Ferox Azaris

6x6-Extrem-Offroader fährt mit Wasserkraft

12/2018, Ferox Azaris Foto: Ferox 19 Bilder

Die Ferox Advanced Vehicles Corporation sitzt im australischen Perth und entwickelt Antriebskonzepte der Zukunft. Im Azaris Prototyp trifft ein Flüssigkeits-Antrieb auf sechs Räder und ein unkonventionelles Fahrwerk. In Kombination verspricht das Offroad-Fahrspaß pur.

Mit Flüssigkeit angetriebene Radnabenmotoren stehen im Mittelpunkt das Antriebskonzepts von Ferox. Um zeigen zu können, was diese Triebsätze können, hat Ferox darum herum ein extrem geländegängiges Fahrzeug mit sechs Rädern gebaut – den Azaris.

Vortrieb durch Wasserkraft

Im Prinzip funktionieren die Nabenmotoren wie ein hydraulischer Antrieb, wie er in vielen Baufahrzeugen zum Einsatz kommt. Setzen die Hydraulikantriebe aber auf Öl und einen extrem hohen Systemdruck, so kommt das Ferox-System mit einer zu 95 % aus Wasser bestehenden Flüssigkeit (die restlichen 5 % setzen sich aus Frostschutz- und Anti-Korrosionszusätzen zusammen) und nicht mal 10 % des Hydraulikdrucks aus. Diese knapp 11 kg schweren Nabenmotoren benötigen nur wenig Bauraum und liefern bis zu 680 Nm Drehmoment am Rad. Ferox verspricht einen Wirkungsgrad von bis zu 98 %.

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BMW Boxer als Pumpenantrieb

Benötigt wird zum Druckaufbau lediglich eine potente Pumpe, die im Azaris-Prototypen von einem luftgekühlten BMW-Boxermotor mit 1.200 cm³ Hubraum angetrieben wird. Der aus der BMW-Motorradpalette stammende Zweizylinder leistet knapp 100 PS. Denkbar als Pumpenantrieb ist aber auch ein Elektromotor.

Die flüssigkeitsbetriebenen Motoren dienen aber auch als Bremse. Der dabei in den Motoren generierte Druck wird in einem Druckspeicher gepuffert und bei Bedarf dem Antrieb wieder zugeführt.

Unkonventionelles Fahrwerk

12/2018, Ferox Azaris Foto: Ferox
Die Radnabenmotoren sitzen an einem gemeinsamen Trägerelement.

Eigene Wege geht Ferox auch beim Fahrwerk. Vorne hängen die Räder an konventionellen Quer- und Längslenkern mit stehendem Federbein. Hinten sind jeweils zwei Räder an einem gemeinsamen Trägerelement verbaut. Das wiederum sitzt drehend gelagert an einer Zweiarm-Schwinge, die mit dem Chassis verbunden ist. Alle Druck-Leitungen für den Antrieb laufen geschützt innen in der Schwinge. Später sollen die im 3D-Druckverfahren direkt in die Bauteile integriert werden. Das Gesamtsystem soll für eine extreme Verschränkung sowie extremen Bodenkontakt bürgen.

Futuristisch zeigt sich auch die Gesamtoptik. Der Azaris wirkt wie ein Mars-Rover. Zwei Passagiere sitzen in einem weitestgehend offenen Chassis. Die Front des Azaris wirkt mit seiner zerklüfteten Formen und den schlanken LED-Scheinwerfern wie ein angriffslustiges Insekt.

Noch steckt der Ferox Azaris im Prototypen-Stadium. Ausgiebige Testfahrten sollen demnächst anlaufen. Eine Kleinserienfertigung ist nicht geplant, aber denkbar. Wenn der Flüssigkeits-Antrieb ausgereift ist, soll er in andere Fahrzeugkonzepte übernommen werden. Ferox denkt dabei vorrangig an Anwendungen in Baumaschinen oder landwirtschaftlichen Fahrzeugen.

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