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"Sonntagsauto"

BMW Z8, Roadster-Legende der Zukunft

Vorne ein V8, in der Mitte offen, am Heck Kraft im Überfluss und drumherum die Aura einer Legende – der BMW Z8 hat alles, was Autofans und -sammlern Freude macht. Wir stellen das Roadster-Meisterstück aus Bayern noch einmal vor.

So tief in die eigene Historie sind bei der Entwicklung eines neuen Autos bislang nur ganz wenige Hersteller eingetaucht. Sein zeitloses, klassisches Design mit den Roadster-urtypischen Proportionen erbte der BMW Z8 nämlich von einem, der fast ein halbes Jahrhundert älter ist. Gemeint ist der legendäre 507, den BMW Mitte der 1950er Jahre auf die Straße rollen ließ. Die „Wiederbelebung der Legende“, so BMW zum Z8, wurde von einem Team um die Designer Henrik Fisker und Mike Ninic geformt und erstmals auf der IAA 1999 vor Publikum präsentiert. In Serie ging der Schönling dann im Jahr 2000 und rollte in 3 Jahren insgesamt 5.703 Mal aus der Produktionshalle – und zum Preis von anfangs 235.000 DM zu seinen, höchstwahrscheinlich über alle Maßen entzückten Käufern.

BMW Z8 mit dem M5-Motor

Kein Wunder also, dass der BMW Z8 wegen der geringen Stückzahl hierzulande im Straßenverkehr (viele Modelle gingen nach Übersee) nur äußerst selten anzutreffen ist. Hat man doch einmal das Glück, ist es gerade für den Laien schwer, dem Wagen ein exaktes Baujahr zuzuordnen. Denn wegen seines zeitlosen Designs könnte der BMW Z8 auch 10 Jahre nach seinem Produktionsende noch als Neuwagen durchgehen. Gleichzeitig könnte er wegen seiner klassischen Formen auch deutlich älter sein, als er in Wirklichkeit ist. Holger Lapp, Leiter der BMW Group Mobile Tradition hat für dieses Phänomen die passenden Worte parat: „Der BMW Z8 versinnbildlicht die Brücke von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Er ist in vielerlei Hinsicht die moderne Interpretation des Themas 507“.

BMW Z8
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Hatte mit den 1.650 Kilogramm des Z8 leichtes Spiel: Der Fünfliter-V8 aus dem E39-M5.

Als kompromisslos modern zeigte sich der BMW Z8 den IAA-Besuchern aber eher unter seinem rundlich geformten Karosseriekleid. Die lange Fronthaube bedeckt den 5,0-Liter-V8 aus dem damals aktuellen M5 der Baureihe E39, der dank seiner strammen 400 PS und dem maximalen Drehmoment von 500 Nm bereits der Limousine exzellente Fahrleistungen bescherte. Den 4,40 m langen, 1,83 m breiten und nur 1,31 m niedrigen und fast 200 Kilogramm leichteren BMW Z8, der trotz Space-Frame-Bauweise stattliche 1.650 Kilogramm auf die Waage bringt, schiebt das großvolumige Triebwerk in rund 5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Wühlt sich sein Fahrer flink durch die nächsten Gänge des 6-Gang-Schaltgetriebes, passiert der Alu-Roadster – das ergab der auto motor und sport-Test -  nach 16,5 Sekunden die 200 km/h-Marke. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei gemessenen 293 km/h.

Vollausstattung beim Kauf inklusive

Im Innenraum des BMW Z8 fallen vor allem die 4, in der Mitte des Armaturenbretts angeordneten Rundinstrumente besonders auf. Das Cockpit ist weniger fahrerorientiert, als man das von anderen BMW-Modellen gewohnt ist. Ausgeliefert wurde der Z8 immer mit Vollausstattung, die unter anderem Airbags, eine Alarmanlage, ABS, einen Tempomat, eine Klimaanlage, elektrische Lenksäulenlängsverstellung, ein Telefon mit Freisprecheinrichtung, Navigationssystem und natürlich eine Volllederausstattung beinhaltet. Die edlen Bezüge konnten in den Farben Schwarz, Crema und den Kombinationen Crema/Schwarz und Sportrot/Schwarz geordert werden. Neben dem Klassiker Schwarz, war vorallem letztgennante Kombi sehr beleibt. So sind zum Beispiel von den 3.182 in Titansilber ausgelieferten BMW Z8 über 1.200 Exemplare innen mit rotem Leder bezogen.

BMW Z8
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Schicker und zugleich unkonventioneller Innenraum mit mittig angeordenten Rundinstrumenten.

Serienmäßig legte BMW beim Kauf eines Z8 neben einem Modellauto in Wagenfarbe auch ein Hardtop inklusive Hardtopständer dazu. Sozusagen als wetterfestere Alternative zum Stoffverdeck, dass zwar gut aussieht aber wegen des geringen Geräuschkomforts und der Kombination aus servounterstützem Mechanismus und puristischer Persenning nicht frei von Kritik blieb.

BMW Z8 als Dienstwagen von James Bond

Eine M-Version des Z8 ließ BMW zwar nicht auflegen, dafür durfte BMW-Haustuner Alpina den Roadster weiter veredeln. Der Kleinserienhersteller aus Buchloe trachtete mit seiner Z8-Interpretation allerdings nicht nach mehr Leistung (der Alpina Z8 leistet sogar 19 PS weniger), vielmehr sollte der Roadster mit der eigens entwickelten Automatik und dem aufwendig überarbeiteten Fahrwerk komfortabler werden.

Weltweite Berümtheit erlangte der BMW Z8 übrigens schon vor dem Start der eigentlichen Serienproduktion, als er als „Dienstwagen“ von James Bond in „Die Welt ist nicht genug“ mit einer umfangreichen Superheldenausrüstung inklusive einem Raketenwerfer auf Schurkenjagd fuhr.

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BMW 1/24 Auf dem besten Weg zum Klassiker: der BMW Z8.
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Fazit

Mit dem Z8 ist BMW ein großer Wurf gelungen. Der Roadster ist ein würdiger Nachfolger des legendären, heute extrem seltenen und obszön teuren 507. Wegen seines zeitlos-schönen Designs und der limitierten Auflage reifte auch der Z8 schon bald zu einem begehrten Klassiker, der heute selbst mit erhöhter Laufleitung kaum für unter 200.000 Euro zu haben ist. Mit dem potenten V8 ist der Roadster prädestiniert für launige Touren, auch wenn die Preise suggerieren, dass er fürs Fahren eigentlich zu schade ist. Ein echtes Sonntagsauto könnte man also sagen.

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