BMW M2 CS Neuvorstellung BMW
BMW M2 CS Neuvorstellung
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BMW M2 CS Neuvorstellung 22 Bilder

BMW M2 CS braucht Diät

Wie leicht kriegt man das M2-Topmodell?

Der M2 CS ist der Königs-Zweier von BMW. Ein Sport-Kompakter angereichert mit Carbon. Doch deutlich leichter als der M2 Competition ist der Clubsport nicht. Maximal sind es 22 Kilogramm weniger. Wir erklären, warum.

Manche halten es für einen Fehler der Presseabteilung. Wer die Datenblätter von BMW M2 Competition und M2 CS übereinanderlegt, reibt sich verwundert die Augen. Das Standardmodell wiegt mit Sechsganghandschaltung 1.550 Kilogramm (DIN). Nach EU (+75 Kilo für Fahrer und Gepäck) sind es 1.625 Kilogramm.

Der M2 CS hat auf dem Datenblatt exakt dieselben Zahlen in der Spalte für das Fahrzeugleergewicht stehen: 1.550 Kilogramm (DIN) und 1.625 Kilo (EU). Obwohl BMW den CS mit allerlei Carbon-Teilen schärft – und dadurch auch leichter macht. Hier die Auflistung der Leichtbauteile und ihre Gewichtsersparnis:

  • Carbon-Motorhaube: – 4 kg
  • CFK-Dach in Sandwichbauweise: – 7,5 kg
  • 19-Zoll-Schmiederäder: – 3,4 kg
  • CFK-Mittelkonsole: – 2,5 kg

M2 CS mit umfangreicher Serienausstattung

19 Zoll große Schmiederäder gibt es für den M2 Competition gegen einen Aufpreis zwischen 600 und 850 Euro. Wie kann es sein, dass der CS trotz der Carbon-Teile gleich viel wiegt? Der Grund liegt in der Serienausstattung. Das adaptive M Sportfahrwerk (aus M4), die M-Sportbremse und den M-Sportsitz verbaut BMW im M2 CS ab Werk. Das wertet den Sportwagen mit dem 450 PS starken Biturbo-Sechszylinder auf, erhöht aber auch sein Grundgewicht. Und hebt ihn zunächst einmal auf dieselbe Stufe wie den Competition.

Der Standard-M2 lässt sich optional aufwerten. Ein Sportsitz (nicht derselbe wie im CS) kostet einen Aufpreis von 1.500 Euro. Die Sportbremse mit den größeren Stahlscheiben 1.600 Euro. Dann trägt der M2 Competition dieselben Stahlscheiben wie der CS mit einem Durchmesser von 400 Millimeter und 6-Kolben-Festsättel an der Vorderachse (statt 380 mm, 4 Kolben). Hinten sind es 380 mm große Scheiben und 4-Kolben-Festsättel (statt 370 mm, 2 Kolben). Ein Adaptiv-Fahrwerk mit verstellbaren Dämpfern gibt es für den Competition nicht mal als Option.

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Leichter als 1.528 Kilogramm (nach DIN) bekommt man den M2 CS nicht.

Minus 22 kg durch Keramikbremse

Den CS bekommt man mit einem Häkchen in der Optionsliste leichter als den Competition. Mit der Keramikbremsanlage, die 7.900 Euro extra kostet. Diese Bremse verringert das Gewicht um 21,7 Kilogramm gegenüber der M Sportbremse. Und so lässt sich das Gesamtgewicht (leer) des CS maximal auf 1.528 Kilo drücken (nach DIN, 1.603 kg nach EU).

Wo steht man tatsächlich beim Gesamtgewicht? Wir stellten einen handgeschalteten BMW M2 Competition mit magerer Ausstattung auf die Waage. Die gab 1.584 Kilogramm aus. Das Leistungsgewicht beträgt dann 3,86 kg/PS. Für den M2 CS mit der standfesteren Keramikbremse sind minimal rund 1.562 Kilogramm drin. Weniger ist laut BMW nicht möglich. Das würde dann ein Leistungsgewicht von 3,47 kg/PS bedeuten.

Warum bekommen die M-Jungs den M2 generell nicht leichter? Weil mit der 2er-Ausgangsbasis und dem Entwicklungsbudget einfach nicht weniger zu machen ist. Das optionale Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe treibt das Gewicht bei beiden Modellen nicht nur nach oben – plus 25 Kilo –, sondern ist für echte Puristen auch keine Option. So ein M2 will mit der Hand geschaltet werden.

Deutlicher Preisunterschied

Ein M2 Competition kostet mit Sechsgang-Handschalter ab 61.900 Euro. Für etwa 70.000 Euro bekommt man ihn ausreichend ausgestattet. Der CS ist mit einem Basispreis von 95.000 Euro deutlich teurer, ist aber praktisch vollwertig ausgestattet – bis auf die Keramikbremsanlage.

Und sportlich verspricht BMW eine bessere Performance. Der M2 CS soll noch fetziger auf Landstraßen fahren, und noch schneller auf der Rennstrecke sein. Carbon-Motorhaube und CFK-Dach senken den Schwerpunkt. Frontsplitter, Heckspoiler/Gurney und Diffusor, allesamt aus Carbon, erhöhen den Anpressdruck. Solche Teile verbaut BMW („Original BMW Zubehör“) am Competition gegen Aufpreis.

Beim Sprint zieht der CS den Competition sowieso ab. Mit DKG rennt er laut BMW in 4,0 Sekunden auf Landstraßentempo (Competition: 4,2 Sek.). Mit Sechsgang-Handschalter sind es 4,2 Sekunden (4,4 Sek.). Da muss jeder selbst für sich entscheiden, ob ihm zwei Zehntelsekunden weniger, und zwei bis drei Sekunden schneller auf einer Rennstrecke wie Hockenheim genug sind, um den Aufpreis zu zahlen.

Fazit

Der M2 Competition ist ein Spaßauto vor dem Herrn – trotz des Gewichts um die 1,6 Tonnen. Mit seinem Heckantrieb zirkelt er um die Kurven, und beglückt den Fahrer. Der Motor ist ein Sahnestück, der Preis für dieses grandiose Fahrverhalten fair. Mit dem CS sattelt BMW obendrauf. Mehr Leistung (450 statt 410 PS), Adaptivfahrwerk, bessere Ausstattung und optional eine Keramikbremsanlage. Die spart knapp 22 Kilo, macht den M2 CS aber nicht zum Leichtbau-Wunder. Rechtfertigen die Technikmaßnahmen den Aufpreis von über 30.000 Euro? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Sowohl M2 Competition als auch M2 CS dürften verhältnismäßig wertstabile Autos sein. -

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