Inkas Sentry APC

Straßenpanzer auf Ford-Pickup-Basis

Wer ein besonders hohes Schutzbedürfnis hat und im extremen Gelände unterwegs ist – oder nur ein bisschen auffallen möchte -, sollte sich dieses Gefährt näher anschauen.

Osteuropäische Oligarchen, afrikanische Warlords oder amerikanische Rapper: Wer kurz darüber nachdenkt, dem fallen einige Zielgruppen ein, denen die Firma Inkas Armored Vehicle Manufacturing den Sentry APC als Gefährt der Wahl schmackhaft machen könnte.

Chassis eines Ford Super-Duty-Pickups

Was so nicht auf den ersten Blick zu sehen ist: Unter der martialischen Panzer-Karosserie steckt das Fahrgestell eines ziemlich banalen US-Pritschenwagens. Der Sentry APC nutzt das Chassis der Heavy-Duty-Pickpus von Ford, also aus der F-250/350/450er Serie, in der Allradversion. Und kombiniert es mit dem bulligsten Motor, den das Ford-Regal für den Unterbau vorsieht: Dem 6,7-Liter-V8-Turbodiesel, der seine Kraft an eine Sechsgang-Automatik leitet, schreibt Inkas 395 PS und maximal 1.058 Newtonmeter zu. Das reicht, um den fast neun Tonnen schweren Fünftürer auf eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h zu beschleunigen.

Auf 5,77 Metern Länge, 2,46 Metern Breite und 2,49 Metern Höhe finden zwischen acht und zehn Personen Platz. Damit sich diese jederzeit sicher fühlen können, spendiert Inkas dem Sentry APC sowohl bei der Karosserie als auch bei den Fenstern eine doppelte Panzerung. Wo die einzelnen Panzersegmente aneinander liegen, lässt die Firma sie überlappen, um in den dortigen Bereichen Schwachstellen zu vermeiden. Ergebnis ist die Sonderschutzklasse VPAM (VR) 8 beziehungsweise BR7, die unter anderem panzerbrechende Hartkern-Geschosse aus einem Sturmgewehr Kaliber 7,62 Millimeter oder die Explosion zweier Handgranaten abwehren kann.

Viele weitere Schutz-Systeme gegen Aufpreis

Zur Serienausstattung gehören umlaufende Schießscharten, ein Geschütz auf dem Dach, eine Fluchtluke und eine leistungsstarke Seilwinde, die über acht Tonnen ziehen kann. Genau wie spezielle Türverriegelungen, ein 151-Liter-Tank und ein elektronisches Nachtsichtsystem. Dank der umfangreich abgekapselten Karosserie samt intelligentem Ventilatorsystem soll der Sentry APC seine Insassen bei extremen klimatischen Bedingungen so gut es geht abschotten.

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Der Motor und andere zentrale technische Komponenten sind auf Wunsch besonders gegen Angriffe geschützt. Die Aufpreisliste enthält außerdem einen abnehmbaren Frontpflug, externe Kameras mit 360-Grad-Rundumsicht, Rundumleuchten- und Sirenentechnik, Notleuchten sowie Luftfilter- und Branderkennungssysteme. Gegen Extrageld halten obendrein abnehmbare umlaufende Barrieren unliebsame Personen auf Abstand. Zudem kann die Panzerung verstärkt und der Sentry APC für spezielle Einsatz-Szenarien optimiert werden. Etwa als Such-, Rettungs- und Evakuierungs-Vehikel, als Kommandofahrzeug oder für den Transport berüchtigter Personen.

Erstmals als Rechtslenker erhältlich

Der eingangs skizzierte Markt wächst für die Kanadier nun übrigens weiter, denn ab sofort gibt es den geländegängigen Straßenpanzer auch als Rechtslenker. Klingt banal, war es Inkas zufolge aber nicht, weil das Ford-Chassis nicht mit Rechtslenker-Auslegung verfügbar ist. Also müssen Antrieb, Lenkung, Abgasstrang oder Verkabelung aufwändig umgebaut werden, damit fortan auch Kunden in Australien, Japan oder Großbritannien bedient werden können. UK-Premier Boris Johnson im Inkas Sentry APC? Könnte passen.

Fazit

Aus deutscher Sicht muten Fahrzeuge wie der Inkas Sentry APC völlig absurd an. In anderen Teilen der Welt scheint es allerdings einige Menschen mit einem entsprechenden Schutzbedürfnis zu geben. Auch in Staaten mit Linksverkehr, sonst würden die Kanadier den anscheinend nicht zu unterschätzenden Aufwand sicher nicht betreiben.

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