Cadillac CT4 General Motors
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Cadillac CT4 (2020)

Neuer Mittelklasse-Caddy kommt

Die heißen V-Versionen hat Cadillac bereits vorgestellt. Nun kommen die ersten offiziellen Informationen zum normalen Cadillac CT4, der auf den ATS folgt.

Cadillac befindet sich mitten in einer Limousinen-Offensive. Nach CT6 und CT5 bringt die Luxusmarke des General-Motors-Konzerns als nächstes Stufenheck-Modell den CT4 im Audi A4-, BMW 3er- und Mercedes C-Klasse-Format auf den Markt. Entsprechend folgt der Neuling, der weltweit vertrieben werden soll, auf den seit 2012 gebauten ATS. Das Auto spielt eine wichtige Rolle im künftigen Cadillac-Portfolio, denn es soll Kunden anderer Marken erobern: „Wir haben den CT4 entwickelt, um junge Käufer auf dem Luxusmarkt anzusprechen, die neu für Cadillac sind“, sagt Designchef Andrew Smith.

Zwei Design-Varianten: sportlich oder luxuriös

Das für Cadillac typische, ziemlich eckige Design präsentiert auch der CT4, der – um ehrlich zu sein – nur durch seine Größe und Proportionen von den größeren Brüdern zu unterscheiden ist. Ein Vorwurf, den die Designer deutscher Premiummarken kennen. Das Auto steht stämmig auf den Rädern, wobei sich die Ausstattungslinien in der Frontansicht unterscheiden. Die Sport- und V-Modelle tragen ein Wabengitter im Grill, die Luxury- und Premium-Luxury-Varianten kommen mit einem 3D-Grill daher. Unterschiede gibt es außerdem bei einigen weiteren optischen Akzenten, beim Felgendesign und beim Heckspoiler, den nur die dynamischen CT4-Ableger erhalten. Das markante vertikale LED-Tagfahrlicht zeichnet aber beide Modellversionen aus. Gleiches gilt für die Hochkant-Rückleuchten. Elf Außenfarben stehen zur Verfügung.

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Zentrales Styling-Merkmal des Sport-Modells ist der Wabengitter-Grill.

Cadillac bietet für den neuen CT4 anfangs zwei Vierzylinder-Motoren in drei Leistungsstufen an. Basis-Triebwerk ist ein Zweiliter-Twinscroll-Turbobenziner mit 241 PS und maximal 350 Newtonmetern, der an eine Achtgang-Automatik gekoppelt ist. Der 2,7 Liter große Turbobenziner leistet in der Premium-Luxury-Variante, für die er optional erhältlich ist, 313 PS und liefert im Höchstfall 472 Newtonmeter. Im CTS-V kommt der Motor auf 329 PS und maximal 515 Newtonmeter. Um die Kraftübertragung kümmert sich in beiden Fällen eine Zehngang-Automatik.

Fahrmodi sind Standard, Allrad gegen Aufpreis

Im Normalfall leiten die Motoren ihre Antriebskraft Richtung Hinterräder; Allradantrieb gibt es in allen Fällen aber gegen Aufpreis. Das Fahrwerk will Cadillac dahingehend verbessert haben, dass es den CT4 im Vergleich zum ATS dynamisiert und dem Fahrer ein stärkeres Feedback vom Untergrund vermittelt. Alle Modelle verfügen über die Fahrmodi Tour, Sport, Snow/Ice und Track sowie eine individuelle Abstimmung; beim CT4-V kommt der sportliche V-Modus hinzu. Die Parameter wirken sich auf Getriebe, Fahrwerk, Lenkung, Bremsgefühl und Klang aus; bei Allradautos auch auf die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse.

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Der neue CT4 bietet acht Kombinationen aus Innenfarben, Materialien und Akzenten.

Cadillac bietet für den CT4 neben Run-Flat- auch selbstabdichtende Reifen an; in beiden Fällen kann mit den beschädigten Pneus weitergefahren werden. Im Kalenderjahr 2020 führen die Amerikaner zudem die Super Cruise-Funktion ein. Nähere Informationen zu diesem zu weiten Teilen automatisierten Fahrassistenzsystem liefern sie bis dato allerdings nicht. Nur so viel, dass es „freihändiges Fahren auf Autobahnen“ erlaubt.

Neue Elektronik-Architektur von GM

Das CT4-Cockpit bezeichnet Cadillac als „fahrerfokussiert“. Im Zentrum der Instrumententafel sitzt ein hochauflösender Acht-Zoll-Monitor, der als Kommandozentrale dient. Der Mittelklässler nutzt die neue Elektronik-Architektur des GM-Konzerns mit schnelleren Übertragungsgeschwindigkeiten, besserer Absicherung gegen Hacker und der Möglichkeit, Software-Updates „over the air“ durchzuführen. Dank acht verschiedener Kombinationsvarianten bei Innenfarben, Materialien und Zierteilen lässt sich der Innenraum ein gutes Stück individualisieren.

Gegen Jahresende kann der neue Cadillac CT4 bestellt werden. Zu Preisen und zum genauen Termin der Markteinführung hält sich die GM-Tochter noch bedeckt. Unklar ist ebenso, ob das Auto ins Limousinen-skeptische Europa kommt. Mit dem eingangs erwähnten weltweiten Vertrieb ist neben Nordamerika vor allem China gemeint, wo Cadillac sehr gut am Markt etabliert ist.

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Fazit

Wie die meisten Cadillac-Modelle dürfte auch der neue CT4 eine willkommene Abwechslung zum bekannten Premium-Allerlei darstellen. Ein Auto für Individualisten, die mit „Over-Engineering“ nicht so viel anfangen können. Denn wirklich modern erscheint die Limousine nicht; vor allem bei den Antrieben, die nicht ansatzweise elektrifiziert sind.

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