Nissan 2020 Vision Gran Turismo - GT6 Concept 2014 Nissan
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Neuer Nissan GT-R (2023): R36 wird "ein Tier"

Neuer Nissan GT-R (2023) R36 wird „ein Tier“

Nissan hat lange mit der neuen Generation des GT-R und einem Hybrid-Antrieb gehadert. Nun kommt der intern R36 genannte GT-R wohl 2023 auf den Markt – und soll spektakulär werden.

Seit 2007, also seit 14 Jahren, gibt es den aktuellen Nissan GT-R, der intern auf das Kürzel R35 hört und von Fans "Godzilla", der König der Monster genannt wird. Nach zahlreichen Sonder-, Editions- und Final Edition-Modellen soll es mit dem Nachfolger des GT-R nun soweit sein. 2023 lässt Nissan den GT-R R36 los – auch wenn man intern noch immer nicht so genau weiß, wohin die technische und auch optische Reise geht.

"Ich bin ein Stein!"

Dabei wird Nissan auch beim GT-R die Vergangenheit zitieren und im Styling auf die älteren Skyline-Modelle referenzieren. Ähnlich haben es die Japaner auch schon beim neuen Nissan Z gemacht, der starke Designzitate des 240Z trägt. So äußerte sich Nissan-Designchef Alfonso Albaisa am Rande des Goodwood Festival of Speed bereits 2018. Der neue Nissan GT-R werde sich nicht nur am GT-R by Italdesign orientieren, der auf 50 Exemplare limitiert 720 PS leistet und 900.000 Euro kostet, auch Designelemente von Studien und legendären Modellen würden Einzug halten – wie zum Beispiel die des GT-R R32 aus den Jahren 1989 bis 1994.

05/2020, Nissan GT-R50 by Italdesign
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Schon damals deutete Albaisa an, dass er einen kantigen Designansatz anstrebt: Der Supersportler muss "ein Tier sein, imposant und exzessiv, nicht dank seiner Flügel, sondern vielmehr mit seiner visuellen Masse, seiner Präsenz und seiner Kühnheit", so Albaisa gegenüber britischen Medien. Sein Design muss laut heraus schreien: "Ich bin ein GT-R, ich bin ein Ziegelstein, fangt mich!" Entsprechend kritisierte er die ersten Skizzen seiner Designer auch schon einmal mit den Worten: "Weniger Flügel, mehr Ziegelstein."

V6: check, Turbo: check, neue Plattform: check, Hybrid: mal sehen!

Und wie sieht es mit dem Antrieb aus? Fest steht, der neue Nissan GT-R steht auf einer neuen Plattform und wird von einem V6-Aggregat befeuert – vermutlich mit drei Litern Hubraum. Reiner Elektroantrieb? Fehlanzeige! Nissan Chef Makoto Uchinda erklärte nun gegenüber der "Autocar": "Wir prüfen, wie wir ihn elektrifizieren können", schließlich sei der GT-R ein professionelles Sportmodell ohne Kompromisse. "Der [Nissan] Z ist für jemanden wie mich", so der Nissan-Boss. Der GT-R sei aber eine Profimaschine, die man fit für die Zukunft machen müsse. Dabei ist der Anspruch hoch: Nissan will den Sportwagen als "schnellsten Supersportwagen der Welt" positionieren. Dafür müssten deutlich mehr als die 600 PS der aktuellen Nismo-Version auf dem Datenblatt stehen – 900 PS wünscht sich die Gerüchte-Küche.

Nissan Z
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Doch mit welchem Antrieb der GT-R schlussendlich an den Start in knapp zwei Jahren gehen wird, steht in den Sternen. Daher begeben wir uns ins Reich der Spekulation: Als Antriebsstrang könnte der aus dem Hybrid-Rennwagen LMP1 GT-R stammende doppelt aufgeladene 3,0-Liter-V6 aus dem Jahr 2015 dienen, der mit einer Systemleistung von über 1.400 PS daher kam. Allerdings wirkte der Antrieb beim Sportwagen ausschließlich auf die Vorderräder, ein Unding für den GT-R. Einmal davon abgesehen, dass sich Nissan wegen der schlechten Trainingsergebnisse des Modelle final aus der LMP1 zurückzog, wäre ein entsprechender Antriebsstrang der dann auf alle vier Räder wirkt, durchaus denkbar.

Übrigens: Mit dem Nissan 2020 Vision Gran Turismo haben die Japaner schon mal einen virtuellen Ausblick auf einen Hybrid-Sportler gegeben. Und den kann man im Computer-Rennspiel "Gran Turismo 6" fahren – mit 700 PS! Ob wir in Europa mit seinen restriktiven Abgas-Vorschriften den neuen GT-R überhaupt kaufen können ist fraglich. Schon beim Nissan Z haben die Japaner einen Bogen um Europa gemacht.

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Fazit

Der neue Nissan GT-R kommt – 2023 soviel ist klar. Ebenso, dass er eine neue Plattform erhält, einen V6 und eine Ziegelstein-Design. Der Rest ist Konjunktiv, auch wenn Godzillas Baby schon für 2020 geplant war. Vermutlich haben Corona und auch die Wankelmütigkeit von Ex-Nissan-Boss Carlos Ghosn in Bezug auf die Elektromobilität für Verzögerung gesorgt. Wir werden uns also noch ein paar Monate mit Spekulationen begnügen müssen, bis Nissan dann mit dem neuen GT-R die Konkurrenz das Fürchten lehren wird – die hat in den letzten 14 Jahren am Beispiel von Porsche übrigens drei neue Modell-Generationen des 911 am Start gehabt.

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