10/2019, Hyundai Azera / Grandeur Facelift 2020 Hyundai Motor Group
10/2019, Hyundai Azera / Grandeur Facelift 2020
10/2019, Hyundai Azera / Grandeur Facelift 2020
10/2019, Hyundai Azera / Grandeur Facelift 2020 4 Bilder

Hyundai Azera/Grandeur Facelift (2020)

Korea-Flaggschiff erhält neuen Look

Von vielen Märkten ist die Luxuslimousine längst verschwunden. In Hyundais Heimat ist sie jedoch immer noch ein Bestseller. Folgerichtig gibt es noch einmal ein großes Facelift für den Grandeur, der auf anderen Märkten auch als Azera bekannt ist.

Sie hießen Sonata, XG 30/350 oder Grandeur: Mit seinen großen Limousinen war Hyundai auf dem deutschen Markt wenig Glück beschieden. Die Baureihen verschwanden meist so schnell, wie sie gekommen waren. In den USA sah das lange anders aus, aber auch da brachen die Verkaufszahlen des Luxusliners Azera, der auf Hyundais Heimatmarkt Grandeur heißt, in den letzten Jahren ein. Folgerichtig – und mit der Aussicht, dass Hyundais Nobelmarke Genesis bald eine weltweite Produktoffensive starten wird – ist er auch auf dem amerikanischen Markt nicht mehr erhältlich.

Tiefgreifende Design-Änderungen

Trotzdem frischt Hyundai die aktuelle, sechste Generation des Grandeur alias Azera noch einmal umfassend auf. Warum? Weil sich die Limousine auf dem heimischen Markt und generell in Asien noch immer gut verkauft. Und es sind nicht nur leichte Retuschen, welche die Hyundai-Designer da nach drei Jahren Bauzeit am Oberklasse-Blech vornehmen. Die Änderungen greifen tief – und Merkmale auf, die Hyundai in den vergangenen Monaten immer wieder präsentiert hat.

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Dank des zarten Lichtbandes wirkt das Grandeur-Heck graziler als zuvor.

Die neue Form des Kühlergrills erinnert entfernt nicht nur an den gerade aufgefrischten Sonata, sondern vor allem an die Studie Le Fil Rouge, die 2018 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde. Dessen dreidimensionales Erscheinungsbild adaptiert der Grandeur ebenso wie die mit dem Grill verschmolzenen Leuchten. Zwar nicht so konsequent wie bei der letztjährigen Viertürer-Coupé-Studie, bei der beides komplett miteinander fusionierte. Aber immerhin trägt der Grandeur seine rautenförmigen Tagfahrleuchten im Grill, die im Ruhezustand ein Teil dessen zu sein scheinen. Die Scheinwerfer greifen die geometrische Form ebenfalls auf.

Sechs Zentimeter länger als zuvor

Hyundai streckt dem Grandeur im Zuge des Facelifts sogar das Blech. Der Radstand wächst um vier und die ganze Karosserie sogar um sechs Zentimeter. Damit ist das Flaggschiff nun 4,99 Meter lang. Trotzdem wirkt der Grandeur nun etwas graziler, was auch an den schmaleren Heckleuchten liegt, die mit einem zarten Lichtband miteinander verbunden sind.

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Die beiden 12,3 Zoll großen Bildschirme verschmelzen zu einer Einheit.

Hyundai verspricht einen geräumigen Innenraum, der mit zwei 12,3 Zoll großen Displays ausgerüstet werden kann. Eines davon beinhaltet die digitalen Instrumente und lässt sich grafisch ändern, das andere dient als Touchscreen-Kommandozentrale. Beide Bildschirme verbinden sich zu einen großen Ganzen, obwohl sich das Armaturenbrett in der Mitte leicht zum Fahrer neigt. Die MIttelkonsole präsentiert sich sehr aufgeräumt: Die Luftausströmer sind nun eher horizontal ausgerichtet, dank Shift by Wire-Getriebesteuerung stört nicht mal ein Getriebe-Wählhebel die reduzierte Optik. Die Technik ermöglicht zudem ein zusätzliches Staufach hinter der Mittelkonsole.

Bisher vier Motoren mit 190 bis 290 PS

Zur Technik des aufgefrischten Grandeur äußert sich Hyundai bisher nicht. Möglich, dass der Neuling die vier Antriebe des Vor-Facelift-Modells unverändert übernimmt. Dabei handelt es sich um einen 190 PS starken 2,4-Liter-Vierzylinder und einen Dreiliter-V6 mit 250 PS, die jeweils an eine Sechsgang-Automatik gekoppelt sind. Die 261-PS-Version des Dreiliter-Motors und den 3,5-Liter-V6, der 290 PS leistet, bindet Hyundai an eine Achtgang-Automatik an. Alle Motoren übertragen ihre Kraft auf die Vorderräder.

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Ja. Eine schöne Limousine, die nicht nur Individualisten ansprechen dürfte.
Nein. Er würde so kläglich scheitern wie all seine Vorgänger.

Fazit

Mit den Design-Änderungen hat Hyundai den Grandeur/Azera von einem Mauerblümchen in eine der schöneren Oberklasse-Limousinen verwandelt. Trotzdem ist fraglich, wie die Zukunft des Modells über dessen zweite Lebenshälfte hinaus aussieht. Schließlich will sich Hyundai mit dem groß angelegten Neustart seiner Nobelmarke Genesis im Edelsegment völlig neu aufstellen – und da könnte eine große Limousine mit Hyundai-Logo eher stören als helfen.

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