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Neuer Audi SQ8 (2019)

SUV-Coupé erhält V8-TDI mit Mildhybrid

Jetzt ist es amtlich: Audi präsentiert den neuen SQ8 mit Biturbo-V8-Diesel. Der 435-PS-SUV fährt mit elektrischem Lader und 48-Volt-Bordnetz vor, bekommt außerdem Hybrid-Technik

Dass er kommt, war klar, doch nun ist es auch amtlich bestätigt: Audi hat uns den neuen SQ8 gezeigt. Das Top-Modell des Ingolstädter SUV-Angebots bekommt neben der „S-Line“-spezifischen Sonderausstattung einen gewaltigen Dieselmotor unter die Haube. Der Vierliter-V8-Diesel ist prinzipiell bereits aus dem Audi SQ7 bekannt, wird für den SQ8 allerdings nochmals aufgerüstet, mit einem Riemen-Starter-Generator und entsprechender Mildhybrid-Funktion.

Neuer Audi SQ8 als Mild-Hybrid

Die für den Starter-Generator notwendige Technik, ein 48-Volt-Teilbordnetz, ist auch für ein anderes Detail notwendig, den elektrischen Verdichter. Der „elektrisch angetriebene Verdichter“ (EAV) wird dank des leistungsfähigeren Teilbordnetzes in Sekundenbruchteilen auf bis zu 70.000 Umdrehungen gebracht. Der EAV sitzt auf der „kalten“ Seite der Ladeluftkühlung und unterstützt den Dieselmotor durch seine Aufladung bei niedrigen Drehzahlen. Er eliminiert so das „Turbo-Loch“, wodurch der Dieselmotor sehr homogen über den gesamten Drehzahlbereich seine Leistung abliefern kann. Bei höheren Motordrehzahlen, wenn genügend Abgasdruck für die konventionellen Lader vorhanden ist, wird der EAV über einen Bypass im Ansaugsystem umgangen.

Audi SQ8
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Der neue Audi SQ8 beschleunigt in unter fünf Sekunden auf Tempo 100

Zusätzlich zu diesem dritten Lader, der bereits bei anderen Audi-Modellen eingeführt wurde, gibt es im Audi SQ8 nun eben auch den Riemen-Starter-Generator (RSG). Der RSG dient einerseits dazu, die Effizienz zu steigern. Im Schiebebetrieb kann die Elektromaschine Strom rekuperieren, der in einem relativ kleinen Lithium-Ionen-Akku des 48-Volt-Netzes zwischengespeichert wird. Auf der anderen Seite kann der RSG den Motor nach dem „Segeln“ oder einem Stopp an der Ampel besonders komfortabel und schnell wieder starten. Bis zu einen halben Liter Diesel auf 100 Kilometer soll die komplexe Technik sparen.

An den Eckdaten des V8-Diesel ändert sich durch den RSG allerdings nichts, identisch zum SQ7 liefert der Vierliter-Achtzylinder auch im SQ8 435 PS und 900 Newtonmeter Drehmoment ab. Damit lässt sich der schwere Brocken erwartungsgemäß ziemlich zügig bewegen. 4,8 Sekunden auf Tempo 100 verspricht die Audi-Zentrale, während dem Vorwärtsdrang bei 250 km/h elektronisch Einhalt geboten wird.

Audi SQ8
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Das Interieur des S-Modells ist wie gewohnt schwarz, als Kontrast lassen sich rote oder graue Sitzfarben ordern

Optisch halten sich die Änderungen gegenüber dem regulären Audi Q8 in Grenzen, sie entsprechen dem S-Line-Paket, das auch für die anderen Q8-Modelle erhältlich ist. Auffälligste Merkmale sind der Single-Frame-Grill in platinumgrauer Kontrastfarbe sowie die SQ8-spezifische Abgasanlage mit zwei Doppelrohr-Auslässen am Heck. Über das Drive-Select-System kann ein in der Abgasanlage integrierter Soundaktuator angesteuert werden, um den V8-Klang zu verstärken.

Der SQ8 fährt serienmäßig mit der adaptiven Luftfederung vor, die in einem Verstellbereich von bis zu 90 Millimetern die Fahrwerkshöhe anpassen kann. Optional kann die Allradlenkung dazu geordert werden, durch welche sich die Hinterachse mit bis zu fünf Grad Lenkwinkel am Geschehen beteiligt. Ebenfalls gegen Aufpreis bietet Audi die elektromagnetische aktive Wankstabilisierung EAWS an, die auf geraden Strecken die Stabilisatoren entkoppelt und so Wankbewegungen reduziert und den Abrollkomfort erhöht. Im Gegenzug werden bei sportlicher Fahrweise die Stabilisatorhälften aktiv gegeneinander verdreht und so die Seitenneigung reduziert.

Der neue Audi SQ8 im Video

Audi SQ8 (2019) Neuvorstellung
3:16 Min.

Neben den serienmäßigen 21-Zoll-Rädern wird es den SQ8 auch mit einer 22-Zoll-Kombination mit 285/40er Bereifung geben. Ebenfalls in der Aufpreisliste: Rote Bremssättel und Bremsscheiben aus Kohlefaser-Keramik. Preise hierfür hat Audi noch nicht genannt, ebensowenig die für den SQ8 selbst. Gesetzt ist jedenfalls eine Marke: Rund 100.000 Euro dürfen SQ8-Interessenten schon einmal einplanen.

Bildergalerie Audi SQ8

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Fazit

Audi präsentiert mit dem SQ8 das neue Topmodell im Ingolstädter SUV-Angebot. Erstmals kommt ein Riemen-Starter-Generator bei dem Vierliter-V8-TDI zum Einsatz. Der 435 PS starke Dieselmotor soll dadurch bis zu einen halben Liter sparsamer sein. Dank zusätzlichem „Elektroturbo“ (elektrisch angetriebener Verdichter EAV) liegt bereits bei niedrigen Drehzahlen eine hohe Leistung an.

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Der V6-TDI mit drei Liter Hubraum schafft 349 PS und 700 Nm Drehmoment.

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