Mercedes X-Klasse (2017) Jürgen Bartosch

Mercedes (ni)X-Klasse

Stellt Daimler den Pickup ein?

Gerüchten zufolge will Mercedes das Pickup-Kapitel schließen und die X-Klasse aus dem Programm nehmen. Erst seit 2017 ist der umgelabelte Nissan Navara im Sortiment.

Eigentlich ergibt es Sinn, die X-Klasse zu streichen. Zwar finden alle Pickups irgendwie cool, aber es kauft kaum jemand einen. Zumindest in Deutschland blieb der Boom aus. Als Lifestyle-Fahrzeug zu unpraktisch, als Nutzfahrzeug zu teuer – der Pritschen-Daimler hat einen schweren Stand. Vor allem mit Blick auf seine Positionierung. Denn der Pickup ist unter der veredelten Hülle eigentlich ein Nissan Navara, wie auch der Alaskan von Renault. Wer nun also unbedingt einen Pickup haben will, bekommt den Nissan für schlappe 20.000 Euro weniger, den Renault gibt es rund 10.000 Euro billiger. 48.790 Euro ist der Einstiegspreis für den Mercedes.

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Mercedes X-Klasse (2017)
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Umsortierung des Produktportfolios

Vor diesem Hintergrund kann man verstehen, warum sich so wenig Kunden für die X-Klasse entschieden haben. Die Zielgruppe ist eine spitze Schnittmenge aus Mercedes-Fans und Pickup-Fans. Und in puncto Pickup gibt es bei Mercedes keine historisch gewachsene Tradition. Die Van-Sparte, unter der die X-Klasse bei Mercedes läuft, steht aktuell ohnehin nicht besonders gut im Saft. Milliardenverluste und Gewinnwarnungen bestimmen die Schlagzeilen. Deshalb spricht der Konzern von einer „Umsortierung des Produktportfolios bei Mercedes-Benz Vans“. Explizit wird hier kein Todesurteil für die X-Klasse gefällt, doch man dürfte es als wahrscheinlich erachten. Eine Anfrage beim Hersteller zu diesem Thema läuft aktuell noch.

Grund für die schwierige Lage beim schwäbischen Autobauer ist laut eigenen Angaben unter anderem die Diesel-Krise und die damit einhergehenden behördlichen und gerichtlichen Verfahren. Dazu kommt eine erhöhte Rückstellung wegen des Airbag-Sorgenkinds Takata und eine insgesamt beeinträchtigte Fahrzeugverfügbarkeit im laufenden Jahr wegen verlangsamter Produktionsabläufe. Bei dieser Fülle an Negativ-Meldungen darf man allerdings nicht vergessen, dass es hier um einen verringerten Gewinn geht. Es ist nicht so, dass man bei Mercedes kein Geld mehr mit Autos verdienen würde. Es ist nur weniger als erwartet.

Bevor sie sich verabschiedet, können Sie die X-Klasse noch einmal in aller Ruhe von allen Seiten betrachten.

Pickup von Mercedes: Die X-Klasse im Test

Mercedes X-Klasse Fahrbericht Oktober 2017
Mercedes X-Klasse Fahrbericht Oktober 2017 Mercedes X-Klasse Fahrbericht Oktober 2017 Mercedes X-Klasse Fahrbericht Oktober 2017 Mercedes X-Klasse Fahrbericht Oktober 2017 37 Bilder
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