Lucid-Elektroauto für unter 30.000 Dollar?

Start-up will mit günstigem Premium-Auto punkten

Lucid Motors Air Foto: Lucid Motors

Lucid Motors hat bisher zwar noch kein einziges Auto auf den Markt gebracht, kündigt jetzt aber ein weiteres Premium-Elektroauto für unter 30.000 Dollar an.

Lucid Motors aus dem kalifornischen Newark möchte sich seit seiner Gründung 2007 als Hersteller von Elektroautos etablieren. Geld bekommt die Firma unter anderem von Tsing Capital (Teil der Tsinghua Holdings Corp., die wiederum eine Tochter der staatlichen chinesischen Tsinghua-Universität ist), vom chinesischen Mischkonzern LeEco, von den japanischen Finanzdienstleistern Sumitomo Mitsui Banking Corporation und JAFCO und vom kalifornischen Investor Venrock. Jüngst schoss auch noch der saudi-arabische Staatsfond PIF (Public Investment Fund of Saudi Arabia) Kapital hinzu.

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Das Geld reichte anscheinend, um mit dem Lucid Air eine große Elektrolimousine zu entwickeln – 2020 soll sie auf den Markt kommen. Jetzt legt der Hersteller nach: Man arbeite an einem kleineren Premium-Elektroauto für unter 30.000 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 26.556 Euro). Zum Vergleich: Teslas kompaktes Model 3 soll in seiner günstigsten Version mal für 35.000 Dollar (30.982 Euro) zu haben sein – allerdings ist unklar, ob überhaupt und wenn ja wann diese Einstiegsversion auf den Markt kommt.

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Ex-Tesla-Ingenieur will günstige Premium-Autos

Zum Entwicklungsteam von Lucid Motors gehören Ingenieure, die vorher unter anderem bei Tesla und Mazda gearbeitet haben. Der ehemalige Chef-Entwicklungsingenieur des Tesla Model S, Peter Rawlinson, kündigte jetzt in einem Gespräch mit dem Online-Magazin InsideEVs an, das Angebot nicht nur auf ein Auto zu beschränken. Während der Air je nach Ausführung 60.000 bis 100.000 Dollar (53.113 bis 88.521 Euro) kosten soll, kündigt Rawlings für die nächsten Jahre Premium-Elektroautos zum Kampfpreis an.

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Mehr Effizienz, kleinere Batterie

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, arbeitet Lucid Motors aktuell an der Effizienzsteigerung seiner Elektroantriebe, an deren Ende eine Reichweite von 3,5 bis vier Meilen (5,6 bis 6,4 Kilometer) pro gespeicherter Kilowattstunde stehen soll. Vorausgesetzt es gibt genügend Schnellladestationen, könnten dann die Batteriekapazitäten auf 30 Kilowattstunden sinken, hofft Rawlinson. Das erste Geld soll allerdings mit dem luxuriösen Air verdient werden. Dafür darf dem jungen Unternehmen nicht die Puste ausgehen – andere vor ein paar Jahren noch gehypte Elektroauto-Start-ups wie beispielsweise Faraday Future hat bereits die Pleite erwischt. Die Lucid-Verantwortlichen denken da größer: Als Konkurrenz-Modell für den Air hat man nicht etwa den Tesla Model S auf dem Plan, sondern künftige elektrische Varianten von Oberklasse-Fahrzeugen von BMW (i) und Mercedes (EQ).

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