Zandvoort

Stallordersieg für Tomczyk

Foto: DTM 37 Bilder

Beim DTM-Rennen in Zandvoort überquerte Audi-Pilot Martin Tomcyzk als Erster die Ziellinie. Diesen Sieg schenkte ihm der vorne liegende Alexandre Prémat im Vorjahreswagen auf Befehl von Audi.

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Zu seinem zweiten DTM-Sieg startete Martin Tomczyk vom dritten Platz aus ins Rennen. Wenige Meter vor dem Ziel ließ ihn sein Markenkollege Alexandre Prémat nach einer Stallorder noch vorbeiziehen. Der Franzose hatte sich erst in der 32. von 38 Runden vor Tomczyk positioniert und fuhr scheinbar sicher zu seinem ersten Sieg. Auch der Gesamtführende Mattias Ekström aus Schweden durfte kurz vor dem Ziel den von der Pole gestarteten Timo Scheider überholen und aufs Treppchen steigen. Damit war der Vierfach-Erfolg für Audi perfekt. Bester Mercedes-Pilot wurde Bruno Spengler auf Platz Fünf. Das Vorgehen von Audi kritisierte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Das ist nicht die Art, wie Mercedes Motorsport machen will."

Stallorder entscheidet den 7. DTM-Lauf

In der Gesamtwertung führt Ekström mit acht Punkten vor Tomczyk (30 Punkte). Dahinter ist Spengler mit 26 Punkten bester Mercedes-Fahrer mit einem halben Punkt Vorsprung vor Schneider. Der Kanadier ist froh für Mercedes zu fahren. "Audi ist sehr unfair. Wenn ich Audi-Fahrer wäre, wäre ich nicht stolz auf diesen Sieg."

Sieger Tomczyk ist anderer Ansicht und dankte Audi nach dem Rennen: "So soll Teamwork funktionieren. So soll Teamwork sein." Kritik an der Stallorder entgegnete er: "Das ist Ansichtssache. Eine spannende Meisterschaft ist das Wichtigste." Den führenden Ekström sieht er dennoch nicht als Konkurrenten: "Mattias und ich sind Freunde und das wird so bleiben." Dieser hatte Probleme mit seinem Auto und war "überrascht" überhaupt in die Punkte zu fahren. Dass er auch noch aufs Podium kam verdankt er Scheider, der sich bewußt ist, wer sein Gehalt bezahlt. "Wir sind Teamsportler, nicht nur Einzelsportler".

Kritik übte Mercedes auch am harten Fahrstil einiger Audi-Fahrer. Doch deren Chef Wolfgang Ullrich entgegnete: "In einigen Fällen war es hart, aber immer fair." Die 74.000 Zuschauern vor Ort erlebten packende Zweikämpfe, aber keine Safty-Car-Phase.

Die ersten Ausfälle gab es schon vor dem Start, zu dem nur 18 Fahrzeuge antraten. Daniel la Rosa konnte wegen einer defekten Antriebswelle die Box nicht verlassen. Diese hat Vanina Ickx überhaupt nicht betreten. Die 31-jährige Belgierin trat bereits gestern Nachmittag den Weg nach Hause an. Der zwei Jahre alte Audi von Ickx aus dem Privatteam von Colin Kolles erwies sich trotz zunächst geringfügig erscheinender Schäden als vor Ort irreparabel. Die Treffer, die das Auto beim einfachen, unspektakulären Überschlag gestern im Zeittraining abbekam, sorgten dafür, dass im Bereich des Daches eine Instandsetzung so schnell nicht möglich war.

Zeitentabelle Verbesserung an der Box ausgeschieden
Rennen - Gefahrene Runden: 38/38

1 M. Tomczyk Abt Sportsline -:--.---
2
2 A. Prémat Phoenix -:--.--- 0:00.297 2
3 M. Ekström Abt Sportsline -:--.--- 0:02.036 2
4 T. Scheider Abt -:--.--- 0:02.413 2
5 B. Spengler HWA - OT/DC Bank -:--.--- 0:02.994 2
6 C. Abt Phoenix -:--.--- 0:04.969 2
7 M. Häkkinen HWA - SG/AMG -:--.--- 0:05.748 2
8 A. Margaritis Persson -:--.--- 0:06.929 2
9 G. Paffett Persson -:--.--- 0:07.882 2
10 M. Rockenfeller Rosberg -:--.--- 0:08.914 2
11 J. Green HWA - SG/AMG -:--.--- 0:10.536 2
12 B. Schneider HWA - OT/DC Bank -:--.--- 0:11.805 2
13 M. Winkelhock TME -:--.--- 0:13.279 2
14 P. Di Resta TVS/JAWA 2005 -:--.--- 0:13.758 2
15 M. Lauda Mücke -:--.--- 0:29.626 2
16 L. Luhr Rosberg -:--.--- 0:41.986 2
17 S. Stoddart TVS/JAWA 2005 -:--.--- +1 Rnd. 2
18 T. Kristensen Abt Sportsline -:--.--- +5 Rnd. 3
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