Audi E-Tron Sportback Audi AG
Audi E-Tron Sportback
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Audi E-Tron Sportback (2020)

Der Elektro-SUV kommt in Coupé-Form

LA Auto Show 2019

Audi präsentiert auf der LA Auto Show den E-Tron Sportback. Der zeigt sich nicht nur mit einer eleganteren Karosserie als der Modellbruder, sondern auch mit optimierter Technik.

Audi lässt auf der LA Auto Show ein Derivat des E-Tron Quattro mit dem Namenszusatz Sportback debütieren. Der Elektro-Crossover trägt eine Coupé-Karosserie mit nach hinten sanft abfallender Dachlinie samt Fastback, was ihm im Vergleich zum SUV-Bruder einen ordentlichen Schuss Eleganz verleiht. Gleichzeitig sollen sich die Abstriche in Sachen Praxisnutzen in Grenzen halten.

Ähnliche Dimensionen innen und außen

Unterhalb der Gürtellinie und bis zur B-Säule – inklusive vorderer Tür – sind E-Tron Quattro und Sportback identisch. Entsprechend gleichen sich die Ausmaße: Beide Autos sind 4,90 Meter lang und 1,94 Meter breit, bei der Außenhöhe fehlen dem Sportback nur 13 Millimeter. Auch bei dem Innenraum-Maßen unterscheiden sich beide Modellvarianten kaum; die Kopffreiheit im Fond beziffert Audi um 20 Millimeter geringer als bei E-Tron Quattro. Nur beim (hinteren) Kofferraum erfordert der Neuling Kompromisse. Im Normalzustand fasst das Gepäckabteil 615 statt 660 Liter, das Maximalvolumen beträgt 1.655 statt 1.725 Liter.

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Im Vergleich zum normalen E-Tron soll die Kopffreiheit im Fond nur 20 Millimeter geringer sein.

Da der Sportback 55 die Plattform und damit die Antriebstechnik des E-Tron Quattro verwendet, erkennen wir auch die Daten wieder. Im Normalzustand leisten die beiden E-Motoren gemeinschaftlich 265 kW (360 PS) und bieten ein maximales Drehmoment von 561 Newtonmetern. Die Fahrleistungen: 6,6 Sekunden von Null auf Hundert und 200 km/h Topspeed. Im Boost-Modus sind es für maximal acht Sekunden sogar 300 kW (408 PS), 664 Newtonmeter und 5,7 Sekunden beim Standardsprint. Bei der Reichweite erarbeitet sich der Sportback Vorteile gegenüber seinem Modellbruder: Audi nennt einen Aktionsradius von 446 Kilometern nach WLTP – 35 Kilometer mehr als beim SUV klassischer Machart.

Neue Basismotorisierung mit 230 kW / 313 PS

Wie dieser erhält der Sportback auch die neue Basismotorisierung mit der Kennziffer 50. Diese Modellvariante verfügt über eine auf 230 kW (313 PS) gedrosselte Leistung und ein auf höchstens 540 Newtonmeter verringertes Drehmoment. Damit verlängert sich der Null-auf-Hundert-Sprint auf 6,8 Sekunden, der Topspeed sinkt auf 190 km/h. Auch die Reichweite zeigt sich reduziert, und zwar auf 347 Kilometer. Grund ist die von 95 auf 71 Kilowattstunden brutto (64,7 statt 86,5 netto) verkleinerte Batterie, die nur aus 27 statt 36 Modulen besteht.

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16:37 Min.

Im Vergleich zum bekannten E-Tron verfügt der Sportback über eine günstigere Aerodynamik (cW-Wert von 0,25 statt 0,27). Aber nicht nur das. Er führt einige technische Neuerungen ein, die den Antrieb effizienter gestalten sollen und bald auch für den E-Tron Quattro erhältlich sein werden. Dabei handelt es sich beispielsweise um Detailverbesserungen beim Fahrwerk und bei der Leistungselektronik. Aber auch das S-Line-Paket, das der Sportback für die gesamte Baureihe einführt, trägt durch etwas günstigere Strömungseigenschaften zur erhöhten Reichweite bei; allein dies macht laut Audi drei Kilometer Reichweite aus.

Audi reizt die Akku-Grenzen stärker aus

Ebenfalls neu sind zur Jahreshälfte 2020 die optionalen 22-Zoll-Felgen; auch sie werden bald für den E-Tron-SUV erhältlich sein. Die Navigations-Software wurde optimiert, indem sie beispielsweise ausnahmslos alle Ionity-Schnellladesäulen anzeigt. Zudem rekuperiert der E-Tron Sportback anders, als dies der Quattro bislang getan hat. Obwohl der Effekt für den Fahrer stärker spürbar ist – Tester und Kunden des E-Tron Quattro haben dies angemahnt -, wirkt sich die Rekuperation nicht anders auf das Energie-Management aus, als dies bisher der Fall war. Audi reizt zudem die Grenzen des Batteriepaketes stärker aus; die E-Trons nutzen fortan 91 statt 88 Prozent ihrer Akku-Kapazität.

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Gleich lang, gleich breit und nur etwas flacher: Der Sportback hat fast dieselben Dimensionen wie der normale Audi E-Tron.

Das Cockpit übernimmt der Sportback komplett vom bereits erhältlichen Bruder. Heißt: Auch bei ihm sitzen zwei Monitore in der Mittelkonsole und einer als digitaler Instrumenten-Cluster hinter dem Lenkrad. Auf Wunsch kommen zwei weitere im vorderen Bereich der Türen hinzu. Dann nämlich, wenn die optionalen Rückblick-Kameras anstelle der beiden Außenspiegel treten.

Mitte 2020 kommt das Digital Matrix Light

Apropos Sicht: Mit dem E-Tron Sportback führt Audi Mitte 2020 das neue Digital Matrix Light ein. Das System unterteilt sein LED-Licht dank eines integrierten Chips in 1,2 Millionen Einzel-Pixel. Das soll zu einem noch helleren Lichtteppich vor dem Auto führen. Die Technik kann aber noch mehr: Etwa ein dynamisches Kurvenlicht darstellen, bei der Annäherung an den Vorausfahrenden die Fläche des Lichtteppichs verkleinern, um diesen nicht zu blenden, oder mit zusätzlichen Linien im Lichtkegel die exakten Ausmaße des Autos abbilden. Das kann dann von Vorteil sein, wenn es eng wird rund um das Auto. Einen coolen Effekt verspricht die Funktion, bei der beim Spurwechsel der Lichtteppich bereits auf den benachbarten Fahrstreifen geworfen wird, bevor das Auto überhaupt dorthin fährt.

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Das Digital Matrix Light des E-Tron Sportback ist völlig neu bei Audi.

Auch abwechslungsreich animierte Lichtspiele zur Begrüßung und Verabschiedung hat das Digital Matrix Light drauf. Es ist damit ein erster Schritt, um eine Kommunikation vom Auto zur Umgebung zu realisieren, sagt Audi. Ein Aspekt, der beim autonomen Fahren an Wichtigkeit zunehmen wird.

Noch während der LA Auto Show öffnen die Bestelllisten für den E-Tron Sportback. In den Handel kommt er im Frühjahr 2020, voraussichtlich im Februar. Die Preise sind bisher nur beim Einstiegsmodell 50er Sportback durchkalkuliert, das ab 71.350 Euro erhältlich ist. Der 55er Sportback soll etwa 2.500 bis 3.000 Euro über dem mindestens 80.900 Euro teuren E-Tron Quattro liegen.

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Fazit

Statt eines weiteren eigenständigen Elektro-Modells bringt Audi mit dem Sportback erstmal nur einen Ableger des bekannten E-Tron Quattro. Was zaghaft wirkt, ergibt auf den zweiten Blick Sinn, weil von den Verbesserungen des Derivats auch der zuerst gestartete SUV profitiert. Dass das weniger praktische Auto teurer sein wird, dürfte kaum jemanden überraschen. Da es obendrein eleganter und effizienter ist, sollte sich das für viele Interessenten aber verschmerzen lassen.

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Audis neues E-Auto ist elegant, recht praktisch und fortschrittlich.

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