Aston Martin Valhalla - V6-Turbo - Motor Aston Martin
Aston Martin Valhalla - V6-Turbo - Motor
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Aston Martin Valhalla (2021)

V6-Biturbo mit Plugin-Hybrid bringt über 1.000 PS

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Aston Martin will 2021 einen Mittelmotorsportwagen auf den Markt bringen. Als Antrieb dient ein neuentwickelter V6 mit drei Litern Hubraum und zwei Turboladern. Mit Hybridunterstützung soll der "Sohn des Valkyrie" mehr als 1.000 PS leisten.

Aston Martin strukturiert um. Das betrifft nicht nur die neuen Besitzverhältnisse, sondern auch die Modellpalette. Die neuen Fahrzeuge wurden vor Jahren angeschoben und kommen in naher Zukunft nach und nach auf den Markt.

Der SUV DBX soll die Stückzahlen noch in diesem Jahr nach oben treiben. Daneben hat Aston Martin den viertürigen Rapide AMR sowie Vantage, DB11 und DBS im Angebot. Allesamt mit Motor vor der Fahrerkabine. Das Prestige-Projekt ist der Valkyrie. Mit V12-Saugmotor zwischen Fahrgastzelle und Hinterachse. Sein Ableger ist der Valhalla. Oder wie Aston Martin es formuliert: der Sohn des Valkyrie.

Valhalla-Motor mit heißem V

2021 soll der neue, kolportiert mehr als 1.000 PS starke Mittelmotorsportwagen die Kunden verzücken. Der Valhalla soll das mit halb so vielen Zylindern wie der Valkyrie schaffen, dafür aber mit Turboaufladung. So ein Layout weckt zwar nicht die ganz großen Emotionen wie ein freisaugender Hochdrehzahlmotor. Dafür aber lassen sich damit, und durch die Unterstützung eines Hybridsystems, die immer schärfer werdenden Abgasvorschriften einhalten. Der Valhalla wird die EU-Abgasnorm Euro 7 erfüllen, die voraussichtlich ab 2021 greift.

Jetzt zu den Emotionen: Aston Martin verspricht, dass der Valhalla das stärkste Fahrzeug des Portfolios werde. Wie passt das zusammen, angesichts des 1.176 PS starken Valkyrie? Ganz einfach: Den sehen die Briten als Sonderedition an. Der Valhalla ist hingegen Teil der Kernproduktpalette und führt diese dann zukünftig mit seiner vierstelligen Leistung an.

Erstmals überhaupt seit 1968, also seit mehr als 50 Jahren, konstruiert der britische Hersteller einen Motor in den eigenen vier Wänden. Aston Martin macht das unter dem internen Kürzel TM01. Das steht für den polnischen Aston-Martin-Ingenieur Tadek Marek, der in den 1950er und 1960er Jahren für das Unternehmen tätig war.

Der neue Motor für den Valhalla baut auf sechs Zylindern mit einem Hubraum von drei Litern auf. Zwischen das V stecken die Ingenieure die beiden Turbolader. Diese "heiße" Bauweise erfordert zwar mehr Aufwand beim Hitzemanagement, spart aber Bauraum. Der kompakte Motor wiege weniger als 200 Kilogramm, sagt Aston Martin. Der V12-Sauger des Valkyrie, den Cosworth bereitstellt, ist 206 Kilogramm schwer.

Eine Trockensumpfschmierung ist gesetzt. In so einem Valhalla will man ja auch schnell durch Kurven brezeln, und die Querdynamik auf der Rennstrecke ausreizen. Da muss das Öl immer sicher an die diversen Schmierstellen des V6-Turbos vordringen.

Sechs Zylinder, drei Liter, Turboaufladung: So allein hebt man die Leistung nicht auf über 1.000 PS. Deshalb arbeitet Aston Martin an einem Angebot an Hybridsystemen. Auch von einem Plugin-Hybrid für das Laden an der Steckdose ist die Rede. Die exakte Leistung und das Drehmoment, je nach Ausbaustufe, will Aston Martin erst bei der Vorstellung verraten. Die Fans müssen sich mit weiteren Details gedulden.

Aston Martin RB 003
Aston Martin
Das Arbeitsgerät des Fahrers: Ein unten und oben stark abgeflachtes Lenkrad.

Mehr Platz im Valhalla

Neben dem in Kleinstserie geplanten Hypersportler Valkyrie soll der Valhalla ebenfalls ein Kleinserienmodell werden. Vom Coupé mit Leichtbauchassis plant Aston Martin nur 500 Exemplare – darunter Rechts- und Linkslenker. Die ursprüngliche Kennzeichnung 003 für den Valhalla folgt auf die Modelle Valkyrie und Valkyrie AMR Pro, die unter den Codes 001 und 002 entwickelt wurden.

Der Aston Martin Valhalla nimmt starke Anleihen am Valkyrie – optisch wie technisch. So setzt auch das Modell beim Thema Abtrieb auf extreme Durchströmung und verzichtet auf sichtbare Spoiler. Dennoch gibt es aktive Luftleitelemente und sich verändernde Karosserieoberflächen, welche die Aerodynamik in Abhängigkeit vom Fahrzustand optimieren sollen. Weil der Valhalla aber auf mehr Alltagstauglichkeit ausgelegt ist, wird er weit weniger extrem sein als der Valkyrie. Auch beim Lampendesign an Front und Heck unterscheidet er sich deutlich vom Valkyrie.

Im Innenraum soll der Valhalla spürbar mehr Platz für die beiden Passagiere bieten. Eine breitere Mittelkonsole schafft mehr Distanz zwischen Fahrer und Copilot. Hinter den Sitzen steht Raum für Gepäck zur Verfügung. Das Cockpit selbst zeigt sich extrem reduziert, nahezu alle Bedienelemente sind am oben und unten abgeflachten Lenkrad gebündelt. Auf der Lenksäule sitzt das digitale Kombiinstrument, im Lenkrad ein zweiter kleinerer Screen. Vor dem Beifahrer kann das Smartphone in einen Halter eingeklinkt und in das Bordsystem integriert werden. Auf der luftigen Mittelkonsole sitzen Schalter für den Warnblinker und die Parkbremse. Ein kleines Touchfeld steuert die Sitze, die Außenspiegel und die Klimaanlage. Zugang zum Innenraum gewähren nach vorne oben öffnende Türen, die weit ins Dach reichen.

Aston Martin RB 003
Aston Martin
1.000 PS stark und 1 Million Euro teuer.

Valhalla In 2,5 Sekunden auf 100

Das Kernzstück ist der Motor. Aston Martin will den V6 mit einem innovativen Ölwechselsystem auf Kartuschenbasis ausrüsten, wie man es schon am Vulcan gesehen hat. Zur Diskussion steht offenbar, ob das Fahrzeug wie der Valkyrie rein elektrisch rückwärts fahren können soll. Ebenso liegt es im Bereich des Möglichen, dass der Valhalla einen Allradantrieb bekommt – mit Performance-orientierter Auslegung, natürlich. Der Elektromotor könnte an der Vorderachse sitzen.

So beschreibt es zumindest eine Händlerbroschüre, die 2019 aufgetaucht war. "Die entsprechenden Komponenten kaufen wir von Zulieferern hinzu. Derzeit entwickeln wir auch mit einem Partner ein passendes Getriebe", verrät David King, zuständig für Kleinstserienmodelle und Motorsport-Fahrzeuge bei Aston Martin. Als weitere Vorgaben gelten ein aktives Fahrwerk sowie umfangreiche elektronische Regelsysteme.

Ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe leitet die Kraft laut der Broschüre an die Räder. Dabei unterstützt ein nicht näher definiertes Sperrdifferential den Kraftfluss. Der Elektromotor treibt die Vorderachse an, der Verbrennungsmotor wirkt auf die Hinterrachse.

Den Spurt von Null auf 100 km/h soll der Valhalla in 2,5 Sekunden absolvieren, die Höchstgeschwindigkeit nach dem Dokument bei 354 km/h liegen. Dank seiner Karbon-Karosserie wiegt der Mittelmotorsportwagen lediglich 1.350 Kilogramm. Auch in Sachen Preis gibt es schon einen Hinweis: Das Modell wird nicht unter umgerechnet einer Million Euro kosten.

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