Jaguar C-Type Continuation Modell Jaguar
Jaguar C-Type Continuation Modell
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Jaguar C-Type Continuation Modell 26 Bilder

Jaguar legt C-Type von 1953 als Continuation Modell neu auf

Jaguar legt C-Type von 1953 neu auf Acht Exemplare vom Continuation-Modell

Nach E-Type, XKSS und D-Type legt Jaguar jetzt auch den C-Type neu auf. Das Original räumte bei den 24 Stunden von Le Mans Siege ab.

Jaguar hat an seinen sogenannten Continuation-Modellen großen Gefallen gefunden: Nachdem die Briten schon den E-Type Lightwight, den XKSS und den D-Type wieder aufgelegt haben, bauen sie jetzt acht Exemplare des C-Type in der Ausführung von 1953 nach. Dank seiner in einigen Punkten fortschrittlichen Technik heimste er unter anderem in Le Mans Erfolge ein – auch Stirling Moss konnte mit dem Auto Rennen gewinnen.

Jaguar C-Type Continuation Modell
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Das sogenannte Continuation-Modell kommt in der technisch ausgereiftesten Ausführung mit Scheibenbremsen und 220 PS.

Bau nach Original-Unterlagen von 1950

Jaguar fertigt die C-Type-Nachbauten in Handarbeit. Für die Herstellung der einzelnen Bauteile haben die Ingenieure vorher originale technische Zeichnungen und die Aufzeichnungen des damaligen Jaguar-Cheftestfahrers Norman Dewis ausgewertet. Außerdem haben sie originale C-Type-Exemplare gescannt und die so gewonnenen Daten mit denen der Zeichnungen abgeglichen.

Jaguar C-Type Continuation Modell
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Auch der Innenraum entspricht dem des Originals - die Kunden können zwischen acht verschiedenen Innenraum-Trimms wählen.

Windkanal und Scheibenbremsen

Bekannt war der seit 1951 gebaute C-Type vor allem für seine im Windkanal optimierte Form und kurze Zeit später auch für seine Scheibenbremsen, die ihm im Rennen enorme Vorteile verschafften. 1951 gewann das Modell die 24 Stunden von Le Mans noch mit Trommelbremsen, 1952 testete Jaguar dann im Rahmen der Mille Miglia Scheibenbremsen. Beim Grand Prix von Reims saß, wie schon bei der Mille Miglia, Stirling Moss am Steuer – und holte den weltweit ersten Rennsieg in einem Auto mit Scheibenbremsen.

Jaguar C-Type Continuation Modell
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Innenspiegel, Drehzahlmesser, Autoschlüssel: Die Technik entspricht eins zu eins der des Originals aus den frühen 1950er-Jahren.

Le-Mans-Sieg mit 220 PS

Das 1953er-Modell bekam weiterentwickelte Scheibenbremsen, die auf eine hohe Standfestigkeit ausgelegt waren. Der jetzt mit drei Weber-40DCO3-Vergasern anstelle von zwei SU-Vergasern (Sidedraft Vergaser) ausgerüstete 3,4-Liter-Reihen-Sechszylinder leistete 220 anstelle der ursprünglichen 200 PS. So gestärkt, erreichten die C-Type-Modelle bei den 24 Stunden von Le Mans die Plätze eins und zwei. Das Werks-Siegerteam Tony Rolt und Duncan Hamilton schaffte dabei erstmals einen Geschwindigkeits-Durchschnitt in Höhe von 100 Meilen pro Stunde (fast 161 km/h).

Jaguar C-Type Continuation Modell
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Die Ingenieure konnten für den Nachbau auf originale Zeichnungen aus dem Jaguar-Archiv zurückgreifen.

Altes Auto im Online-Konfigurator

Auch wenn Jaguar vom C-Type-Nachbau nur acht Exemplare herstellt, so kann ihn doch jeder, der Lust dazu hat, online konfigurieren – was für ein ursprünglich aus Anfang der 1950er-Jahre stammendes Auto etwas Besonderes ist. So kann der Fan zwischen zwölf zum Stil der Zeit passenden Lackierungen und acht verschiedenen Innenraum-Ausstattungen wählen. Als weitere Extras sind ein FIA-zertifiziertes Rückhalte-System und ein Überschlag-Schutz im Angebot. Jaguar betont, dass die nachgebauten C-Types ausdrücklich nicht in Garagen verstauben sollen, sondern für den Einsatz bei Klassik-Rennen und auf abgesperrten Rundkursen gedacht sind.

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Dieser Lack heißt, wie er aussieht: Cream - Jaguar legt Wert darauf, dass die Farben zu den frühen 1950er-Jahren passen.

Britische Hersteller setzen Trend

Die Idee der Continuation-Modelle ist ein Trend, dessen Umsetzung moderne Technik wie beispielsweise 3D-Laserscans und 3D-Druckverfahren erleichtert. Besonders britische Hersteller legen jetzt ihre historischen Modelle wieder neu auf – wenn auch nur häppchenweise. So baut Bentley zwölf 4,5-Litre Blower von 1929 nach, Aston Martin legt den seltenen DB5 neu auf – sogar 25 mal. Fun Fact für James-Bond-Fans: Der von 007 in "Goldfinger" gefahrene DB5 war ein zum DB5-Prototyp umgebauter DB4 Serie V – das Serienmodell war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten noch nicht fertig.

Aston Martin DB5 Auslieferung
Aston Martin
Vom DB5 baut Aston Martin 25 Exemplare nach - hier die ersten fünf Nachbauten bei ihrer Auslieferung.

Auch kleine Hersteller mit neuen historischen Autos

Auch kleine britische Hersteller können der Verlockung nicht widerstehen, aus ihrer Geschichte noch ein bisschen Geld zu machen. So baut Vanwall sein Formel-1-Markenweltmeister-Auto von 1958 sechsmal nach. BRM (British Racing Motors) fertigt drei Exemplare seines von 1950 bis 1953 gebauten 16-Zylinder-Formel-1-Wagens Type 15 nach – obwohl das Auto bis heute als einer der größten Flops der Formel-1-Geschichte gilt. Und beim Nachbau seines C-Types ist Jaguar nicht allein: Bereits vergangene Woche hat das schottische Rennteam Ecurie Ecosse angekündigt, sieben C-Type nachzubauen. Vor 70 Jahren lieferte Jaguar Ecurie-Ecosse-Fahrer Ian Stewart seinen C-Type – und zur Feier dieses Moments legt der Rennstall diese kleine Serie an Tribute Cars auf. Jedes Auto soll eines der originalen Autos spiegeln, also dessen Zwilling sein.

Vanwall Formula One
Vanwall
Der kleine britische Hersteller Vanwall baut sein Formel-1-Markenweltmeister-Auto von 1958 sechsmal nach.

Preis zwischen einer und zwei Millionen Pfund

Jaguar will die ersten C-Type-Nachbauten 2022 ausliefern. Den Preis gibt der Hersteller aktuell nur sehr grob an: Ein Exemplar soll zwischen einer und zwei Millionen Pfund (aktuell umgerechnet zirka 1,13 bis 2,26 Millionen Euro) kosten. Der C-Type ist ein Rennwagen und hat in Europa keine Chance auf eine Straßenzulassung – in einigen Ländern außerhalb der EU ist eine Straßenzulassung laut Hersteller zumindest nicht von vornherein ausgeschlossen.

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Sollten deutsche Hersteller ebenfalls historische Fahrzeuge nachbauen und verkaufen.
Ja, dann kommen wieder mehr Fahrzeuge mit Charakter auf die Straßen.
Nein, damit verwässern die Hersteller nur ihr eigenes Erbe.

Fazit

In den 1950er-Jahren baute Jaguar 53 C-Types. Jetzt, 70 Jahre später, kommen weitere acht Fahrzeuge hinzu. Was neue Interessenten freut, sorgt bei Sammlern der Originale teilweise für Entsetzen: Schließlich konnten sie nach so langer Zeit nicht damit rechnen, dass die Zahl der C-Types auf einmal ganz legal wieder zunimmt. Allerdings sind die Werks-Nachbauten klar an ihrem Baujahr zu erkennen und dürften deshalb kaum den Wert der Originale schmälern.

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