsel des Gripniveaus rechnen müssen.

Die DTM fährt seit sechs Jahren regelmäßig in den Niederlanden. Das Rennen ist das erfolgreichste Auslandsrennen der DTM. Im vergangenen Jahr pilgerten 78.500 Fans an die 20 Kilometer von Amsterdam entfernte Strecke. Nach Siegen steht es zwischen den beiden Herstellern bislang drei zu drei unentschieden. Mit 20 Kilo Gewichtsvorteil und nach der starken Vorstellung in den Trainings in Mugello sind die Audi auch in Zandvoort allerdings klar favorisiert.

"Schwere Aufgabe" für Mercedes

Auch Audi-Chef Wolfgang Ulrich sieht sein Team in der Favoritenrolle: "Die Strecke in Zandvoort hat einen ganz ähnlichen Charakter wie Mugello. Das heißt, wir sollten dort ähnlich schnell sein. Dieses Mal wollen wir im Rennen mehr daraus machen als in Italien." Mercedes-Sportchef Norbert Haug spricht angesichts des Gewichtshandicaps von einer "schweren Aufgabe". Nach Mercedes-Angaben entsprechen die 20 Kilo zusätzlicher Balast rund einer halben Sekunde Zeitverlust pro Runde.

Bei den Fahrern ist der Kurs trotz der tückischen Gripverhältnisse sehr beliebt. In Zandvoort erreichen die Fahrzeuge an der schnellsten Stelle rund 265 km/h. Die Anbremszone vor der Tarzankurve ist damit der schnellste Punkt aller DTM-Strecken. Der Meisterschaftsdritte Bruno Spengler mag die Strecke vor allem, weil sie "anspruchsvoll und abwechslungsreich" ist. Allerdings ist das Überholen durch die vielen langgezogenen Kurven nur schwer möglich. Umso wichtiger ist ein gutes Resultat im Qualifying.

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