Audi TT RS Coupé und Roadster (2019)

Facelift für den Fünfzylinder-Sportler

Audi TT RS Coupe und Roadster Facelift Foto: Audi AG

Der König der TT-Baureihe behält den 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbo, leistet weiterhin 400 PS und verteilt maximal 480 Nm auf alle Räder. Doch das Facelift ist optisch aggressiver denn je und erfüllt nun die aktuellen Abgas- und Verbrauchsvorschriften.

Der Audi TT RS war eines der Opfer jener WLTP-Wirren, die den VW-Konzern ein wenig außer Tritt gebracht haben in den vergangenen Monaten. Für eine Weile waren weder das Coupé noch der Roadster bestellbar. Nachdem Audi der gesamten Baureihe eine Frischzellenkur verordnet hat, kehrt auch der TT RS ins Angebot zurück. Mit gleichen Leistungsdaten wie zuvor, aber deutlich aggressiverem Erscheinungsbild.

Weiter mit Fünfzylinder-Turbo und 400 PS

Audi TT S 2018 Facelift Fahrbericht Isle of Man SPERRFRIST 18.07.18 / 12 Uhr Audi TT (2018) Facelift Bestellbar ab 35.900 Euro

Die wichtigste Nachricht vorweg: Der fahrerlos 1.450 Kilogramm schwere TT RS (als Coupé) behält seinen famosen Fünfzylinder-Turbo-Benziner mit 2,5 Litern Hubraum. Der Motor liefert nach dem Facelift wie gehabt 400 PS und maximal 480 Newtonmeter zwischen 1.950 bis 5.850 Umdrehungen, ist nun aber nach dem aktuellen Abgas- und Normverbrauchs-Standard (Euro 6d-Temp und WLTP) zertifiziert. Den Fahrleistungen tut das keinen Abbruch: Wie zuvor auch sprintet das Coupé in 3,7 Sekunden von Null auf Hundert. Ab Werk wird bei 250 km/h abgeregelt, auf Wunsch sind aber auch 280 km/h möglich.

Eine Siebengang-S Tronic ist ebenso obligatorisch wie der Allradantrieb. Eine Lamellenkupplung verteilt die Antriebskraft frei zwischen den Achsen, durch die radselektive Momentensteuerung kann sie gar auf die einzelnen Räder übertragen werden. Hinzu kommt Audi Drive Select mit den Modi Comfort, Auto, Dynamic und Individual. Die Abstimmungen wirken auf die die RS-spezifisch abgestimmte Progressivlenkung, das Getriebe sowie die Motorcharakteristik und Abgasklappen. Das Sportfahrwerk arbeitet auf Wunsch mit adaptiven Magnetic-Ride-Dämpfern, Kontakt zur Fahrbahn halten 19- oder 20-Zoll-Räder. Dahinter arbeiten innenbelüftete und gelochte Stahlscheiben, die Sättel sind serienmäßig schwarz und optional rot lackiert.

Typischer Vertreter der RS-Familie

Audi TT RS (8S) - Sportcoupé - Supertest - Fünfzylinder Supertest Audi TT RS (8S) mit Fünfzylinder-Turbo Bremsprobleme auf der Nürburgring-Nordschleife

Der König der TT-Baureihe bleibt optisch ein typischer Vertreter der RS-Familie, sieht jetzt aber noch angriffslustiger aus. Den glänzend schwarzen Wabengrill kennt man vom Vorgänger; er trägt nun einen matten Rahmen und einen Quattro-Schriftzug in matter Titanoptik. Neu sind die äußeren Lufteinlässe im vorderen Stoßfänger, die ihre vertikalen Stege nun innen tragen und außen eckiger gestaltet sind. Hinter ihren Gittern sitzen nun zusätzliche Wasserkühler. Auch der Frontspoiler sieht etwas anders aus als zuvor. Er ist serienmäßig in Wagenfarbe lackiert, erhält auf Wunsch aber eine matte Aluminiumoptik oder eine glanzschwarze Lackierung. In dieser Farbe erstrahlt auch der neue Einleger im Seitenschweller. Die Optionen für die Außenspiegelgehäuse: Wagenfarbe, Aluminiumoptik matt, Schwarz glänzend oder Carbon.

Offensichtlichste Änderung am TT RS-Heck ist der neue Flügel, der nun seitliche Winglets trägt. Zwischen den Rückleuchten, die nun auf Wunsch mit Matrix-OLED-3D-Technik arbeiten, und der Heckschürze befinden sich nun vertikale Designelemente, die auf den ersten Blick aussehen wie Luftauslässe. An den seitlichen Enden des Diffusors sitzen die RS-typischen Oval-Endrohre. Von den insgesamt acht Farben sind drei neu: Pulsorange, Turboblau und – exklusiv für den RS – Kyalamigrün. Als Kontrast gibt es Optikpakete in mattem Aluminium und glänzendem Schwarz, wobei Letzteres auch die Audi-Ringe und die Modellbezeichnungen in diese Farbe taucht. Das Roadster-Verdeck ist ebenfalls schwarz.

12-Uhr-Markierung und neue Designpakete innen

Audi TT RS Coupe und Roadster Facelift Foto: Audi AG
Auch innen tritt der neue TT RS sportlicher auf.

Das Sportlenkrad verfügt neben Schaltwippen und Multifunktionstasten über Bediensatelliten für den Motorstart oder die Fahrdynamiksysteme. Die neuen Designpakete bringen eine 12-Uhr-Markierung am Volant, rote oder blaue Akzente an den Luftausströmern, den Gurten und den Fußmatten mit RS-Logo und – im erweiterten Umfang – farblich abgesetzte Designelemente an Sitzen und Mittelkonsole ins Auto. RS-spezifisch sind die zahlreichen Schriftzüge, die Sportsitze mit Rautensteppung in Alcantara oder optional mit Wabensteppung in Leder Feinnappa, der Schaltblitz bei Erreichen der Drehzahlgrenze die Informationen über Reifendruck, Drehmoment und g-Kräfte im digitalen Cockpit. Weitreichende Konnektivitäts-Möglichkeiten sind ein Bestandteil des MMI-Infotainments, das optional mit Navigation samt Freitextsuche und natürlicher Sprachsteuerung geordert werden kann.

Im Frühjahr stehen sowohl das TT RS Coupé als auch der Roadster bei den Audi-Händlern, bestellt werden kann ab 7. Februar. Der Preis für das Coupé liegt bei 67.700 Euro. Der Roadster startet bei 70.500 Euro.

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Fazit

Jawoll, der TT RS behält seinen Fünfzylinder-Turbo! Allein diese Info reicht, um das Coupé und den Roadster glückselig in deren zweite Lebenshälfte zu begleiten. Alles andere ist eigentlich nebensächlich, aber umso besser, dass Audi das Design auch in die richtige Richtung geschärft hat. Vor allem der Heckflügel hat das Zeug zum zweiten wichtigen Verkaufsargument. Das braucht es auch, schließlich sind die Preise happig.

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