Exotische Hypercars in Genf

Echt jetzt: In 1,8 Sekunden auf 100!

Auto Salon Genf 2019

1.900 PS, 2.300 Nm, 16 Zylinder: Die exotischen Hyper-Sportwagen in Genf zünden die nächste Leistungsstufe – mittels Elektro-Power. Der stärkste Benziner schafft „nur“ 1.600 PS.

Auf dem Genfer Autosalon ist traditionell für jeden Geschmack was dabei. Absurd teuer, absurd stark, absurd selten – manchmal alles in nur einem Auto. Konzeptionell tun sich jedoch Welten auf – einerseits locken klassische Verbrenner mit dem subtilen Geruch von Superplus, andererseits lauern an jeder Ecke Elektro-Supersportwagen mit der Drehmoment-Keule. Dazwischen gibt es charmante Triebwerke, wie einen V8-Plug-In-Hybrid mit 20 Kilometern elektrischer Reichweite.

Bei all den Schwergewichten auf der Messe steigen wir am besten mit leichter Kost ein. Der Zenvo TSR-S zum Beispiel – zu dem gibt es im Prinzip nichts zu sagen, außer, dass er in einem Blau angeboten wird, das es vorher nicht gab. Rein technisch hat sich im Vergleich zu den Vorgängern TS1 GT und TSR wenig getan. Mit dem riesigen Leitwerk am Heck, ist der Zenvo aber trotzdem ein Hingucker.

Koenigsegg Jesko Hypercar Genf 2019
Madeleina Schwantes
Stärkster Verbrennungsmotor auf der Messe und das aktuell schnellste Serienauto der Welt: Koenigsegg Jesko.

Schnellstes Serienauto der Welt

Das krassere Gerät ist aber der Koenigsegg Jesko – das aktuell schnellste Serienauto der Welt stellt selbst den Bugatti Chiron in den Schatten. 1.600 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 480 km/h geben die Schweden an – zumindest in eigenen Simulationen soll das Hypercar dieses Tempo erreicht haben. Ein wenig gemütlicher geht es bei Ginetta zu. Der (oder die?!) Akula schafft zwar „nur“ 320 km/h, sieht aber nach deutlich mehr aus. Zumindest dürfte es sich hier um das Auto mit den meisten Aerodynamik-Kniffen handeln.

Rimac Concept 2
Rimac
In nur 1,85 Sekunden soll das Elektro-Hypercar auf Landstraßentempo gebeamt werden.

Da geht es bei Pininfarina Automobili schon windschnittiger zu, was auch daran liegen könnte, dass der Battista ein Elektro-Sportwagen ist. Aber was für einer – 1.900 PS, in 1,8 Sekunden auf Tempo 100 und 2.300 Newtonmeter Drehmoment. 150 Stück sollen in Turin gebaut werden. Kostenpunkt: Entspannte zwei Millionen Euro. Zu viel? Für knapp die Hälfte können Sie das gleiche Auto haben; also rein technisch. Der Rimac Concept Two bildet nämlich die Basis des italienischen Schönlings und kostet bei identischen Leistungsdaten lediglich um die 1.000.000 Euro.

Wie viel Sie für einen Piëch Mark Zero investieren müssten, ist indes noch nicht ganz klar – der Sohn des gleichnamigen Automobil-Moguls wäre Ihnen aber sicher sehr verbunden, wenn Sie es täten. Aktuell werden nämlich noch Investoren gesucht, um das Elektro-Sportwagen-Projekt zu realisieren. Der Berlinetta von Puritalia ist da schon ein paar Schritte weiter, denn er soll 150 Mal gebaut werden. Warum erwähnen wir das Auto? Weil er einerseits sehr hübsch geworden ist, und andererseits ein interessantes Motor-Konzept aufweisen kann. Um zum Abschluss dieser Geschichte die Gemüter wieder zu vereinen: Der Sportwagen verfügt über einen V8-Plug-In mit 20 Kilometern rein elektrischer Reichweite.

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