02/2020, Chrysler 300 Modelljahr 2020 FCA North America
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02/2020, Chrysler 300 Modelljahr 2020 11 Bilder

2020 Chrysler 300 Modellpflege

Ja, er lebt noch!

Seit 2004 wird die Limousine bereits gebaut. Doch Chrysler macht keine Anstalten, den 300 in Rente zu schicken. Im Gegenteil: Er erhält nochmal ein Update.

Der Chrysler 300 ist ein echter Untoter der Autoindustrie. Die Baureihe wurde aufgelegt, als es den Daimler-Chrysler-Konzern noch gab. Wie lang das her ist? Nun ja, dieses amerikanisch-deutsche Missverständnis wurde bereits 2007 beendet. Der Chrysler 300 wird seit 2004 produziert und erhielt 2011 eine optische und technische Auffrischung. Dabei blieb das Design in seinen Grundzügen ebenso erhalten wie die ursprüngliche Plattform, in die unter anderem die Mehrlenker-Hinterachse aus der damaligen Mercedes E-Klasse integriert war.

Neue Farben, Ausstattungen und Preise

Heute gibt es die Limousine der oberen Mittelklasse noch immer. Obwohl die Absatzzahlen rapide sinken (von 46.593 Exemplaren 2018 auf 29.213 im Folgejahr), wird Chrysler nicht müde, dem 300er weitere Updates zu gönnen. Das jüngste betrifft Lackierungen, Ausstattungen und Preise. Innerhalb der Farbpalette wurde kräftig getauscht: Zwei flogen raus, dafür kommen drei hinzu. Die Auswahl an Innenfarben verbessert sich dank der neuen Töne Schwarz/Leinen und Mokka. Hinzu kommt das Ausstattungspaket „Red S Appearance Package“, das neben 20-Zoll-Rädern diverse Schilder und Plaketten an der Karosserie beinhaltet.

11/2014, Chrysler 300 L.A. Autoshow
Chrysler
Innenraum mit neuen Farben und 8,4-Zoll-Uconnect-Infotainment.

Taucht man tiefer in die Welt des Chrysler 300 ein, dann zeigt sich: Der FCA-Marke ist es gelungen, das Auto einigermaßen modern zu halten. Es verfügt über das Uconnect-Infotainmentsystem in dessen 4C-Generation mit 8,4-Zoll-Touchscreen sowie Konnektivitätslösungen per Apple Carplay und Android Auto. Auch die Palette an elektronischen Fahrassistenten lässt sich als umfangreich bezeichnen. Es gibt einen nach vorne gerichteten Kollisionswarner, einen adaptiven Tempomaten mit Stopp-Funktion, Totwinkelüberwachung, Warnung vor hinterem Querverkehr, Spurverlassenswarnung samt Spurhalteassistent und Einparkhilfe vorne und hinten.

V6- und V8-Motor sowie Hinter- und Allradantrieb

Seine Beliebtheit verdankt der Chrysler 300 aber auch seines Variantenreichtums in puncto Antrieben. Das Basismodell mit dem 3,6 Liter großen Pentastar-V6 liefert 296 PS und maximal 353 Newtonmeter. In der 300S-Version kommt dieser Motor in einer Konfiguration mit 304 PS und maximal 358 Newtonmetern zum Einsatz. Das Highlight der Motorenpalette ist freilich der Hemi-V8 mit 5,7 Litern Hubraum, der im 300C seinen Dienst verrichtet und dort 368 PS leistet sowie maximal 534 Newtonmeter bereitstellt. Damit beschleunigt das hinterradgetriebene Topmodell in weniger als sechs Sekunden von null auf 60 mph (96,6 km/h). Alle Motorvarianten sind auch mit Allradantrieb erhältlich, die Kraftübertragung besorgt stets eine Achtgang-Automatik.

So alt der 300er inzwischen auch sein mag: Chrysler kommt (noch) nicht auf die Idee, seine Mittelklasse-Limousine in Rente zu schicken. Mehr noch: Die Amerikaner verteuern sie sogar. So kostet das Basismodell Touring RWD nun 29.590 Dollar (aktuell etwa 27.400 Euro); es ist damit 120 Dollar teurer als zuvor.

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Fazit

Der Chrysler 300 hat schon einiges durch: Er ist ein Überbleibsel der wenig ruhmreichen Daimler-Chrysler-Ära. Es gab ihn schon mal als Kombi und er trat in Europa zwischenzeitlich als Lancia Thema auf. Und er wurde von Dieselmotoren ebenso angetrieben wie von einem 431 PS starken 6,1-Liter-Hemi-V8 in der SRT8-Version. Inzwischen lebt er fast ausschließlich in Amerika, erfreut sich allerdings – siehe Absatzzahlen – nicht mehr allerbester Gesundheit. Fans sollten deshalb jetzt zugreifen, bevor es in nicht allzu ferner Zukunft zu spät ist.

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