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Mercedes EQE AMG Erlkönig Stefan Baldauf
Mercedes EQE AMG Erlkönig
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Erlkönig Mercedes-AMG EQE: E-Limousine mit Extra-Power

Erlkönig Mercedes-AMG EQE (2022) Elektro-E mit Extra-Power

Der AMG-EQE tarnt sich als brave Elektro-Limousine, taugt aber zur kompromisslosen Fahrmaschine. Los geht's mit dem Mercedes-AMG EQE 43. Die Schwaben haben sich aber noch weitere Performance-Kürzel schützen lassen.

Minimale Rest-Tarnung, mehr Aufwand treiben sie aktuell bei Mercedes nicht mehr, um die AMG-Versionen des neuen EQE vor allzu neugierigen Blicken zu verstecken. Der steht als Serienmodell noch nicht ganz bei den Händler, ist aber in Sachen Design und Linienführung kein Geheimnis mehr. Ganz praktisch ist die enge Verwandtschaft des EQE mit dem großen EQS. Der hat seine Sport-Ableger ja bereits bekommen, der Mercedes-AMG EQS 53 4-Matic war Teil des IAA-Premierenfeuerwerks der Schwaben. Von dem erbt der EQE-AMG auch den optisch dezenten Auftritt. Die Frontschürze ist in ihren Grundzügen bekannt und in ähnlicher Form auch fürs Serienmodell verfügbar, sofern das AMG-Paket mitgebucht wird. Warum ist dann die Frontmaske abgeklebt? Weil die aller Voraussicht nach einen eigenständigen AMG-Look bekommt. Beim EQS sind das 14 Chrom-Streben, die den großen Stern dekorativ einrahmen.

Viele Parallelen zum AMG-EQS

Für den AMG-EQE wird es natürlich einen eigenen Felgen-Look geben, beim EQS reicht die Größen-Skala bis 22 Zoll, beim EQE sind bislang maximal 21 Zoll möglich. Auf den Fotos der Erlkönig-Jäger von auto-motor-und-sport.de gut zu erkennen: Das Fahrwerk des AMG-EQE holt die Elektro-Limousine deutlich näher an den Asphalt, was zusammen mit den großen Rädern den sportlichen Look unterstreicht. Für den Rest an optischer Unabhängigkeit sorgt die neue Heckschürze, die einen Diffusor zumindest andeutet. Auch diesen Look kennen wir fast 1:1 vom EQS.

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Stefan Baldauf
Für ein bisschen optische Unabhängigkeit sorgt die neue Heckschürze, die einen Diffusor zumindest andeutet. Auch den Look kennen wir fast 1:1 vom EQS.

Allrad-Modell als Basis?

Spannend bleibt die Frage, welche Änderungen in Sachen Antrieb warten. Vorsorglich hat Mercedes sich die Modellzusätze 43, 53 und 63 schützen lassen. Ob es aber tatsächlich einen EQE 63 geben wird, ist äußerst unwahrscheinlich. Der ehemalige Top-Zahlencode bleibt ziemlich sicher dem EQS vorbehalten. Bislang kennen wir lediglich die technischen Daten zum Mercedes EQE 350. Der kommt auf Leistung 215 kW (293 PS) Leistung (Heckantrieb) und ein Drehmoment von 530 Newtonmeter. Später folgt dann auch eine Allrad-Version (4-Matic), die die Grundlage für den Mercedes-AMG EQE 43 4-Matic bildet dürfte. Beim Mercedes-AMG EQS 53 4-Matic liegt das Leistungs-Update zum Basismodell EQS 580 4MATIC bei fast 100 kW (484 statt 385). Wer das "AMG Dynamic Plus"-Paket mit "Race Start"-Boostfunktion ordert, kann sogar kurzzeitig 560 kW (761 PS) nutzen. Davon lässt sich eine grobe Leistungs-Hausnummer für den EQE 43 ableiten. Der dürfte, angelehnt an den künftigen EQE 450 4-Matic (245 kW / 333 PS) in Richtung 350 kW kommen, also in PS-Regionen um 475 herum. Mit "AMG Dynamic Plus" sind dann sicher auch ein gutes Stück über 500 PS drin. Das würde alleine schon deshalb Sinn ergeben, weil die Konkurrenz (BMW i4 M50, Tesla Model S Long Range) zwar in Sachen Fahrzeug-Größe und Setup nicht direkt mit dem EQE vergleichbar ist, aber dennoch mit 544 PS, beziehungsweise einer Peak-Leistung von rund 670 PS unterwegs ist.

Technisch bauen EQE und EQS auf der EVA2-Plattform auf, die beim EQE allerdings nur die kleinere Akku-Option und damit auch nicht die maximale Leistung des EQS abbilden kann. Weil der EQE aber deutlich leichter ist als der EQS (grob 500 Kilo), ist davon auszugehen, dass der EQE 43 4-Matic mit "AMG Dynamic Plus"-Paket relativ nah an die 3,4 Sekunden heranzoomen wird, in denen der EQS 53 4-Matic auf 100 km/h sprintet. Ansonsten bleibt's bei den klassischen AMG-Modifikationen: Gezielte Karosserieversteifungen, ein auf maximale Performance optimiertes adaptives Fahrwerk (AMG Ride Control+) und Aerodynamik-Ergänzungen. Die fallen aber minimal aus, weil sowohl EQE als auch EQS auf minimalen Luftwiderstand hin optimiert sind.

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Fazit

Mit sportlichen Top-Modellen verdient nicht nur Mercedes viel Geld. Deshalb kommt es nicht überraschend, dass die Schwaben unmittelbar nach dem Serienstart des EQE gleich das passende AMG-Topmodell auf die Straße schicken. Die Details sind aber noch dürftig, was vor allem daran liegt, dass die Daten rund ums komplette Modellprogramm des EQE noch vergleichsweise dünn sind.

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