11/2018, Mercedes-AMG GT R Facelift (2019) Daimler AG
11/2018, Mercedes-AMG GT C Roadster Facelift (2019)
11/2018, Mercedes-AMG GT C Roadster Facelift (2019)
11/2018, Mercedes-AMG GT Facelift (2019)
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Mercedes-AMG GT Facelift (2019)

Frischzellenkur und Hardcore-Modell in LA zu sehen

LA Auto Show 2018

Mercedes-AMG verpasst dem GT ein Facelift, das in Los Angeles debütiert. Das bringt neben sanften optischen Neurungen einige Technik-Upgrades mit sich, die wir vom Viertürer kennen. Außerdem gibt es ein neues Hardcore-Modell, den GT R Pro.

Seit 2015 ist der Mercedes-AMG GT auf dem Markt. Seitdem gab es nur kleine Retuschen, nämlich 2017 zum 50-Jahres-Jubiläum der Firma AMG. Nun steht die große Modellpflege an, die sowohl beim Coupé als auch beim Roadster einige Änderungen im Exterieurdesign mit sich bringt. Auffällig ist, dass der Zwei- nun die optische Nähe zum AMG-GT-Viertürer sucht. Deutlich wird das bei der Lichtsignatur: Der Bogen, der sowohl als Tagfahr- und Positionslicht als auch als Blinker fungiert, ähnelt dem des größeren Bruders stark. Ein neues Reflektorsystem in den Scheinwerfern soll die Fahrbahn besser ausleuchten. Auch die LED-Heckleuchten sind neu.

Porsche Taycan - Nürburgring-Nordschleife - Rekord
Sportwagen

Design- und Infotainment-Elemente vom Viertürer

Womit wir beim Hinterteil sind. Die Heckschürze der Modellvarianten GT, GT S und GT C tragen einen neuen Diffusoreinsatz. Auch die Endrohrblenden sind nun wie beim Viertürer geformt: Der Basis-GT verfügt über zwei runde Doppel-Endrohre, beim GT S und GT C sind sie trapezförmig. Der GT R bekommt zwei weitere Endrohre: Zum bekannten, viereckig gestalteten und mittig positionierten Endrohr gesellen sich nun zwei weitere, die rechts und links im Diffusor sitzen. AMG GT und GT S erhalten im unteren Bereich schwarz genarbte Schwellerverkleidungen und auf Wunsch neue Leichtmetallräder mit Y-Speichen. Für diese beiden Varianten und den GT C gibt es außerdem neue optionale Schmiederäder mit zehn Doppelspeichen.

Auch im Cockpit lässt der Viertürer grüßen, dessen Telematik-Architektur zieht auch in den Zweitürer ein. Hinter dem Lenkrad sitzt ein digitales 12,3-Zoll-Kombiinstrument, das drei verschiedene Ansichten bietet: klassisch, sportlich und supersportlich. Letztere liefert einige rennsportmäßige Zusatzinformationen, zum Beispiel ein Shiftlight. Über der Mittelkonsole thront ein 10,25 Zoll großer Screen, der die Fahrassistenz-, Fahrzeug- und Kommunikationssysteme visualisiert.

Neue Display-Tasten, neues Lenkrad

11/2018, Mercedes-AMG GT Facelift (2019)
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Lenkrad, Displays, Tasten auf der Mittelkonsole: Fast alle Neuerungen sind aus dem AMG GT Viertürer bekannt.

Außerdem ziehen die ebenfalls aus dem Viertürer bekannten farbigen, mit TFT-Technologie ausgeführten Display-Tasten die Mittelkonsole. Sie steuern per Fingertipp die Getriebelogik, Abgasanlage und Start-Stopp-Funktion ebenso wie das Fahrwerk, ESP und den Heckspoiler. Die Fahrprogramme und Lautstärkeregelung werden weiterhin per Wippschalter bedient. Außerdem erhält der Zweitürer nun auch jenes Volant mit stark konturiertem und unten abgeflachten Kranz, das im AMG-Sprech Performance-Lenkrad heißt. Die integrierten Touch-Control-Buttons kennt man inzwischen aus vielen Modellen des Daimler-Universums, die Lenkradtasten unterhalb der Speichen – na klar – aus dem Viertürer. Die rechte ist als Display ausgeführt, das von einem Drehregler umschlossen wird, und steuert die Fahrprogramme an. Die beiden linken lassen sich frei belegen.

Zu den technischen Änderungen: Im Zuge des GT-Facelifts erweitert AMG die Fahrprogramme um die integrierte Fahrdynamikregelung namens AMG Dynamics. Sie dosiert die Kraftverteilung an der Hinterachse und wirkt zusätzlich auf die Charakteristik der Lenkung. Das soll nicht nur Querbeschleunigung, Traktion und Lastwechselreaktionen verbessern, sondern auch vorhersehen, was der Fahrer macht. Das System interpretiert die Sensorendaten bezüglich Geschwindigkeit, Lenkwinkel und Gierrate, reagiert darauf noch vor dem Fahrer und spannt das Auto quasi vor. Und zwar angeblich so subtil, dass der Fahrer die Eingriffe nicht als Störung, sondern als Unterstützung wahrnimmt. AMG hat das System in vier Ausprägungen installiert: Basic, Advanced, Pro und Master.

GT R Pro als neue Hochleistungsvariante

Mercedes-AMG A 35 Marcel Sommer

Motorseitig ändert sich übrigens nichts, der Vierliter-Biturbo-V8 liefert dieselben technischen Daten wie zuvor. Heißt beim Basis-AMG GT: 476 PS und maximal 630 Newtonmeter, vier Sekunden von Null auf Hundert und 304 km/h Topspeed (Roadster: 302 km/h). Der GT S liegt weiterhin bei 522 PS und 670 Nm, absolviert den Standardsprint in 3,8 Sekunden und ist höchstens 310 bzw. 308 km/h schnell. Die Werte des GTC: 557 PS, 680 Nm, 3,7 Sekunden von Null auf Hundert und 317 respektive 316 km/h Höchstgeschwindigkeit. Der nur als Coupé erhältliche GT R liefert weiterhin 585 PS sowie 700 Nm, beschleunigt in 3,6 Sekunden von Null auf Hundert und rennt maximal 318 km/h.

Damit das Ganze nicht wie technischer Stillstand wirkt, legt AMG eine neue Hochleistungsvariante seines Coupés auf. Der neue, auf weltweit 750 Exemplare limitierte Pro basiert auf dem GT R und debütiert ebenfalls auf der LA Autoshow. Er schärft den Rennstreckenfokus des Sportwagens, indem er Komponenten aus den nach GT3- und GT4-Reglement homologierten Rennwagen übernimmt.

7.04,621 Minuten auf dem Nürburgring

Ein Beispiel sind die Radaufhängungen. Während der normale GT R nur an den unteren Querlenkern der Hinterachse über Uniball-Gelenklager verfügt, hat der Pro diese auch an den oberen Querlenkern. Dadurch sollen Spur und Sturz auch bei hohen Belastungen konstant bleiben. Vorne kommt ein einstellbarer Drehstab-Querstabilisator aus Carbon zum Einsatz, das hintere Pendant besteht aus Stahl. Am Gewindefahrwerk lässt sich nicht nur die Federbasis, sondern auch die Zug- und Druckstufe der Dämpfer einstellen. Letztere kann sogar getrennt für langsame und schnelle Einfederbewegungen vorgenommen werden.

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Im Zuge des Facelifts kommt mit dem GT R Pro eine fünfte Variante des AMG-Coupés auf den Markt.

Die elektronisch geregelten, dynamischen Motor- und Getriebelager erhalten eine neue Abstimmung, das Carbon-Schubfeld im hinteren Unterboden versteift die Karosserie. All diese Maßnahmen gipfeln in einer Rennstrecken-Perfomance, die jener des normalen GT R überlegen sein soll. Als Beleg führt AMG die von Werksfahrer Maro Engel Anfang November aufgestellte Nordschleifen-Runde von 7.04,621 Minuten an. Der normale GT R erreichte im Rahmen des sportauto-Supertests eine 7.10,9.

Das Track Pack samt Überrollkäfig ist serienmäßig

Wer das Auto nicht in Nordamerika oder China kauft (dort gibt es immerhin Schalensitze in Sichtcarbon, eine Carbonstrebe im Kofferraum und Zierelemente), bekommt serienmäßig das Track Pack. Das umfasst ein Überrollschutzsystem mit geschraubtem Stahlrohrkäfig, beigelegte Vier-Punkt-Sicherheitsgurte für Fahrer und Beifahrer und einen Zwei-Kilogramm-Feuerlöscher. Ohne Aufpreis ist außerdem die Keramik-Verbundbremse an Bord, die hinter Schmiederädern im Fünf-Doppelspeichen-Design sitzt.

Natürlich erhält auch der GT R Pro die optischen Modellpflegemaßnahmen, erweitert diese an der Frontschürze aber um seitlich angebrachte Sichtcarbon-Flics. An den oberen Enden der vorderen Kotflügel sitzen Luftauslässe, die die Radhäuser entlüften. Am hinteren Stoßfänger befinden sich seitlich Aerodynamikelemente, der feststehende Heckflügel erhält eine Gurney-Lippe und gefräste Aluminiumhalter. Das in der Mitte abgesenkte Carbondach ist Standard, die Rennstreifen-Folierung kann abbestellt werden.

Seine Verkaufsfreigabe erhält der geliftete AMG GT im Frühjahr 2019. Die Preise stehen bislang noch nicht fest.

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