BMW M340i
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BMW M340i
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BMW M340i (2019)

In den USA mit mehr Leistung und Hinterradantrieb

Der neue BMW M340i dürfte auf dem US-Markt besonders viele Käufer finden. Deshalb debütiert er auf der Los Angeles Auto Show – und bekommt in den Vereinigten Staaten sowohl Hinter- als auch Allradantrieb. Auch die Motorleistung ist höher.

BMWs amerikanische Kunden genossen immer mal wieder Privilegien. Man denke an die letzten Generationen des M5 und M6. Sowohl der E60/61 als auch dessen Coupé-Derivat E63 sowie der Nachfolger F10 und dessen M6-Ableger F12 und F13 wurden in den USA auch mit manueller Sechs-Gang-Box angeboten. Wer vom Sieben-Gang-SMG oder Doppelkupplungsgetriebe auf die Handschaltung zurückrüstete, erhielt zwar kein Geld zurück. Aber wenigstens konnte sich die US-Kundschaft im Gegensatz zur europäischen für ein etwas puristischeres Fahrerlebnis entscheiden (weitere Informationen dazu gibt es hier).

M340i mit unbekanntem Gewichtsvorteil

Nun wiederholt sich die Geschichte beim neuen M340i, der Ende November bei der Los Angeles Auto Show debütiert. Mit ihrem neu entwickelten Reihensechszylinder spielt diese Modellvariante die Rolle des Topmodells – zumindest, bis der echte M3 an den Start rollt. So weit, so klar, wenn nicht beim Vergleich der offiziellen Herstellerverlautbarungen einige Unterschiede auffallen würden. Zum Beispiel, dass BMW USA vom M340i und M340i xDrive schreibt, während die deutsche Presseabteilung nur Letzteren erwähnt. Heißt übersetzt: Die Amis bekommen das Auto mit Hinter- oder Allradantrieb, samt entsprechendem – und noch nicht näher beziffertem – Gewichtsvorteil. Die Europäer müssen den Allradantrieb schlucken, wenn sie einen M340i unbedingt wollen.

BMW 3er G20 (2018) Konfigurator

BMW erklärt das damit, dass die Nachfrage nach dieser Modellvariante in den USA schlicht deutlich höher sei. Vom Vorgänger 340i habe man weit über 50 Prozent in den Vereinigten Staaten abgesetzt, davon viele mit Hinterradantrieb. Also bekommt die dortige Kundschaft die Wahl zwischen den Antriebskonzepten. Außerdem sei der Hinterradantrieb bei den stark motorisierten 3ern, die nicht das M3-Label tragen, in Europa stark rückläufig gewesen. Also gehe man den Weg geringerer Komplexität.

13 PS Unterschied wegen des Ottopartikelfilters

Dass der M340i hier nur den Allradantrieb bekommt, hängt wahrscheinlich auch mit dem WLTP-Zyklus zusammen. Danach muss jede Antriebsvariante bei Verbrauch und Abgasverhalten einzeln zertifiziert werden. Heißt für die Hersteller: Je weniger Kombinationsmöglichkeiten, umso geringer der Aufwand beim Zulassungsprozess. Da WLTP in Europa gilt, aber in den USA nicht, hat BMW dort mehr Spielraum, was seine Modellvielfalt angeht. Ähnliches gilt beim Abgasverhalten, das übrigens der Grund ist, warum der M340i hierzulande 374 PS leistet und in Amerika 387. Die US-Version hat keinen Ottopartikelfilter (OPF), die EU-Variante schon; sie muss schließlich auf den Abgasstandard Euro 6d-Temp kommen, für den der OPF unabdingbar ist. Das maximale Drehmoment von 500 Newtonmetern ist aber auf allen Märkten gleich.

Ob europäische Kunden irgendwann dennoch mit einem hinterradgetriebenen M340i rechnen können, zum Beispiel im Rahmen eines Facelifts, vermag BMW jetzt noch nicht zu sagen. Mindestens während der ersten Hälfte des Modellzyklus' müssen das sportlich abgestimmte Fahrwerk, die variable Sportlenkung und das serienmäßige M-Sportdifferenzial reichen, um das Fahrspaß-Niveau hochzuhalten. Übrigens: Auch in anderer Hinsicht sind die Amerikaner im Vorteil: Zu ihnen kommt der BMW M340i im April 2019. Bei uns findet die Markteinführung ein Vierteljahr später statt.

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